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Glossar der Sicherheitsbranche

Wer Sicherheitsleistungen einkauft, stößt auf Begriffe, die viel Geld bedeuten: Ob eine Position die Unterrichtung oder die Sachkundeprüfung nach § 34a braucht, entscheidet über den Stundensatz. Ob eine Alarmanlage aufgeschaltet ist, entscheidet, ob überhaupt jemand kommt. Hier stehen die Begriffe, die in Angeboten, Leistungsverzeichnissen und Ausschreibungen wirklich vorkommen — erklärt, wie wir sie einem neuen Kollegen erklären würden.

144 Begriffe · Stand 2026-08-22 · Ihnen fehlt einer? Schreiben Sie uns, wir nehmen ihn auf.

§

§ 34a GewO

Paragraf 34a34aBewachungsgewerbe ErlaubnisGewerbeordnung

Der Paragraf der Gewerbeordnung, der die gewerbliche Bewachung erlaubnispflichtig macht und die Anforderungen an Personal festlegt.

§ 34a der Gewerbeordnung ist die Grundnorm der Branche: Wer Leben oder Eigentum fremder Personen gewerblich bewacht, braucht eine Erlaubnis, muss zuverlässig sein, seine Sachkunde nachweisen und eine Haftpflichtversicherung unterhalten. Er unterscheidet zwei Qualifikationswege — die 40-stündige Unterrichtung als Minimum und die Sachkundeprüfung für Tätigkeiten mit besonderer Verantwortung — und verlangt die Eintragung von Unternehmen und Personal im Bewacherregister. Die Details regelt die Bewachungsverordnung.

Dazu bei uns:Unterrichtung nach § 34aSachkundeprüfungKarriere

A

Akkreditierung

AusweisstelleZugangsberechtigung Veranstaltung

Die vorherige Anmeldung und Ausweisausgabe für Mitwirkende, Presse und Dienstleister einer Veranstaltung.

Bei größeren Veranstaltungen betritt ein Vielfaches der Besucherzahl das Gelände, bevor der erste Gast kommt: Aufbau, Technik, Catering, Presse, Künstler. Die Akkreditierung stellt vorab fest, wer welchen Bereich betreten darf, gibt Ausweise mit Zonenkennung aus und dokumentiert die Ausgabe. Ohne sie entstehen genau die Lücken, die später niemand mehr nachvollziehen kann.

Dazu bei uns:Veranstaltungsschutz

Alarmaufschaltung

AufschaltungNSL-Aufschaltung

Die technische Anbindung einer Alarmanlage an eine ständig besetzte Leitstelle, die den Alarm entgegennimmt und die vereinbarte Maßnahme auslöst.

Ohne Aufschaltung meldet eine Alarmanlage nur vor Ort. Erst die Aufschaltung auf eine Notruf- und Serviceleitstelle sorgt dafür, dass rund um die Uhr jemand den Alarm sieht, ihn nach einem festgelegten Ablauf bewertet und die richtige Reaktion auslöst — meist die Alarmverfolgung durch einen Interventionsdienst. Vertraglich geregelt werden dabei Reaktionszeit, Meldekette und wer im Ernstfall entscheidet.

Dazu bei uns:Interventions- und Revierdienste

Alarmplan

MeldeketteEskalationsplanAlarmierungsplan

Die verbindliche Festlegung, wer bei welchem Ereignis in welcher Reihenfolge informiert und wer entscheidet.

Ein Alarmplan beantwortet drei Fragen, bevor der Ernstfall sie stellt: Wer wird angerufen, in welcher Reihenfolge, und wer darf im Namen des Auftraggebers entscheiden — etwa über eine Öffnung, eine Räumung oder das Hinzuziehen der Polizei. Er gehört in die Dienstanweisung und in die Leitstelle, nicht in eine E-Mail. Wichtig ist die Pflege: Ein Plan mit ausgeschiedenen Ansprechpartnern ist im Ernstfall schlimmer als keiner, weil er Zeit kostet.

Dazu bei uns:DienstanweisungInterventionsdienste

Alarmverfolgung

InterventionAlarmintervention

Das Anfahren eines Objekts nach einer Alarmmeldung, um die Ursache zu prüfen und das Objekt wieder zu sichern.

Bei der Alarmverfolgung fährt eine Interventionskraft zum Objekt, prüft die Ursache des Alarms, dokumentiert den Zustand und stellt den gesicherten Zustand wieder her — bei Einbruchspuren wird die Polizei hinzugezogen, bei technischen Fehlalarmen der Betreiber informiert. Entscheidend ist die vereinbarte Eingriffszeit: Sie legt fest, wie lange es vom Alarm bis zum Eintreffen dauern darf. Die Alarmverfolgung ist deutlich günstiger als eine ständige Objektbesetzung und deshalb für Betriebe ohne Nachtbetrieb der übliche Weg.

Dazu bei uns:Interventions- und RevierdiensteMobile Sicherheit

Alleinarbeit

EinzelarbeitsplatzTotmannschalterPersonen-Notsignal

Arbeit ohne Ruf- oder Sichtkontakt zu anderen — im Wachdienst der Regelfall und deshalb besonders zu sichern.

Wer nachts allein ein Objekt begeht, ist bei einem Unfall oder Angriff auf sich gestellt. Die Regeln der Unfallversicherung verlangen bei gefährlicher Alleinarbeit zusätzliche Maßnahmen: Personen-Notsignalanlagen, regelmäßige Meldungen an die Leitstelle, festgelegte Nachfrageintervalle und einen Ablauf, wenn eine Meldung ausbleibt. Für Auftraggeber ist das relevant, weil ein Alleinarbeitsplatz mehr verlangt als eine Person auf dem Dienstplan.

Dazu bei uns:ArbeitsschutzNotruf- und Serviceleitstelle

Allgemeinverbindlicherklärung

AVEallgemeinverbindlich

Die staatliche Erklärung, dass ein Tarifvertrag für ALLE Betriebe und Beschäftigten einer Branche in einem Gebiet gilt — auch ohne Verbandsmitgliedschaft.

Wird ein Lohntarifvertrag für allgemeinverbindlich erklärt und im Bundesanzeiger veröffentlicht, ist er die verbindliche Lohnuntergrenze für jeden Betrieb der Branche in diesem Bundesland. Für Sicherheitsdienstleistungen in Schleswig-Holstein ist das der Fall: Der Lohntarifvertrag ist allgemeinverbindlich und gilt damit unabhängig davon, ob ein Unternehmen Mitglied im Arbeitgeberverband ist. Wer bei einer Ausschreibung mit Löhnen unterhalb dieser Grenze kalkuliert, bietet nicht günstiger, sondern rechtswidrig.

Dazu bei uns:Unser Unternehmen

Arbeitnehmerüberlassung

AÜGZeitarbeitPersonalüberlassung

Die erlaubnispflichtige Überlassung eigener Mitarbeitender an einen Kundenbetrieb, der ihnen dort Weisungen erteilt.

Anders als beim Dienstleistungsvertrag arbeiten überlassene Kräfte unter der Weisung des Kunden und sind in dessen Ablauf eingebunden. Das setzt eine Erlaubnis nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz voraus und bringt Pflichten mit: Gleichstellung beim Entgelt nach Überlassungsdauer, Höchstüberlassungsdauer und die klare Abgrenzung zum Werk- oder Dienstvertrag. Für Auftraggeber ist die Unterscheidung wichtig, weil ein falsch bezeichneter Vertrag als verdeckte Überlassung gewertet werden kann.

Dazu bei uns:Arbeitnehmerüberlassung

Arbeitskleidung

DienstkleidungUniformPSA

Die vom Arbeitgeber gestellte Kleidung im Sicherheitsdienst — einheitlich, erkennbar und nicht mit Behörden verwechselbar.

Dienstkleidung erfüllt drei Zwecke: Sie macht das Personal ansprechbar, schützt bei Außeneinsätzen und trennt es sichtbar von staatlichen Kräften — Letzteres ist Pflicht, Verwechselbarkeit mit Polizei ist unzulässig. Auf Baustellen kommt die persönliche Schutzausrüstung hinzu: Helm, Warnweste, Sicherheitsschuhe, je nach Lage Gehör- und Augenschutz. Tariflich ist teils eine Reinigungspauschale vorgesehen, wenn die Reinigung nicht der Arbeitgeber übernimmt.

Dazu bei uns:Karriere

Arbeitsschutz

DGUVUnfallverhütungsvorschriftArbeitssicherheit

Alle Maßnahmen, die Beschäftigte vor Unfällen und arbeitsbedingten Erkrankungen schützen — gesetzliche Pflicht jedes Arbeitgebers.

Grundlage sind das Arbeitsschutzgesetz und die Vorschriften der Berufsgenossenschaften; für Wach- und Sicherheitsdienste gibt es eigene Regeln, etwa zu Alleinarbeit, Beleuchtung und Notrufmöglichkeiten. Pflicht sind Gefährdungsbeurteilung, Unterweisung, persönliche Schutzausrüstung und die Dokumentation von Unfällen. Auf Baustellen kommt die Abstimmung mit dem Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator hinzu.

Dazu bei uns:Baulogistik

Aufschließdienst

VerschlussdienstÖffnungs- und SchließdienstSchließdienst

Das Öffnen und Verschließen von Gebäuden zu festen Zeiten, verbunden mit einer kurzen Kontrolle von Türen, Fenstern und Anlagen.

Der Aufschließ- und Verschlussdienst ist die günstigste Form der Objektbetreuung: Statt einer dauerhaften Besetzung kommt eine Kraft morgens und abends, öffnet oder schließt, kontrolliert Fluchtwege, Beleuchtung und Verschlussstellen und dokumentiert Auffälligkeiten. Typisch ist er bei Verwaltungsgebäuden, Schulen, Sportanlagen und Einkaufslagen. Häufig wird er mit der Schlüsselverwaltung und einer Alarmaufschaltung kombiniert.

Dazu bei uns:Aufschließ- und Verschlussdienste

Auftragsverarbeitung

AVVAuftragsverarbeitungsvertragArt. 28 DSGVO

Der Vertrag, der regelt, wie ein Dienstleister personenbezogene Daten im Auftrag seines Kunden verarbeitet.

Sobald ein Sicherheitsdienstleister Besucherlisten führt, Videobilder sichtet oder Vorfälle mit Namen dokumentiert, verarbeitet er personenbezogene Daten für den Auftraggeber — und braucht dafür einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO. Darin stehen Zweck, Umfang, Löschfristen, technische und organisatorische Maßnahmen und die Pflicht zur Verschwiegenheit. Auftraggeber, die ihn vergessen, haften selbst: die Verantwortung für die Daten bleibt bei ihnen.

Dazu bei uns:DatenschutzVideoüberwachung

Aufzugmanagement

BauaufzugAufzugbefreiungPersonenbefreiung

Die Steuerung von Bau- und Gebäudeaufzügen samt Einweisung, Belegungsplanung und Befreiung eingeschlossener Personen.

