Alte Bausubstanz, laufender Betrieb
Das Stadtbild von Baden-Baden stammt zu großen Teilen aus dem 19. Jahrhundert. Damals entstanden die Bäder, die Säle und die Promenaden, die heute zum Welterbe gehören. Viele dieser Gebäude sind ständig in Gebrauch: als Therme, als Veranstaltungshaus, als Spielstätte. Sanierungen, Dachreparaturen und der Austausch von Technik finden deshalb oft während des Betriebs statt oder in kurzen Schließzeiten.
Eine Brandwache sorgt dafür, dass Schweißen, Löten, Trennschleifen oder Arbeiten mit offener Flamme nicht zum Brand führen. Sie beobachtet den Arbeitsbereich, hält Löschmittel bereit, kontrolliert angrenzende Räume und bleibt nach Arbeitsende vor Ort, bis keine Gefahr von Glutnestern mehr ausgeht. In Gebäuden mit Holzdecken, Hohlräumen und Stoffbespannungen ist das keine Formalität.
Gebäude und Betriebe mit besonderem Brandrisiko
Die folgenden Orte zeigen, wo bei Bau- und Wartungsarbeiten Heißarbeiten vorkommen können. Sie sind öffentlich bekannt und keine Referenzen:
- Das Friedrichsbad, 1869 bis 1877 aus rotem und weißem Sandstein errichtet, mit Backstein im Inneren und einer 17,5 Meter hohen Kuppel über dem runden Bewegungsbad
- Das Kurhaus, dessen Mittelbau 1821 bis 1823 entstand, ergänzt um den Casinoflügel 1853 bis 1854 und den linken Flügel 1912 bis 1917, mit Sälen wie dem Bénazetsaal
- Das Theater am Goetheplatz, 1862 eröffnet, innen im Stil des Rokoko gestaltet und Anfang der 1990er Jahre technisch erneuert
- Das Kloster Lichtenthal, 1245 gegründet, mit gotischer Klosterkirche und der Fürstenkapelle von 1288
- Werkhallen im Gewerbepark Oos-West, im Industriegebiet Steinbach und an der Siemensstraße, in denen Maschinen gebaut und Bauteile gefertigt werden
Arbeiten in Bädern und Sälen
In einem Bad wie dem Friedrichsbad liegen hinter den Wänden Leitungen, Lüftungskanäle und Hohlräume, die sich über Etagen ziehen. Wird dort eine Rohrleitung gelötet oder eine Halterung geschweißt, kann sich Hitze unbemerkt in einen Nachbarraum fortsetzen. Die Brandwache prüft deshalb nicht nur die Arbeitsstelle, sondern auch die Räume darüber, darunter und dahinter.
In Sälen mit Vorhängen, Teppichen, Holzvertäfelung und Bühnenaufbauten ist die Brandlast hoch. Bei Umbauten für Bälle, Konzerte oder Fernsehaufzeichnungen werden Traversen getrennt, Halterungen geschweißt und Leuchten montiert. Hier achtet die Brandwache darauf, dass brennbares Material abgedeckt oder entfernt ist, bevor der erste Funke fliegt, und dass Fluchtwege trotz Baumaterial frei bleiben.
Heißarbeiten in der Industrie und auf Baustellen
In der Metallverarbeitung und im Maschinenbau gehören Schweiß- und Trennarbeiten zum Alltag, doch bei Revisionen und Umbauten finden sie oft außerhalb der gewohnten Werkstattbereiche statt: an Hallendächern, in Lagern oder neben Anlagen, die normalerweise niemand mit einer Flamme berührt. Dafür stellt der Betrieb einen Erlaubnisschein aus, in dem Schutzmaßnahmen und die Dauer der Nachkontrolle stehen.
Auch bei Brücken- und Leitungsbauten in der Stadt, etwa beim Umbau am Hindenburgplatz, fallen Schneid- und Schweißarbeiten an. Unsere Kraft folgt den Vorgaben im Erlaubnisschein, hält Feuerlöscher griffbereit, beobachtet Funkenflug und kontrolliert nach Arbeitsende in festen Abständen, bis die vereinbarte Zeit abgelaufen ist.
Einsatzplanung ohne Standort in Baden-Württemberg
Staffsec ist in Neumünster ansässig und hat Niederlassungen in Berlin und Bremen. In Baden-Württemberg haben wir kein Büro. Brandwachen in Baden-Baden stellen wir deshalb nach vorheriger Abstimmung: Wir klären Termine, Dauer der Heißarbeiten, Nachkontrollzeit und wer bei Verschiebungen informiert wird. Kurzfristige Einsätze sind möglich, wenn Personal verfügbar ist; zusagen können wir sie erst nach Prüfung.
Die Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO und werden vor Ort in Fluchtwege, Löschmittel und Meldewege des Gebäudes eingewiesen. Wir sind nach ISO 9001 zertifiziert und arbeiten nach DIN 77200. Rund um die Uhr erreichen Sie uns unter +49 4321 78 33 590.
Preisgestaltung bei Brandwachen
Brandwachen rechnen wir mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde ab. Die Höhe richtet sich nach der Tageszeit der Arbeiten, nach der Länge der Nachkontrolle und danach, ob Arbeiten nachts oder am Wochenende stattfinden, wenn Gebäude leer sind. Lange Revisionen mit täglichem Einsatz planen wir als zusammenhängenden Auftrag.
Mehr zur Stadt lesen Sie auf Sicherheitsdienst Baden-Baden, zum Land auf Brandwache in Baden-Württemberg.