Auf Hochbaustellen ist der Aufzug der Engpass: Wer ihn wann für welches Material nutzt, entscheidet über den Takt aller Gewerke. Das Aufzugmanagement plant Belegungen, weist Bediener ein und übernimmt die Befreiung eingeschlossener Personen — eine Leistung, die auch Gebäudebetreiber rund um die Uhr vorhalten müssen. Dokumentiert werden Störungen, Prüffristen und Einweisungen.

Dazu bei uns:Schlüssel- und Aufzugmanagement

B

Backstage-Bereich

ProduktionsbereichKünstlerbereichZonenkonzept

Der nicht öffentliche Bereich einer Veranstaltung, dessen Zugang über Zonen und Ausweise gesteuert wird.

Hinter der Bühne treffen Technik, Produktion, Künstler, Catering und Presse aufeinander — jede Gruppe mit anderer Berechtigung. Das Zonenkonzept legt fest, welcher Ausweis wohin führt; der Sicherheitsdienst kontrolliert an den Übergängen und dokumentiert Ausnahmen. Zwei Fehler kommen immer wieder vor: zu viele Vollzugänge und Zonen, die niemand kontrolliert — beides macht das Konzept wertlos.

Dazu bei uns:VeranstaltungsschutzAkkreditierung

Baulogistik

Baustellenlogistik

Die Steuerung aller Abläufe auf einer Baustelle, die nicht das Bauen selbst sind: Zufahrten, Materialflüsse, Flächen, Entsorgung, Verkehr und Sicherheit.

Auf Großbaustellen entscheidet die Logistik über den Takt: Wer wann welche Zufahrt nutzt, wo Material zwischenlagert, wie Container getauscht werden und wie Fußgänger und Verkehr geführt werden. Baulogistik bündelt diese Aufgaben in einer Hand — von der Logistikplanung über Zutrittskontrolle und Flächenmanagement bis zur Entsorgung und zum Sanitätsdienst. Der Nutzen ist messbar: weniger Stillstand, weniger Beschädigungen, weniger Streit an der Schnittstelle zwischen den Gewerken.

Dazu bei uns:BaulogistikLogistikplanungEntsorgungBerufsbild Baulogistik

Baustellenbewachung

BaustellenschutzBaustellensicherung

Der Schutz von Baustellen gegen Diebstahl, Vandalismus und unbefugtes Betreten — meist nachts, am Wochenende und in Stillstandszeiten.

Baustellen sind offen, wechselnd besetzt und voller wertvoller Technik: Kabel, Werkzeug, Kraftstoff und Maschinen verschwinden regelmäßig, und jeder Diebstahl kostet neben dem Material auch Bauzeit. Die Bewachung reicht von Streifen in festen Intervallen über die Nachtbesetzung bis zur Kombination aus Videotechnik und Alarmverfolgung. Dazu gehört auch die Kontrolle, ob Absperrungen und Beleuchtung nach den Vorgaben stehen.

Dazu bei uns:BaustellenbewachungKontrollfahrten nach RSA 21

Baustellenordnung

BaustellenregelnHausordnung Baustelle

Das Regelwerk des Bauherrn für alle, die die Baustelle betreten: Anmeldung, Schutzausrüstung, Wege, Verbote.

Die Baustellenordnung ist die Grundlage, auf der Zutrittskontrolle überhaupt durchsetzbar ist: Sie verlangt Anmeldung und Unterweisung, schreibt Schutzausrüstung vor, regelt Fahrwege, Rauchverbote, Alkoholverbot und den Umgang mit Fotos. Der Sicherheitsdienst setzt sie im Namen des Bauherrn durch — deshalb muss sie schriftlich vorliegen und ausgehängt sein. Wo sie fehlt, kann niemand jemanden vom Gelände weisen.

Dazu bei uns:Zutrittskontrolle in der BaulogistikHausrecht

Bauzaun

AbsperrungBaustellenumzäunung

Die Umzäunung einer Baustelle — erste und wirksamste Schutzmaßnahme gegen unbefugtes Betreten.

Ein vollständiger, standsicherer Bauzaun mit kontrollierten Toren ist billiger als jede Bewachung und Voraussetzung dafür, dass sie wirkt: Wo Lücken bleiben, nützt die beste Streife nichts. Zur Kontrolle gehört, Zaunfelder, Tore, Schlösser und Beschilderung regelmäßig zu prüfen und Schäden sofort zu melden. Bei Arbeitsstellen im Straßenraum kommen die Vorgaben der RSA 21 zur Absicherung hinzu.

Dazu bei uns:Baustellenbewachung

BDSW

Bundesverband der Sicherheitswirtschaft

Der Bundesverband der Sicherheitswirtschaft — die zentrale Arbeitgeber- und Fachvertretung der privaten Sicherheitsdienstleister in Deutschland.

Der BDSW vertritt die Branche gegenüber Politik und Behörden, führt die Tarifverhandlungen auf Arbeitgeberseite und veröffentlicht die Übersichten zu Entgelten und Qualifikationen, die in Ausschreibungen als Bezugsgröße dienen. Für Auftraggeber ist die Mitgliedschaft ein Anhaltspunkt für Tarifbindung und Qualitätsstandards. Verbindlich sind aber immer die Landestarifverträge in ihrer aktuellen Fassung, nicht die Bundesübersicht.

Begehungsprotokoll

ObjektbegehungsberichtMängelbericht

Die schriftliche Aufnahme dessen, was bei einer Begehung festgestellt wurde — mit Ort, Zeit, Mangel und Foto.

Ein Begehungsprotokoll unterscheidet sich vom Wachbuch: Es hält gezielt den Zustand fest — blockierte Fluchtwege, defekte Beleuchtung, offene Fenster, beschädigte Zäune — und benennt, wer den Mangel abstellen muss. Für Auftraggeber ist es das wichtigste Steuerungsinstrument, weil daraus Aufträge und Fristen entstehen. Ohne Foto und Zeitstempel verliert es im Streitfall seinen Wert.

Dazu bei uns:ObjektschutzKontrollgang

Bereitschaftsdienst

RufbereitschaftNotdienst

Die Verpflichtung, außerhalb der regulären Dienstzeit erreichbar zu sein und bei Bedarf kurzfristig anzutreten.

Bereitschaft und Rufbereitschaft sind arbeitsrechtlich zu unterscheiden: Bereitschaftsdienst am Ort ist in der Regel Arbeitszeit, Rufbereitschaft von zu Hause grundsätzlich nicht — mit Folgen für Vergütung und Ruhezeiten. Für Auftraggeber ist die Zusage wichtig, in welcher Zeit eine Kraft im Ernstfall vor Ort ist. Ohne festgelegte Reaktionszeit ist eine Bereitschaftszusage wertlos.

Dazu bei uns:Interventionsdienste

Besucherlenkung

Crowd ManagementBesucherstromlenkung

Das planvolle Führen großer Personenmengen, damit Wege nicht überlaufen und Gefahrenstellen nicht entstehen.

Besucherlenkung ist der Kern der Veranstaltungssicherheit: Wo verengt sich ein Weg, wo kreuzen sich Ströme, wo entsteht Rückstau, wie leert sich der Ort nach dem Ende? Geplant wird mit Kapazitätsannahmen und Wegebreiten, gesteuert wird vor Ort mit Präsenz, Absperrung, Ansage und rechtzeitiger Öffnung von Reserven. Der häufigste Fehler ist der Blick nur auf den Einlass — die kritischen Minuten liegen meist beim Verlassen.

Dazu bei uns:VeranstaltungsschutzSicherheitskonzept

Betriebssanitäter

SanitätsdienstWerksanitäter

Eine Kraft mit sanitätsdienstlicher Ausbildung, die auf Baustellen, in Betrieben oder bei Veranstaltungen die Erstversorgung sicherstellt.

Ab einer bestimmten Betriebsgröße und bei erhöhter Gefährdung verlangt das Regelwerk der Unfallversicherung mehr als Ersthelfer: Betriebssanitäter mit anerkannter Ausbildung, ausgestatteter Sanitätsstation und dokumentierter Erreichbarkeit. Auf Großbaustellen ist der Sanitätsdienst zugleich die Schnittstelle zum Rettungsdienst — er kennt die Zufahrten, die Rettungswege und die Ansprechpartner der Gewerke. Bei Veranstaltungen richtet sich der Umfang nach Besucherzahl, Art und Risiko.

Dazu bei uns:Sanitätsdienst in der BaulogistikOffene Stellen

Bewacherregister

BWRBewacherregisterauskunft

Das bundesweite elektronische Register, in dem Bewachungsunternehmen und ihr eingesetztes Wachpersonal geführt werden.

Seit 2019 muss jedes Bewachungsunternehmen sich selbst und jede Wachperson vor dem Einsatz im Bewacherregister eintragen; die Behörden prüfen darüber Zuverlässigkeit und Qualifikation. Jede eingetragene Person erhält eine Bewacher-ID, die in Ausschreibungen und bei Kontrollen abgefragt werden kann. Für Auftraggeber ist das Register das schnellste Mittel, um zu prüfen, ob eingesetztes Personal überhaupt eingesetzt werden darf.

Dazu bei uns:Qualifikation unserer Kräfte

Bewachungserlaubnis

Erlaubnis nach § 34aGewerbeerlaubnis Bewachung

Die behördliche Erlaubnis, ein Bewachungsgewerbe zu betreiben — Voraussetzung für jede gewerbliche Bewachung.

Die Erlaubnis erteilt die zuständige Behörde nach Prüfung von Zuverlässigkeit, Sachkunde und Haftpflichtversicherung; sie wird im Bewacherregister geführt. Ohne sie darf niemand fremdes Eigentum oder Leben gewerblich bewachen — auch nicht als Subunternehmer. Auftraggeber sollten sie zusammen mit dem Versicherungsnachweis und der Registerauskunft vor Vertragsschluss einsehen.

Dazu bei uns:Unser Unternehmen

Bewachungsverordnung

BewachV

Die Verordnung, die zum Bewachungsgewerbe die Details regelt: Unterrichtung, Sachkundeprüfung, Dienstausweis, Kennzeichnung, Haftpflicht und Buchführung.

Während § 34a der Gewerbeordnung die Erlaubnispflicht regelt, füllt die Bewachungsverordnung sie aus. Sie legt Umfang und Inhalt der 40-stündigen Unterrichtung und der Sachkundeprüfung fest, verlangt einen Dienstausweis mit Bewacher-ID, schreibt eine Haftpflichtversicherung mit Mindestsummen vor und regelt, welche Aufzeichnungen ein Bewachungsunternehmen führen muss. Wer Angebote vergleicht, findet hier die Mindestanforderungen, die kein Anbieter unterbieten darf.

Dazu bei uns:§ 34a GewO

Bodycam

Körperkamera

Eine am Körper getragene Kamera, die Einsätze auf Ansage aufzeichnet und dadurch deeskalierend wirken kann.

Bodycams sind kein Freibrief: Der Einsatz braucht ein berechtigtes Interesse, klare Ansage vor der Aufzeichnung, ein Löschkonzept, Zugriffsregeln und die Aufnahme in das Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten. Richtig eingesetzt senken sie Angriffe auf Personal und liefern belastbare Belege in Streitfällen. Dauerbetrieb ohne Anlass ist unzulässig.

Dazu bei uns:Datenschutz

Brandmeldeanlage

BMA

Die fest installierte Anlage, die einen Brand automatisch erkennt, im Gebäude alarmiert und die Meldung weiterleitet.

Eine Brandmeldeanlage besteht aus Meldern, Zentrale, Alarmierungseinrichtungen und der Übertragung zur Feuerwehr oder Leitstelle. Sie ist in vielen Gebäudearten baurechtlich vorgeschrieben und muss regelmäßig geprüft und instandgehalten werden. Fällt sie aus oder wird sie bei Arbeiten mit Funkenflug abgeschaltet, verlangt die Auflage in der Regel eine Brandwache als Ersatzmaßnahme.

Dazu bei uns:Brandwachen

Brandschutzhelfer

BrandschutzhelferausbildungLöschhilfe

Beschäftigte, die im Brandfall Entstehungsbrände bekämpfen und die Räumung unterstützen — in vorgeschriebener Zahl.

Betriebe müssen eine ausreichende Zahl an Brandschutzhelfern ausbilden; als Richtwert gilt ein Anteil der Beschäftigten, bei erhöhter Gefährdung mehr. Die Ausbildung umfasst Theorie und praktische Löschübung und wird regelmäßig aufgefrischt. Sicherheitsdienste bringen diese Qualifikation häufig mit — sie ist nicht mit der Brandwache zu verwechseln, die eine eigene, zeitlich begrenzte Aufgabe hat.

Dazu bei uns:Brandwachen

Brandwache

BrandsicherheitswacheBrandposten

Eine Person oder ein Team, die während und nach gefährlichen Arbeiten oder bei ausgefallenem Brandschutz vor Ort wachen und im Ernstfall sofort eingreifen.

Brandwachen werden angeordnet, wenn heiße Arbeiten wie Schweißen, Schneiden oder Löten Funkenflug erzeugen, wenn eine Brandmeldeanlage außer Betrieb ist oder wenn eine Versammlungsstätte es verlangt. Die Wache kontrolliert die Umgebung, hält Löschmittel bereit, alarmiert bei Rauchentwicklung sofort und bleibt auch nach Arbeitsende die vorgeschriebene Nachwachzeit vor Ort — dort entstehen die meisten Schwelbrände. Umfang und Dauer stehen in der Erlaubnis für die heißen Arbeiten oder in der Auflage der Behörde.

Dazu bei uns:Brandwachen

C

Citystreife

StadtstreifeInnenstadtstreife

Fußstreifen im öffentlichen Verkehrsraum, meist im Auftrag von Kommunen, Verbänden oder Einkaufslagen.

Citystreifen zeigen Präsenz, sprechen Störungen an, informieren und melden Mängel an die Kommune. Weil hier im öffentlichen Verkehrsraum kontrolliert wird, ist die Sachkundeprüfung nach § 34a vorgeschrieben — die Unterrichtung genügt nicht. Erfolgreich sind Streifen, die eng mit Ordnungsamt, Polizei und Gewerbetreibenden abgestimmt sind.

Dazu bei uns:Mobile Sicherheit

D

Deeskalation

Konfliktmanagement

Das gezielte Herunterfahren einer angespannten Lage mit Sprache, Abstand und Haltung — bevor körperliches Eingreifen nötig wird.

Deeskalation ist die Kernkompetenz im Sicherheitsdienst und wird in der Unterrichtung nach § 34a und in internen Schulungen geübt: ruhige Stimme, klare Ansage, Abstand halten, Ausweg lassen, keine Zuschauerbühne bauen. Wer deeskalieren kann, verhindert Verletzungen, Sachschäden und Anzeigen — und schützt zugleich das eigene Unternehmen vor Haftungsfragen. Im Einsatzbericht wird der Verlauf dokumentiert, weil er später die Bewertung der Situation belegt.

Dazu bei uns:Präventionsschutz im Einzelhandel

Diebstahlschutz

InventurdifferenzWarensicherung

Alle Maßnahmen, die Warenverluste im Einzelhandel verhindern — durch Präsenz, Beobachtung, Technik und geschulte Abläufe.

Warenverluste entstehen nicht nur durch Kundendiebstahl, sondern auch an der Kasse, im Wareneingang und in der Entsorgung. Wirksamer Diebstahlschutz kombiniert deshalb sichtbare Präsenz, verdeckte Beobachtung, Videotechnik und klare Abläufe für den Fall einer Ansprache. Wichtig ist die rechtssichere Durchführung: Anhalten, Ansprache und Übergabe an die Polizei müssen dem Festnahmerecht entsprechen und dokumentiert werden.

Dazu bei uns:DiebstahlschutzBerufsbild Präventionsschutz

Dienstanweisung

DAObjektanweisung

Das objektbezogene Regelwerk, das für jede Position festlegt, was zu tun ist — Rundgänge, Meldewege, Verhalten in Störfällen.

Die Dienstanweisung ist das wichtigste Dokument im Objekt: Sie beschreibt Aufgaben, Zeiten, Kontrollpunkte, Ansprechpartner, Alarmierungsketten und die Grenzen der Befugnisse. Sie wird gemeinsam mit dem Auftraggeber erstellt, bei jeder Änderung fortgeschrieben und jeder eingesetzten Kraft nachweislich zur Kenntnis gegeben. Ohne aktuelle Dienstanweisung ist im Streitfall nicht belegbar, was vereinbart war.

Dazu bei uns:Objektschutz

Dienstausweis

BewacherausweisBewacher-ID

Der vorgeschriebene Ausweis, den jede Wachperson im Dienst mitführen und auf Verlangen zeigen muss.

Der Dienstausweis nennt Name, Lichtbild, das Bewachungsunternehmen und die Bewacher-ID aus dem Bewacherregister. Er ist Pflicht nach der Bewachungsverordnung und das einfachste Kontrollmittel für Auftraggeber: Wer keinen zeigen kann, darf nicht im Dienst sein. Zur Kennzeichnungspflicht gehört außerdem, dass Uniformen nicht mit staatlichen Kräften verwechselbar sein dürfen.

Dazu bei uns:Bewacherregister

Diensthund

WachhundSchutzhundHundeführer

Ein ausgebildeter Hund im Sicherheitsdienst, geführt von einer gesondert qualifizierten Person.

Diensthunde erhöhen die Wirkung einer Streife erheblich — vor allem auf großen Flächen wie Baustellen, Lagerplätzen und Industriegeländen. Voraussetzung sind ein geprüfter Schutzhund, ein qualifizierter Hundeführer, Haftpflichtdeckung und klare Regeln für den Einsatz; tariflich gibt es dafür eine eigene Zulage sowie Futter- und Pflegegeld. Wo Publikumsverkehr herrscht, ist der Einsatz sorgfältig abzuwägen.

Dazu bei uns:BaustellenbewachungRevierdienste

DIN 77200

DIN 77200-1

Die deutsche Norm mit Anforderungen an Sicherheitsdienstleistungen — vom Personal über die Einsatzsteuerung bis zur Dokumentation.

Die DIN 77200 beschreibt, was eine ordentliche Sicherheitsdienstleistung ausmacht: Qualifikation und Auswahl des Personals, Dienstanweisungen, Einsatzplanung, Nachweise, Notfallabläufe und Kontrollen. Sie ist keine Rechtsvorschrift, wird aber in Ausschreibungen häufig als Anforderung gesetzt und ist zertifizierbar. Für Auftraggeber ist sie eine bequeme Abkürzung: Statt jede Einzelheit selbst zu beschreiben, verweist man auf die Norm.

Dazu bei uns:Unsere Zertifizierungen

Doorman

TürsteherEinlasspersonal

Sicherheitspersonal am Eingang von Gaststätten, Clubs oder Veranstaltungen, das über den Zutritt entscheidet und das Hausrecht durchsetzt.

Der Doorman kontrolliert Alter, Zutrittsberechtigung und Zustand der Gäste, weist im Namen des Betreibers ab und deeskaliert am kritischsten Punkt des Abends. Weil hier regelmäßig in Rechte Dritter eingegriffen wird, verlangt die Gewerbeordnung für diese Tätigkeit die Sachkundeprüfung nach § 34a — die Unterrichtung genügt nicht. Sorgfältige Dokumentation von Abweisungen und Vorfällen schützt Betreiber und Personal.

Dazu bei uns:Veranstaltungsschutz

E

Einbruchmeldeanlage

EMAAlarmanlageEinbruchmeldetechnik

Die technische Anlage, die unbefugtes Eindringen erkennt und einen Alarm auslöst oder weiterleitet.

Eine Einbruchmeldeanlage besteht aus Melde-, Zentral- und Übertragungstechnik und wird nach Sicherungsklassen geplant — je höher das Risiko, desto engmaschiger die Überwachung. Ihre Wirkung entsteht erst mit der Reaktion: ohne Aufschaltung auf eine Leitstelle und ohne vereinbarte Alarmverfolgung bleibt der Alarm ein Geräusch. Versicherer verlangen für Rabatte häufig Anlagen nach VdS-Richtlinien und den Nachweis der Instandhaltung.

Dazu bei uns:Interventionsdienste

Eingriffszeit

ReaktionszeitAnfahrtszeit

Die vertraglich zugesagte Zeit von der Alarmmeldung bis zum Eintreffen der Interventionskraft am Objekt.

Die Eingriffszeit ist die härteste Zahl in jedem Interventionsvertrag — sie entscheidet, ob ein Täter noch angetroffen wird. Sie hängt an Revierdichte, Fahrzeugzahl und Tageszeit und sollte mit Messwerten belegt, nicht versprochen werden. Wer Angebote vergleicht, sollte nach der tatsächlich erreichten mittleren Zeit und nach der Regelung bei Überschreitung fragen.

Dazu bei uns:Interventionsdienste

Einlasskontrolle

Zutrittskontrolle bei VeranstaltungenTicketkontrolle

Die Prüfung von Berechtigung, Ticket und mitgeführten Gegenständen am Eingang einer Veranstaltung oder eines Objekts.

Die Einlasskontrolle entscheidet über Tempo und Stimmung eines Einlasses: Sie muss zügig sein, aber verlässlich — Ticketprüfung, Handkontrolle und Taschenkontrolle nach der Hausordnung, Umgang mit verbotenen Gegenständen und die Trennung von Besucherströmen. Grundlage ist das Hausrecht des Veranstalters, das das Personal in seinem Namen ausübt. Bei Großveranstaltungen wird die Kontrolldichte im Sicherheitskonzept festgelegt und mit Polizei und Ordnungsamt abgestimmt.

Dazu bei uns:VeranstaltungsschutzBerufsbild Veranstaltungen

Einsatzbericht

VorfallmeldungEreignismeldungWachbericht

Die schriftliche Darstellung eines Vorfalls: was geschah, wann, wer war beteiligt, was wurde getan.

Ein guter Einsatzbericht ist nüchtern, vollständig und frei von Wertungen — er wird später von Auftraggebern, Versicherern, Anwälten und manchmal Gerichten gelesen. Festgehalten werden Zeitpunkte, Beobachtungen, getroffene Maßnahmen und die Personen, die informiert wurden. Weil Berichte personenbezogene Daten enthalten, brauchen sie Zugriffsregeln und Löschfristen.

Dazu bei uns:Objektschutz

Einsatzleiter

ObjektleiterWachleiterSchichtführer

Die Führungskraft, die einen Standort oder ein Objekt verantwortet: Personal, Dienstplan, Qualität und der direkte Kontakt zum Auftraggeber.

Der Einsatz- oder Objektleiter ist das Gesicht des Dienstleisters vor Ort. Er besetzt Dienste, weist neue Kräfte ein, kontrolliert die Einhaltung der Dienstanweisung, bearbeitet Vorfälle und ist erste Anlaufstelle, wenn etwas nicht passt. Gute Objektleitung zeigt sich weniger im Alltag als in der Ausnahme: bei Krankmeldungen, Sonderlagen und kurzfristigen Anforderungen.

Dazu bei uns:Berufsbild Einsatzleitung

Empfangsdienst

RezeptionsdienstBesuchermanagementFront Office

Der bewachte und serviceorientierte Empfang: Besucher anmelden, Ausweise ausgeben, Post und Telefon annehmen, Zutritte steuern.

Der Empfangsdienst verbindet Sicherheit mit Gastlichkeit — er ist der erste Eindruck des Unternehmens und gleichzeitig die Kontrollstelle für alle, die das Gebäude betreten. Zu den Aufgaben gehören Besucheranmeldung und -dokumentation, Ausweis- und Schlüsselausgabe, Telefonzentrale, Postbearbeitung und die Bedienung der Sicherheitstechnik. Weil Sprache und Auftreten hier entscheiden, werden Empfangskräfte gezielt ausgewählt und eingearbeitet.

Dazu bei uns:Empfangsdienste

Entsorgungskoordination

Abfallmanagement BaustelleContainerdienst

Die Steuerung aller Abfallströme auf einer Baustelle: Container, Fraktionen, Nachweise und die Einweisung der Gewerke.

Falsch getrennter Abfall ist auf Baustellen ein doppelter Kostentreiber: Die Entsorgung wird teurer, und die Nachweise stimmen nicht. Die Entsorgungskoordination stellt Container bereit, ruft sie rechtzeitig ab, weist die Gewerke ein, hält Sammelstellen begehbar und führt Entsorgungsnachweise und Lieferscheine. Auf Großbaustellen ist sie damit Teil der Baulogistik und arbeitet eng mit Bauleitung und Entsorgern zusammen.

Dazu bei uns:Entsorgung in der Baulogistik

Ersthelfer

Betriebliche ErsthelferErste Hilfe

Beschäftigte mit Erste-Hilfe-Ausbildung, die der Betrieb in vorgeschriebener Zahl bereithalten muss.

Die Unfallversicherungsträger geben vor, wie viele Ersthelfer je Betriebsgröße vorhanden sein müssen und in welchem Abstand die Ausbildung aufzufrischen ist. Bei höherem Risiko oder größerer Belegschaft reicht das nicht — dann sind Betriebssanitäter mit weitergehender Ausbildung nötig. Auf Baustellen und bei Veranstaltungen wird die Erste-Hilfe-Kette Teil des Sicherheitskonzepts.

Dazu bei uns:Sanitätsdienst

Eskalationsstufen

StufenplanEskalationsmatrix

Die vorab festgelegte Abfolge von Maßnahmen, mit der auf zunehmend schwere Lagen reagiert wird.

Stufen nehmen Entscheidungen aus dem Moment heraus: Stufe 1 Beobachten und melden, Stufe 2 Ansprechen und dokumentieren, Stufe 3 Hausrecht durchsetzen, Stufe 4 Polizei. Jede Stufe nennt die Befugnis, den Meldeweg und die Dokumentation. Der Nutzen zeigt sich im Nachgang: Wer nach Stufenplan gehandelt hat, kann sein Handeln erklären — auch gegenüber Gericht und Versicherer.

Dazu bei uns:DeeskalationEinsatzbericht

Evakuierung

RäumungEvakuierungshelferRäumungsübung

Das geordnete Verlassen eines Gebäudes oder Geländes im Gefahrenfall — geplant, geübt und geführt.

Eine Räumung gelingt nur, wenn sie vorbereitet ist: benannte Evakuierungshelfer, klare Alarmierung, bekannte Wege, Sammelstellen und eine Vollständigkeitskontrolle. Sicherheitspersonal führt Besucher und Beschäftigte, hält Wege frei und ist Ansprechpartner für die Feuerwehr. Regelmäßige Übungen zeigen zuverlässig die Schwachstellen, die im Plan nicht auffallen.

Dazu bei uns:SicherheitskonzeptBrandwachen

F

Fachkraft für Schutz und Sicherheit

FSSKSicherheitsfachkraftAusbildungsberuf Sicherheit

Der dreijährige anerkannte Ausbildungsberuf der Sicherheitsbranche mit IHK-Abschluss.

Die Ausbildung zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit vermittelt Rechtsgrundlagen, Sicherheitstechnik, Gefahrenabwehr, Kommunikation und kaufmännische Grundlagen und dauert drei Jahre. Sie ist die Grundlage für Führungsaufgaben in der Branche und wird in Ausschreibungen häufig für bestimmte Positionen verlangt. Wer bereits im Dienst steht, kann sie über die Externenprüfung nachholen; die Servicekraft für Schutz und Sicherheit ist die zweijährige Variante.

Dazu bei uns:Ausbildung bei StaffsecOffene Stellen

Fernüberwachung

Remote VideoRVSVideoaufschaltung

Die Überwachung eines Objekts aus der Ferne über Kameras, verbunden mit Lautsprecheransage und Alarmverfolgung.

Bei der Fernüberwachung sichtet eine Leitstelle Kamerabilder, sobald ein Melder auslöst, spricht Eindringlinge über Lautsprecher an und schickt bei Bedarf eine Interventionskraft. Für Freiflächen, Baustellen und Lagerplätze ist das oft die wirtschaftlichste Lösung: Technik ersetzt Wegezeit, ohne die Reaktion aufzugeben. Grenzen setzen Sicht, Beleuchtung, Netzverbindung — und der Datenschutz, denn dauerhafte Beobachtung öffentlicher Flächen ist unzulässig.

Dazu bei uns:InterventionsdiensteBaustellenbewachung

Festnahmerecht

Jedermannsrecht§ 127 StPOvorläufige Festnahme

Das Recht jeder Person, jemanden vorläufig festzuhalten, der auf frischer Tat betroffen und fluchtverdächtig oder nicht sofort identifizierbar ist.

Sicherheitspersonal hat keine Sonderrechte: Es handelt auf derselben Grundlage wie jede Privatperson — Festnahmerecht, Notwehr, Nothilfe und das vom Auftraggeber übertragene Hausrecht. Deshalb ist die saubere Anwendung so wichtig: Festhalten nur bei frischer Tat, nur so lange wie zur Feststellung der Identität oder bis zum Eintreffen der Polizei nötig, ohne unverhältnismäßige Gewalt. Jede Maßnahme wird im Bericht dokumentiert, weil sie im Nachhinein rechtlich bewertet wird.

Dazu bei uns:Diebstahlschutz

Flächenmanagement

Lagerflächen BaustelleFlächendisposition

Die Zuteilung und Überwachung von Lager-, Kran- und Verkehrsflächen auf einer Baustelle.

Fläche ist auf Baustellen die knappste Ressource. Das Flächenmanagement teilt Lagerplätze zu, hält Verkehrs- und Rettungswege frei, überwacht die Rückgabe und dokumentiert Belegungen — sonst wächst jedes Gewerk in den Weg des nächsten. Verbunden mit der Logistikplanung entsteht daraus ein Takt, der Kranzeiten und Anlieferungen zusammenführt.

Dazu bei uns:FlächenmanagementLogistikplanung

Flucht- und Rettungswege

RettungswegFluchtwegFlucht- und Rettungsplan

Die gekennzeichneten Wege, über die Menschen ein Gebäude im Gefahrenfall verlassen und über die Rettungskräfte hereinkommen.

Flucht- und Rettungswege müssen frei, beleuchtet, gekennzeichnet und jederzeit begehbar sein — genau das ist einer der häufigsten Kontrollpunkte im Objektschutz und bei Veranstaltungen. Zugeparkte Feuerwehrzufahrten, abgestellte Ware in Fluren oder verschlossene Notausgänge sind die Klassiker unter den Mängeln und im Ernstfall lebensgefährlich. Festgehalten werden sie im Flucht- und Rettungsplan, der auch die Sammelstellen ausweist.

Dazu bei uns:ObjektschutzVeranstaltungsschutz

Führungszeugnis

polizeiliches Führungszeugniserweitertes Führungszeugnis

Der behördliche Auszug aus dem Bundeszentralregister, der Eintragungen zu strafrechtlichen Verurteilungen ausweist.

Im Bewachungsgewerbe gehört ein einwandfreies Führungszeugnis zur Zuverlässigkeitsprüfung; ohne sie darf niemand eingesetzt werden. Für Tätigkeiten mit Kindern und Jugendlichen — etwa in Schulen oder in der pädagogischen Sicherheit — wird das erweiterte Führungszeugnis verlangt. Die Prüfung erfolgt nicht einmalig: Zuverlässigkeit wird wiederkehrend überprüft, und die Eintragung im Bewacherregister hängt davon ab.

Dazu bei uns:Pädagogische SicherheitKarriere

G

Gefährdungsbeurteilung

GefahrenanalyseRisikoanalyseSchutzbedarfsanalyse

Die systematische Untersuchung, welche Gefahren an einem Ort bestehen, wie wahrscheinlich sie sind und welche Maßnahmen sie wirksam senken.

Jedes belastbare Sicherheitskonzept beginnt mit einer Gefährdungsbeurteilung: Was ist zu schützen, wer oder was bedroht es, wie leicht ist es angreifbar, welcher Schaden entstünde? Aus der Bewertung folgt die Auswahl der Maßnahmen — bauliche, technische, organisatorische und personelle — in dieser Reihenfolge, weil Personal die teuerste und flexibelste Ressource ist. Für Arbeitsschutz ist die Gefährdungsbeurteilung ohnehin Pflicht des Arbeitgebers.

Dazu bei uns:SicherheitskonzeptKRITIS

Generalunternehmerhaftung

NachunternehmerhaftungMindestlohnhaftung

Die Haftung des Auftraggebers dafür, dass auch Nachunternehmer den Mindestlohn und Sozialabgaben zahlen.

Wer eine Leistung weitervergibt, haftet nach dem Mindestlohngesetz und dem Arbeitnehmer-Entsendegesetz für die Löhne der eingesetzten Kräfte seiner Nachunternehmer — unabhängig von der eigenen Zahlung. Deshalb verlangen sorgfältige Auftraggeber Unbedenklichkeitsbescheinigungen, Nachweise zur Tarifbindung und die Vorlage von Stundenaufzeichnungen. Auffällig günstige Angebote sind hier ein Risiko, nicht ein Schnäppchen.

Dazu bei uns:Unser Unternehmen

Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft

GSSKServicekraft für Schutz und Sicherheit

Eine IHK-Qualifikation oberhalb der Sachkundeprüfung, die für anspruchsvollere Aufgaben im Werkschutz und Objektschutz verlangt wird.

Die Qualifikationsstufen der Branche sind gestaffelt: Unterrichtung, Sachkundeprüfung, Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft, Fachkraft und Meister für Schutz und Sicherheit. Die GSSK ist der Nachweis, dass eine Kraft über die Sachkunde hinaus geschult ist — in Ausschreibungen taucht sie oft für Werkschutzpositionen und Leitstellen auf. Wichtig beim Vergleich von Angeboten: Diese Stufen sind tariflich unterschiedlich bewertet, ein höherer Qualifikationsanspruch bedeutet also auch einen höheren Stundenverrechnungssatz.

Dazu bei uns:Werkschutz

H

Haftpflichtversicherung

BetriebshaftpflichtVersicherungssummeDeckungssumme

Die für Bewachungsunternehmen vorgeschriebene Versicherung gegen Schäden aus der Tätigkeit — mit gesetzlichen Mindestsummen.

Die Bewachungsverordnung schreibt eine Haftpflichtversicherung mit Mindestdeckungssummen vor, getrennt für Personen-, Sach-, Vermögens- und Abhandenkommensschäden — Letzteres betrifft anvertraute Schlüssel. Auftraggeber sollten die aktuelle Bestätigung anfordern und prüfen, ob die Summen zum Risiko passen: Bei einem Schlüsselverlust in einer großen Schließanlage geht es schnell um sechsstellige Beträge. Der Nachweis gehört zu jeder Präqualifikation.

Dazu bei uns:SchlüsselverwaltungPräqualifikation

Hausrecht

HausverbotHausordnung

Das Recht des Eigentümers oder Besitzers, zu bestimmen, wer sich in seinen Räumen und auf seinem Gelände aufhalten darf.

Sicherheitspersonal übt das Hausrecht nicht selbst aus, sondern im Namen des Auftraggebers — deshalb muss die Übertragung schriftlich geregelt sein und in der Dienstanweisung stehen. Auf dieser Grundlage werden Zutritt verweigert, Personen des Geländes verwiesen und Hausverbote ausgesprochen. Wo Räume dem allgemeinen Publikumsverkehr geöffnet sind, gelten zusätzliche Grenzen: Der Ausschluss darf nicht willkürlich oder diskriminierend erfolgen.

Dazu bei uns:Objektschutz

I

Interventionsdienst

InterventionEingriffsdienst

Der Dienst, der nach einer Alarm- oder Störmeldung anfährt, die Lage klärt und die vereinbarten Maßnahmen einleitet.

Der Interventionsdienst ist das Gegenstück zur Technik: Er macht aus einer Meldung eine Handlung. Typische Einsätze sind Einbruchalarme, technische Störungen, offene Türen bei der Revierkontrolle und Ruhestörungen. Vertraglich sind Eingriffszeit, Erreichbarkeit, Ausrüstung und der Ablauf bei Feststellungen zu regeln — gerade die Eingriffszeit ist der Punkt, an dem Angebote sich real unterscheiden.

Dazu bei uns:Revier- und Interventionsdienste

Inventurdifferenz

WarenschwundSchwundquote

Die Differenz zwischen buchhalterischem und tatsächlichem Warenbestand — die Kennzahl für Verluste im Handel.

Inventurdifferenzen entstehen durch Kundendiebstahl, interne Verluste, Fehler an der Kasse und im Wareneingang sowie durch Verderb. Wer sie senken will, braucht Zahlen je Warengruppe und Filiale, nicht Bauchgefühl — erst dann lässt sich entscheiden, ob Präsenz, Technik oder Prozessänderung wirkt. Sicherheitsdienstleistungen im Handel werden zunehmend an dieser Kennzahl gemessen.

Dazu bei uns:Diebstahlschutz

ISO 9001

QualitätsmanagementsystemQM-System

Die internationale Norm für Qualitätsmanagementsysteme — nachweisbar geordnete Abläufe, Zuständigkeiten und Verbesserung.

Eine Zertifizierung nach ISO 9001 belegt, dass ein Unternehmen seine Prozesse beschrieben hat, Verantwortlichkeiten geregelt sind, Fehler erfasst und abgestellt werden und ein externer Prüfer das regelmäßig kontrolliert. In öffentlichen Vergaben ist sie häufig Eignungskriterium oder wird mit Punkten bewertet. Für Sicherheitsdienstleistungen wird sie oft zusammen mit der DIN 77200 verlangt.

Dazu bei uns:Unser Unternehmen

ISPS-Code

HafensicherheitSeehafensicherung

Das internationale Regelwerk zur Gefahrenabwehr in der Schifffahrt und in Hafenanlagen.

Der ISPS-Code verlangt für Hafenanlagen Sicherheitspläne, benannte Beauftragte, Zutrittsregelungen und abgestufte Sicherheitsstufen. Für eingesetztes Personal bedeutet das zusätzliche Überprüfungen, Schulungen und strenge Ausweis- und Zufahrtskontrollen. Sicherheitsdienstleister im Hafenumfeld arbeiten damit in einem stärker regulierten Rahmen als im übrigen Objektschutz.

Dazu bei uns:KRITIS-Schutz

K

Kapazitätsberechnung

Besucherkapazitätzulässige Besucherzahl

Die Ermittlung, wie viele Menschen sich in einem Bereich aufhalten dürfen — begrenzt durch Fläche und Rettungswegbreiten.

Die zulässige Besucherzahl folgt nicht dem Wunsch des Veranstalters, sondern zwei Größen: der nutzbaren Fläche je Person und der Breite der Rettungswege, über die alle in vorgegebener Zeit ins Freie kommen. Die Landesverordnung für Versammlungsstätten gibt die Maßstäbe vor; das Sicherheitskonzept dokumentiert die Rechnung. Wer die Zahl überschreitet, riskiert Untersagung — und im Schadensfall die persönliche Verantwortung.

Dazu bei uns:VersammlungsstättenverordnungVeranstaltungsschutz

Kassenzone

CheckoutKassenbereich

Der Bereich rund um die Kassen — im Einzelhandel die Stelle, an der die meisten Verluste entstehen und entdeckt werden.

In der Kassenzone entscheidet sich ein großer Teil der Inventurdifferenz: nicht gescannte Ware, manipulierte Rückgaben, Fehlbuchungen, aber auch die letzte Gelegenheit, einen Diebstahl zu bemerken. Präventionsschutz arbeitet hier mit Sichtachsen, Präsenz zu Spitzenzeiten und Abläufen, die Personal nicht in Konflikte zwingt. Kontrollen von Beschäftigten unterliegen dem Beschäftigtendatenschutz und brauchen eine Grundlage.

Dazu bei uns:DiebstahlschutzInventurdifferenz

Kommissionierer

LagerhelferKommissionierung

Eine Kraft, die Waren nach Auftrag aus dem Lager zusammenstellt, kontrolliert und für den Versand bereitstellt.

Kommissionieren ist Präzisionsarbeit unter Zeitdruck: Artikel finden, Menge prüfen, Bestand buchen, richtig verpacken. Fehler wandern direkt zum Kunden und kosten mehr als die eingesparte Minute. Üblich sind Scanner- oder Pick-by-Voice-Systeme; in vielen Lagern gehört der Staplerschein zur gesuchten Zusatzqualifikation.

Dazu bei uns:KommissioniererOffene Stellen

Kontrollfahrt

Kontrollfahrten RSA 21BaustellenkontrolleVerkehrssicherungskontrolle

Die regelmäßige Überprüfung von Baustellenabsicherungen, Verkehrszeichen, Leitsystemen und Beleuchtung im Straßenraum.

Wer eine Arbeitsstelle an einer Straße einrichtet, muss ihre Absicherung überwachen — die Richtlinien für die Sicherung von Arbeitsstellen (RSA 21) verlangen Kontrollen in festgelegten Abständen und deren Dokumentation. Kontrollfahrer prüfen Standort und Sichtbarkeit der Zeichen, tauschen Batterien, richten verschobene Absperrungen und melden Mängel sofort. Die Berichte sind zugleich der Nachweis gegenüber Auftraggeber, Straßenbaubehörde und Versicherung.

Dazu bei uns:Kontrollfahrten und VerkehrssicherungOffene Stellen

Kontrollgang

RundgangStreifengangWächterkontrollsystem

Der planmäßige Gang durch ein Objekt entlang festgelegter Kontrollpunkte, meist elektronisch nachgewiesen.

Kontrollgänge prüfen Verschlussstellen, Fluchtwege, Technikräume, Beleuchtung und Auffälligkeiten. Damit sie nachweisbar sind, werden Kontrollpunkte elektronisch quittiert — über Wächterkontrollsysteme, NFC-Punkte oder App. Wichtig ist unregelmäßige Zeitwahl: Ein Rundgang, der immer um dieselbe Minute stattfindet, ist für Täter kalkulierbar und verliert seine Wirkung.

Dazu bei uns:ObjektschutzRevierdienste

Krisenmanagement

KrisenstabNotfallmanagementBCM

Die vorbereitete Organisation für Lagen, die den normalen Betrieb überschreiten — mit Stab, Rollen und Meldewegen.

Krisenmanagement wird nicht in der Krise erfunden: Es braucht einen benannten Stab, klare Rollen, Alarmierungslisten, Lagebild, Kommunikationswege nach innen und außen sowie geübte Abläufe. Die Fortsetzung des Betriebs — Business Continuity — gehört dazu: Welche Prozesse müssen wie schnell wieder laufen? Physische Sicherheit ist dabei ein Baustein neben IT, Kommunikation und Personal.

Dazu bei uns:KRITIS

KRITIS

Kritische InfrastrukturenNIS2

Anlagen und Einrichtungen, deren Ausfall die Versorgung der Bevölkerung erheblich stören würde — mit besonderen Sicherheitspflichten.

Zu den kritischen Infrastrukturen zählen unter anderem Energie, Wasser, Gesundheit, Verkehr, Ernährung, Finanzen und digitale Infrastruktur. Für Betreiber gelten erhöhte Anforderungen an Zutrittsschutz, Personalzuverlässigkeit, Dokumentation und Notfallplanung; die europäische NIS2-Richtlinie erweitert die Pflichten und den Kreis der Betroffenen deutlich. Für den physischen Schutz heißt das in der Praxis: geprüftes Personal, lückenlose Nachweise und abgestimmte Abläufe mit Behörden.

Dazu bei uns:KRITIS-Schutz

Kündigungsfrist

VertragslaufzeitVerlängerungsklausel

Die Frist, mit der ein Dienstleistungsvertrag beendet werden kann — bei Sicherheitsverträgen oft an eine Laufzeit gekoppelt.

Übliche Modelle sind eine Grundlaufzeit mit anschließend monatlicher Kündigung oder eine Verlängerung um jeweils ein Jahr, wenn nicht rechtzeitig gekündigt wird. Für Auftraggeber ist die Frist ein Qualitätshebel: Wer zu lange gebunden ist, kann auf schlechte Leistung nicht reagieren; wer zu kurz bindet, bekommt keine eingearbeiteten Stammkräfte. Wichtig ist die Regelung zur Übergabe: Schlüssel, Dokumentation und Einweisung des Nachfolgers.

Dazu bei uns:Vergabeverfahren

L

Ladendetektiv

KaufhausdetektivStore DetectivePräventionsschutz

Eine Kraft mit Sachkundeprüfung, die im Einzelhandel Diebstähle verhindert, erkennt und rechtssicher bearbeitet.

Ladendetektive arbeiten verdeckt oder offen, beobachten Verkaufsflächen, Kassenzone und Ausgänge, erkennen Muster und sprechen bei Verdacht nach festgelegtem Ablauf an. Weil dabei in Rechte Dritter eingegriffen wird, ist die Sachkundeprüfung nach § 34a zwingend — die Unterrichtung genügt nicht. Der wirtschaftliche Wert liegt weniger in der einzelnen Anzeige als in der Senkung der Inventurdifferenz und in belastbaren Berichten.

Dazu bei uns:DiebstahlschutzBerufsbild Präventionsschutz

Lagebild

SicherheitslageLageeinschätzung

Die verdichtete Übersicht der Sicherheitslage eines Objekts, Geländes oder Ereignisses zu einem Zeitpunkt.

Ein Lagebild fasst Meldungen, Vorfälle, Wetter, Besucherströme und externe Informationen so zusammen, dass Entscheidungen möglich werden. Es ist die Grundlage dafür, Kräfte zu verschieben, Zugänge zu schließen oder eine Veranstaltung zu unterbrechen. Wesentlich ist die Aktualität: Ein Lagebild, das eine Stunde alt ist, führt zu Entscheidungen für eine Lage, die es nicht mehr gibt.

Dazu bei uns:Veranstaltungsschutz

Leerstandsbewachung

LeerstandsschutzObjektsicherung im Leerstand

Der Schutz ungenutzter Gebäude und Flächen gegen Einbruch, Vandalismus, Metalldiebstahl und unbefugte Besetzung.

Leerstehende Immobilien ziehen Schäden an: Kupfer und Technik werden ausgebaut, Fenster zerstört, Räume besetzt — und jeder Wasserschaden in einem unbeheizten Gebäude wächst still weiter. Die Bewachung kombiniert Verschlusskontrollen, Streifen in wechselnden Intervallen, Technik und die Dokumentation des Zustands. Für Eigentümer ist der zweite Nutzen wichtig: belastbare Nachweise für Versicherer und Verwalter.

Dazu bei uns:Leerstandsbewachung

Leistungsverzeichnis

LVLeistungsbeschreibung

Die genaue Beschreibung der geforderten Leistung — Grundlage für vergleichbare Angebote und späteren Streit.

Ein gutes Leistungsverzeichnis nennt Zeiten, Positionen, Qualifikationen, Aufgaben, Nachweise und Reaktionszeiten so genau, dass zwei Anbieter dasselbe kalkulieren. Fehlen Angaben — etwa zur verlangten Qualifikation oder zu Nachtstunden —, unterscheiden sich Angebote nur scheinbar im Preis. Für den Auftraggeber ist das Verzeichnis auch das Maß, an dem er die Leistung später messen kann.

Dazu bei uns:StundenverrechnungssatzVergabeverfahren

Logistikplanung

BaulogistikkonzeptAnlieferplanung

Die vorausschauende Planung aller Anlieferungen, Wege, Flächen und Geräte auf einer Baustelle.

Die Logistikplanung legt fest, welches Gewerk wann über welche Zufahrt anliefert, wo abgestellt wird, welche Aufzüge und Krane wann gebunden sind und wie Abfall abfließt. Sie entsteht vor dem ersten Spatenstich und wird im Bauablauf laufend fortgeschrieben. Ihr Wert zeigt sich in vermiedenen Wartezeiten — der teuersten Position auf jeder Baustelle.

Dazu bei uns:Logistikplanung

M

Meister für Schutz und Sicherheit

Werkschutzmeister

Die höchste IHK-Fortbildungsstufe der Branche, ausgelegt auf Führung, Planung und Verantwortung für Sicherheitsorganisationen.

Der Meister für Schutz und Sicherheit qualifiziert für die Leitung von Sicherheitsbereichen: Konzepte entwickeln, Personal führen und ausbilden, Budgets und Nachweise verantworten. In Ausschreibungen wird er für Objektleitungen großer Standorte oder als Ausbildungsbefähigung verlangt. Er setzt Berufserfahrung voraus und ist die übliche Stufe vor der Übernahme von Standort- oder Bereichsverantwortung.

Dazu bei uns:Berufsbild Einsatzleitung

Mindestlohn

Branchenmindestlohngesetzlicher MindestlohnTariftreue

Die unterste zulässige Vergütungsgrenze — in der Sicherheitsbranche meist durch allgemeinverbindliche Landestarifverträge bestimmt.

Neben dem gesetzlichen Mindestlohn gelten in der Sicherheitswirtschaft Landestarifverträge, die für die jeweilige Tätigkeit höhere Sätze vorschreiben; wo sie allgemeinverbindlich sind, binden sie jeden Betrieb. In öffentlichen Vergaben kommen Tariftreue- und Vergabemindestlöhne der Länder hinzu. Für Auftraggeber ist das der schnellste Plausibilitätstest eines Angebots: Ein Stundenverrechnungssatz, der den Tariflohn samt Nebenkosten und Ausfallzeiten nicht decken kann, ist nicht erklärbar.

Dazu bei uns:Allgemeinverbindlicherklärung

Minijob

geringfügige Beschäftigung520-Euro-JobAushilfe

Eine geringfügige Beschäftigung mit gesetzlich begrenztem Monatsverdienst, häufig neben Beruf, Studium oder Rente.

Der Minijob ist im Sicherheitsdienst verbreitet, weil viele Einsätze abends und am Wochenende liegen: Veranstaltungen, Ordnerdienst, Präventionsschutz. Die Verdienstgrenze ist an den Mindestlohn gekoppelt und steigt mit ihm; Sozialabgaben fallen überwiegend beim Arbeitgeber an, die Rentenversicherungspflicht kann abgewählt werden. Wichtig für Bewerber: Auch im Minijob gelten Tariflohn, Zuschläge und die Qualifikationspflichten nach § 34a.

Dazu bei uns:Offene Stellen§ 34a GewO

Mobile Sicherheit

Mobiler WachdienstStreifendienst

Sicherheitsleistungen, die nicht dauerhaft an einem Objekt stehen, sondern mehrere Objekte fahrend betreuen.

Mobile Sicherheit ist die wirtschaftliche Antwort für alle, die keine ständige Besetzung brauchen: Ein Fahrzeug betreut mehrere Objekte mit Kontrollgängen, Verschlussrunden und Alarmverfolgung. Die Kosten teilen sich damit auf viele Kunden auf, was den Einzelpreis stark senkt. Grenzen hat das Modell bei der Reaktionszeit — wer eine sofortige Präsenz braucht, kommt um eine feste Besetzung nicht herum.

Dazu bei uns:Mobile SicherheitRevierdienste

N

Nachtwache

NachtbewachungObjektnachtwache

Die Besetzung eines Objekts oder Geländes über Nacht, wenn der Betrieb ruht.

Nachts fehlen Zeugen, Beleuchtung und Betrieb — deshalb liegt hier der Großteil der Einbrüche und Vandalismusschäden. Eine Nachtwache kontrolliert Verschluss und Runden, nimmt Alarme entgegen und ist bei Störungen sofort vor Ort; bei Veranstaltungen sichert sie Aufbauten und Technik zwischen den Tagen. Wo eine feste Besetzung zu teuer ist, treten Revierdienst und Fernüberwachung an ihre Stelle.

Dazu bei uns:ObjektschutzRevierdienste

Nachwachzeit

NachwacheNachkontrolle heiße Arbeiten

Die Zeit, die eine Brandwache nach Ende der heißen Arbeiten noch am Ort bleiben muss.

Die meisten Brände nach Schweiß- oder Trennarbeiten entstehen nicht während der Arbeit, sondern Stunden später aus einem Schwelnest. Deshalb schreibt die Erlaubnis für heiße Arbeiten eine Nachwachzeit vor, in der die Umgebung wiederholt kontrolliert wird. Dauer und Umfang stehen im Erlaubnisschein — sie zu verkürzen ist der häufigste und teuerste Fehler.

Dazu bei uns:Brandwachen

Night Auditor

Nachtdienst HotelNachtportier

Die Nachtschicht an der Hotelrezeption: Empfang, Abschluss der Tagesbuchhaltung, Sicherheit und Ansprechperson für Gäste.

Der Night Auditor verbindet Empfangsdienst, kaufmännischen Tagesabschluss und Sicherheitsaufgaben: Er checkt späte Gäste ein, führt den Nachtabschluss im Buchungssystem, kontrolliert Zugänge und ist bei Störungen und Notfällen die erste Person vor Ort. Hotels besetzen die Position häufig über Dienstleister, weil sie Bereitschaft rund um die Uhr und geprüfte Zuverlässigkeit verlangt. Sprachkenntnisse und ruhiges Auftreten sind hier so wichtig wie die Systemkenntnis.

Dazu bei uns:Night Auditor

Notruf- und Serviceleitstelle

NSLLeitstelleAlarmempfangsstelle

Die ständig besetzte Stelle, die Alarme und Meldungen entgegennimmt, bewertet und die Reaktion auslöst.

Eine NSL arbeitet rund um die Uhr, ist technisch redundant ausgelegt und nach Normen für Alarmempfangsstellen zertifiziert. Sie nimmt Einbruch-, Brand-, Technik- und Notrufmeldungen an, prüft sie gegen den vereinbarten Ablaufplan und alarmiert Intervention, Feuerwehr, Polizei oder Bereitschaftsdienste. Für Auftraggeber ist entscheidend, welche Meldungen wie behandelt werden — dieser Plan ist der eigentliche Wert der Aufschaltung.

Dazu bei uns:Interventionsdienste

Notwehr

Nothilfe§ 32 StGBNotstand

Die erlaubte Verteidigung gegen einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff — auf sich selbst oder auf andere.

Notwehr und Nothilfe sind die Rechtfertigung, auf die sich Sicherheitspersonal im Ernstfall stützt; Sonderbefugnisse hat es nicht. Die Verteidigung muss erforderlich und geboten sein, also das mildeste geeignete Mittel wählen — was in der Praxis fast immer heißt: Abstand, Ansprache, Rückzug, Polizei. Jede körperliche Maßnahme wird im Bericht festgehalten, weil sie später auf Erforderlichkeit geprüft wird.

Dazu bei uns:Festnahmerecht

O

Objektbegehung

ErstbegehungAufnahme vor OrtObjektaufnahme

Der gemeinsame Rundgang vor Vertragsbeginn, aus dem Aufgaben, Zeiten, Wege und Risiken abgeleitet werden.

Ohne Begehung ist jedes Angebot geraten: Erst vor Ort zeigen sich Wegezeiten, Zahl der Verschlussstellen, Beleuchtung, Zustand der Technik und die Stellen, an denen es regelmäßig klemmt. Aus der Begehung entstehen Leistungsbeschreibung, Dienstanweisung und Kalkulation. Seriöse Anbieter bestehen darauf — auffallend günstige Angebote ohne Begehung sind ein Warnzeichen.

Dazu bei uns:Kontakt

Objektschutz

WerkschutzObjektbewachungSeparatwachdienst

Der personelle Schutz eines festen Objekts: Zutrittskontrolle, Kontrollgänge, Alarmbearbeitung und Dokumentation.

Objektschutz ist die häufigste Form der Sicherheitsdienstleistung: Eine oder mehrere Kräfte sind dauerhaft im Objekt, kontrollieren Zutritte, gehen Runden, bedienen die Sicherheitstechnik und dokumentieren Vorfälle. Der Zuschnitt richtet sich nach der Gefährdungsbeurteilung — Besetzungszeiten, Qualifikation, Ausstattung und Meldewege stehen in der Dienstanweisung. Tariflich ist der Objektschutz eine eigene Lohngruppe; höher qualifizierte Aufgaben wie Werkschutz sind entsprechend höher bewertet.

Dazu bei uns:ObjektschutzWerkschutzBerufsbild Objektschutz

Ordnungsdienst

VeranstaltungsordnerOrdnerSicherheits- und Ordnungsdienst

Das Personal, das bei Veranstaltungen Besucher lenkt, Bereiche sichert und die Hausordnung durchsetzt.

Der Ordnungsdienst ist bei Versammlungsstätten vorgeschrieben und im Sicherheitskonzept nach Anzahl und Aufgaben festgelegt: Einlass, Blocksicherung, Freihalten der Rettungswege, Besucherlenkung und Ansprechbarkeit. Im Profifußball verlangt der Verband zusätzlich die eigene Qualifizierung QuaSOD für jede eingesetzte Person. Gute Ordner erkennt man daran, dass sie Konflikte auflösen, bevor sie sichtbar werden.

Dazu bei uns:VeranstaltungsschutzBerufsbild Veranstaltungen

P

Pädagogische Sicherheit

SchulsicherheitSicherheitsdienst SchuleJugendeinrichtung

Sicherheitsdienst in Schulen, Jugend- und Sozialeinrichtungen — mit deutlich anderem Auftrag als klassischer Objektschutz.

In pädagogischen Einrichtungen ist Präsenz nicht Abschreckung, sondern Beziehungsarbeit: Ansprechbarkeit, Konfliktvermittlung, Regeln erklären, im Ernstfall eingreifen. Das verlangt geschultes Personal, das erweiterte Führungszeugnis und eine enge Abstimmung mit Schulleitung, Sozialarbeit und Träger. Ziel ist nicht die Zahl der Vorfälle, sondern ein Alltag, in dem Konflikte früh und ohne Eskalation gelöst werden.

Dazu bei uns:Pädagogische Sicherheit

Parkraumbewirtschaftung

ParkraumkontrolleParkraummanagement

Die Ordnung privater Parkflächen: Beschilderung, Kontrolle, Umgang mit Falschparkern und Abschleppvorgängen.

Auf privaten Flächen gilt kein Bußgeldrecht, sondern Zivilrecht: Grundlage sind die Beschilderung, das Hausrecht und der Vertrag, der mit dem Abstellen zustande kommt. Die Bewirtschaftung umfasst Kontrollen, Dokumentation mit Foto, Vertragsstrafen und im Wiederholungsfall die Veranlassung des Abschleppens. Wer dabei sauber dokumentiert, hält Ansprüche durch — wer schlampt, verliert sie.

Dazu bei uns:Parkraumbewirtschaftung

Perimeterschutz

AußenhautüberwachungZaunüberwachungGeländeschutz

Die Sicherung der äußeren Grenze eines Geländes, damit Eindringen früh erkannt wird — vor dem Gebäude, nicht erst darin.

Perimeterschutz kombiniert mechanische Sicherung (Zaun, Tor, Sichtschutz) mit Detektion (Bewegungsmelder, Kameras mit Analyse, Lichtschranken) und Reaktion (Ansage, Intervention). Der Vorteil liegt im Zeitgewinn: Wer an der Grenze erkannt wird, ist noch nicht in der Halle. Fehlalarme durch Tiere, Wetter und Bewuchs sind die praktische Hürde — deshalb gehört zur Planung immer die Frage, wer die Bilder bewertet.

Dazu bei uns:SicherheitstechnikKRITIS

Personaldisposition

DisponentEinsatzplanungDienstplanung

Die Planung, welche Kraft wann in welchem Objekt arbeitet — inklusive Qualifikation, Arbeitszeitrecht und Ausfallreserve.

Die Disposition ist das Herz eines Sicherheitsdienstleisters: Sie besetzt Dienste passend zur verlangten Qualifikation, hält Ruhezeiten und Höchstarbeitszeiten ein, plant Reserven für Krankheitsfälle und reagiert auf kurzfristige Anforderungen. Fehler hier sind unmittelbar sichtbar — als unbesetzter Dienst beim Kunden oder als überschrittene Arbeitszeit. Gute Dispositionen arbeiten mit digitalen Dienstplänen und belastbaren Verfügbarkeitsmeldungen.

Dazu bei uns:Berufsbild Disposition

Personenschutz

BegleitschutzClose Protection

Der Schutz einzelner Personen vor Angriffen, Bedrohung und unerwünschtem Zugriff — im Alltag, auf Reisen und bei Auftritten.

Personenschutz beginnt lange vor der Begleitung: Lagebild, Routen, Vorauserkundung, Abstimmung mit Veranstaltern und Behörden, klare Zeichen und Abläufe im Team. Die sichtbare Begleitung ist nur der letzte Teil einer Kette, deren Zweck es ist, Situationen zu vermeiden statt zu bewältigen. Anforderungen an Diskretion, Fitness und Qualifikation sind entsprechend hoch.

Dazu bei uns:Leistungen im Überblick

Pflegehelfer

BetreuungskraftPflegehilfskraft

Eine unterstützende Kraft in Pflege und Betreuung, die pflegerische Grundtätigkeiten und Alltagsbegleitung übernimmt.

Pflegehelfer entlasten Fachkräfte bei Grundpflege, Mobilisation, Essensbegleitung und Dokumentation. In Einrichtungen mit Sicherheitsbedarf — etwa Nachtdienst in Wohnheimen — treffen Pflege und Sicherheitsdienst aufeinander und werden häufig gemeinsam geplant. Verlangt werden Zuverlässigkeit, Belastbarkeit und je nach Aufgabe ein erweitertes Führungszeugnis.

Dazu bei uns:PflegehelferOffene Stellen

Pförtnerdienst

TorkontrolleWerkstorPforte

Der besetzte Zugang zu einem Gelände: Zutritts- und Zufahrtskontrolle, Ausweise, Besucher, Warenein- und -ausgang.

Der Pförtnerdienst kontrolliert an der Pforte oder am Werkstor Personen und Fahrzeuge, gibt Ausweise aus, führt Besucherdokumentation, nimmt Telefonate an und bedient Schranken, Waagen und Zutrittssysteme. Für die Tätigkeit genügt in der Regel die Unterrichtung nach § 34a; wo in Rechte Dritter eingegriffen wird, ist die Sachkundeprüfung nötig. Weil der Pförtner der erste Kontakt für Lieferanten und Gäste ist, gehört Serviceverhalten zur Anforderung.

Dazu bei uns:ObjektschutzEmpfangsdienste

Präqualifikation

EignungsnachweisPQ-VerfahrenPräqualifizierung

Der vorgeschaltete Nachweis von Eignung, Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit für Vergabeverfahren.

In Präqualifikationsverfahren werden Unternehmensangaben, Referenzen, Zertifikate, Versicherungsnachweise, Steuer- und Sozialversicherungsbescheinigungen und Angaben zu Qualifikationen gebündelt geprüft. Wer die Unterlagen aktuell hält, kann in Ausschreibungen schneller und mit weniger Fehlern anbieten. In der Sicherheitswirtschaft sind vor allem die Nachweise zu § 34a, Tarifbindung und Qualifikationsstufen entscheidend.

Dazu bei uns:Unser Unternehmen

Preisgleitklausel

LohngleitklauselAnpassungsklausel

Eine Vertragsklausel, die Preise automatisch anpasst, wenn der Tariflohn steigt.

Sicherheitsdienstleistungen bestehen zu rund vier Fünfteln aus Personalkosten. Bei mehrjährigen Verträgen ohne Gleitklausel trägt der Dienstleister jede Tariferhöhung allein — was am Ende auf die Qualität durchschlägt oder zur Nachverhandlung führt. Eine Gleitklausel benennt die Bezugsgröße (den jeweiligen Landestarif), den Anpassungszeitpunkt und den Nachweis; sie ist für beide Seiten die ehrlichere Lösung als ein Festpreis, der nicht halten kann.

Dazu bei uns:AllgemeinverbindlicherklärungStundenverrechnungssatz

Probezeit

EinarbeitungEinweisung neuer Kräfte

Die anfängliche Zeit eines Arbeitsverhältnisses mit verkürzter Kündigungsfrist — im Sicherheitsdienst die Phase der Einweisung.

Für Bewerber entscheidend ist weniger die Frist als die Einarbeitung: Wer ohne Objekteinweisung in eine Nachtschicht geschickt wird, wird scheitern. Seriöse Arbeitgeber weisen in die Dienstanweisung ein, gehen die Runden mit, erklären Meldewege und stellen einen Ansprechpartner. Ein Betrieb, der das nicht kann, hat meist auch beim Auftraggeber ein Qualitätsproblem.

Dazu bei uns:KarriereDienstanweisung

Produktionshelfer

Helfer ProduktionFertigungshelfer

Eine Kraft, die in der Fertigung zuarbeitet: Bestücken, Prüfen, Verpacken, Umlagern.

Produktionshelfer arbeiten im Takt der Linie und lernen die Handgriffe vor Ort; Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit zählen mehr als Vorerfahrung. Häufig ist der Einsatz in Wechselschicht organisiert, gelegentlich mit Zusatzqualifikationen wie Stapler- oder Kranschein. Für viele ist er der Einstieg in einen Betrieb, in dem sich später Fachaufgaben ergeben.

Dazu bei uns:ProduktionshelferOffene Stellen

Q

Qualitätskontrolle

ObjektbesuchDienstaufsichtNachtkontrolle

Die eigene Prüfung des Dienstleisters, ob im Objekt tatsächlich geleistet wird, was vereinbart ist.

Qualität im Wachdienst entsteht nicht am Schreibtisch: Sie zeigt sich, wenn nachts jemand unangemeldet vorbeifährt und prüft, ob die Kraft wach, in Dienstkleidung und auf Runde ist. Solche Objektbesuche werden protokolliert und mit dem Auftraggeber besprochen; dazu kommen Auswertungen der Kontrollpunkte und Rückmeldungen aus dem Objekt. Wer als Auftraggeber danach fragt, erkennt schnell, wie ein Anbieter arbeitet.

Dazu bei uns:ObjektschutzDIN 77200

QuaSOD

Ordner-DFBQualifizierung Sicherheits- und Ordnungsdienste

Die Qualifizierung des DFB für Ordnungsdienste im Profifußball — Pflichtnachweis für jede Person, die im Stadion Ordnerdienst leistet.

QuaSOD ist eine eigene Schulung mit mehreren Modulen und Abschlusstest, speziell für den Einsatz bei Fußballspielen im Profibereich. Sie ist ausdrücklich NICHT dasselbe wie die Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a: Wer im Stadion arbeitet, braucht die Fußball-Qualifizierung zusätzlich zur gewerberechtlichen Voraussetzung. Bei Anfragen für Stadioneinsätze sollte deshalb genau nach QuaSOD gefragt werden, nicht allgemein nach „Sachkunde“.

Dazu bei uns:VeranstaltungsschutzBerufsbild Veranstaltungen

Quereinstieg

QuereinsteigerBerufswechselUmschulung

Der Einstieg in die Sicherheitsbranche ohne einschlägige Ausbildung — über Unterrichtung oder Sachkundeprüfung.

Die Branche lebt vom Quereinstieg: Wer zuverlässig ist, ein einwandfreies Führungszeugnis hat und die Unterrichtung nach § 34a absolviert, kann anfangen. Von dort führen die Stufen weiter über die Sachkundeprüfung bis zur Fachkraft für Schutz und Sicherheit, teils gefördert über die Agentur für Arbeit. Gute Arbeitgeber sagen offen, welche Stufe für welche Position nötig ist — und in welcher Zeit sie erreichbar ist.

Dazu bei uns:Offene StellenUnterrichtung nach § 34a

R

Rahmenvertrag

RahmenvereinbarungAbrufvertrag

Ein Vertrag, der Konditionen für wiederkehrende Einzelabrufe festlegt, ohne jede Menge vorab zu bestellen.

Rahmenverträge passen zu Sicherheitsleistungen mit schwankendem Bedarf: Veranstaltungen, Baustellen, Sonderlagen. Vereinbart werden Stundensätze je Qualifikation, Reaktionszeiten, Zuschläge und der Abrufweg; abgerechnet wird nach Einsatz. Für den Dienstleister ist die Planbarkeit dünner, deshalb sind Sätze für kurzfristige Abrufe höher — wer verlässlich früh abruft, zahlt weniger.

Dazu bei uns:VergabeverfahrenVeranstaltungsschutz

Räumungsübung

EvakuierungsübungAlarmübung

Die praktische Probe des Räumungsplans mit allen Beteiligten — mindestens dort, wo Vorschriften es verlangen.

Erst die Übung zeigt, was der Plan nicht weiß: verschlossene Notausgänge, Sammelstellen im Anfahrtsweg der Feuerwehr, Personen, die nicht wissen, dass sie zuständig sind. Geübt wird angekündigt oder unangekündigt, ausgewertet wird mit Zeiten und Beobachtungen. Sicherheitsdienste übernehmen dabei die Rolle der Evakuierungshelfer und die Dokumentation.

Dazu bei uns:EvakuierungSicherheitskonzept

Reaktionszeit

Service LevelSLAZusagezeit

Die vertraglich zugesagte Zeit, in der auf eine Meldung reagiert wird — der härteste messbare Punkt jedes Vertrags.

Reaktionszeiten gibt es in mehreren Stufen: Annahme der Meldung in der Leitstelle, Rückruf, Eintreffen vor Ort, Wiederherstellung. Jede Stufe braucht eine Zahl und eine Messung, sonst ist sie Dekoration. Für Auftraggeber lohnt die Frage nach der tatsächlich erreichten Zeit der letzten Monate — und nach der Folge, wenn sie überschritten wird.

Dazu bei uns:EingriffszeitInterventionsdienste

Revierdienst

RevierwachdienstRevierkontrolle

Der fahrende Dienst, der ein festes Gebiet betreut und dort mehrere Objekte in wechselnden Intervallen kontrolliert.

Im Revierdienst fährt eine Kraft eine geplante Route mit Kontrollpunkten: Verschlussprüfung, Rundgang, Beleuchtung, Auffälligkeiten — dokumentiert je Objekt. Der Reiz für Auftraggeber liegt im Preis, weil die Fahrzeit auf viele Objekte verteilt wird. Tariflich ist der Revierdienst höher bewertet als der einfache Objektschutz, weil er selbstständiges Arbeiten, Fahrpraxis und Entscheidungsfähigkeit verlangt.

Dazu bei uns:Revier- und Interventionsdienste

RSA 21

Richtlinien für die Sicherung von Arbeitsstellen an StraßenVerkehrssicherung

Das Regelwerk, das festlegt, wie Arbeitsstellen an Straßen abzusichern, zu beschildern und zu überwachen sind.

Die RSA in der Ausgabe 2021 regelt Verkehrszeichenpläne, Absperrungen, Leiteinrichtungen, Beleuchtung und die Überwachung von Arbeitsstellen — und sie verlangt regelmäßige Kontrollen mit Nachweis. Für Bauherren und Bauunternehmen ist das haftungsrelevant: Fehlt die Kontrolle oder ihre Dokumentation, steht der Verantwortliche bei einem Unfall ohne Beleg da. Deshalb werden Kontrollfahrten meist an Dienstleister mit digitaler Berichterstattung vergeben.

Dazu bei uns:Kontrollfahrten nach RSA 21

S

Sachkundeprüfung nach § 34a

SachkundeIHK-Sachkundeprüfung34a-Schein

Die IHK-Prüfung, die für Bewachungstätigkeiten mit besonderer Verantwortung zwingend vorgeschrieben ist.

Die Sachkundeprüfung besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil und behandelt Recht, Umgang mit Menschen, Sicherheitstechnik und Unfallverhütung. Vorgeschrieben ist sie unter anderem für Kontrollgänge im öffentlichen Verkehrsraum, Schutz vor Ladendiebstahl, Türsteher-Tätigkeiten und Citystreifen. Für den übrigen Objektschutz genügt die Unterrichtung — diese Unterscheidung entscheidet in Ausschreibungen über den Preis und ist der häufigste Streitpunkt bei Präqualifikationen.

Dazu bei uns:Karriere und Qualifikation

Schlüsselverwaltung

SchlüsseldienstSchlüsselmanagementSchließanlage

Die geordnete Aufbewahrung, Ausgabe und Rückgabe von Schlüsseln und Transpondern mit vollständigem Nachweis.

Wer Schlüssel führt, führt Verantwortung: Jede Ausgabe wird quittiert, jeder Verlust hat Folgen bis zum Austausch einer Schließanlage. Zur Verwaltung gehören ein gesicherter Schlüsselschrank, ein aktueller Schlüsselplan, dokumentierte Ausgaben und ein festgelegter Ablauf bei Verlust. Bei Objekten mit Aufschließdienst wird die Verwaltung häufig mit an den Dienstleister übertragen — dann gehört sie in den Vertrag, samt Haftungsregelung.

Dazu bei uns:Aufschließ- und VerschlussdiensteSchlüssel- und Aufzugmanagement

Sicherheitsbeauftragter

SiBeFachkraft für ArbeitssicherheitSifa

Benannte Personen im Betrieb, die den Arbeitgeber bei Arbeitsschutz und Unfallverhütung unterstützen.

Ab einer bestimmten Beschäftigtenzahl müssen Betriebe Sicherheitsbeauftragte bestellen; sie beraten, achten auf Schutzeinrichtungen und melden Gefahren. Davon zu unterscheiden ist die Fachkraft für Arbeitssicherheit mit eigener Ausbildung und Beratungsauftrag. Im Sicherheitsdienst überschneiden sich die Rollen mit der Objektleitung — wichtig ist, dass die Bestellung schriftlich vorliegt und die Zuständigkeit klar ist.

Dazu bei uns:Arbeitsschutz

Sicherheitsbeleuchtung

NotbeleuchtungRettungswegbeleuchtung

Die Beleuchtung, die bei Ausfall der Stromversorgung Rettungswege und Ausgänge erkennbar hält.

Sicherheitsbeleuchtung ist baurechtlich vorgeschrieben, muss regelmäßig geprüft werden und ist ein fester Kontrollpunkt bei Rundgängen: Ausgefallene Piktogrammleuchten und dunkle Treppenhäuser sind der Klassiker im Mängelbericht. Bei Veranstaltungen gehört ihre Funktion zur Freigabe vor Einlass. Meldungen darüber wandern in das Wachbuch und an den Betreiber.

Dazu bei uns:Objektschutz

Sicherheitsdienstleistung

WachdienstWachschutzBewachungsgewerbe

Die gewerbliche Bewachung von Leben und Eigentum Dritter — erlaubnispflichtig nach § 34a der Gewerbeordnung.

Wer fremdes Leben oder fremdes Eigentum gewerblich bewacht, betreibt ein Bewachungsgewerbe und braucht dafür eine Erlaubnis, Zuverlässigkeit, Sachkunde und eine Haftpflichtversicherung. Die Branche reicht vom Empfang über Objektschutz, Revierdienst und Veranstaltungsschutz bis zu spezialisierten Feldern wie KRITIS und Baulogistik. Der Preis einer Leistung ergibt sich fast vollständig aus Tariflohn, Qualifikationsstufe, Zuschlägen und Ausfallzeiten — daran erkennt man auch, ob ein Angebot seriös kalkuliert ist.

Dazu bei uns:LeistungenStandorte

Sicherheitskonzept

VeranstaltungssicherheitskonzeptSchutzkonzept

Das Dokument, das Gefährdungen, Maßnahmen, Zuständigkeiten und Abläufe für ein Objekt oder eine Veranstaltung zusammenführt.

Ein Sicherheitskonzept beschreibt Lage und Gefährdung, die baulichen, technischen, organisatorischen und personellen Maßnahmen, die Kommunikationswege und das Vorgehen in Störfällen bis zur Evakuierung. Bei Veranstaltungen ist es Grundlage der Genehmigung und wird mit Ordnungsamt, Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst abgestimmt. Ein Konzept, das im Ordner verschwindet, hilft niemandem: Es muss geübt, bei jeder Änderung fortgeschrieben und dem Personal bekannt sein.

Dazu bei uns:VeranstaltungsschutzKRITIS

Sicherheitstechnik

GefahrenmeldetechnikSicherungstechnik

Alle technischen Mittel der Sicherung: mechanische Sicherung, Melde- und Videotechnik, Zutritts- und Kommunikationssysteme.

Technik ersetzt kein Personal, sie verlängert seine Reichweite — und umgekehrt. In der Reihenfolge der Maßnahmen kommt zuerst die mechanische Sicherung, dann die Detektion, dann die Reaktion; wer daran spart, bezahlt es an anderer Stelle. Entscheidend ist die Verzahnung: Melder ohne Aufschaltung, Kameras ohne Beobachtung und Zutrittssysteme ohne Berechtigungspflege erzeugen ein Gefühl von Sicherheit, keine Sicherheit.

Dazu bei uns:ObjektschutzInterventionsdienste

SiGeKo

Sicherheits- und GesundheitsschutzkoordinatorBaustellenverordnung

Der vom Bauherrn bestellte Koordinator für Sicherheit und Gesundheitsschutz auf Baustellen mit mehreren Gewerken.

Sobald mehrere Unternehmen gleichzeitig auf einer Baustelle arbeiten, verlangt die Baustellenverordnung Koordination: gemeinsame Gefährdungen erkennen, Abläufe abstimmen, den Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan führen. Der SiGeKo ist damit der natürliche Gesprächspartner der Baulogistik und des Sicherheitsdienstes vor Ort. Wer Zutrittskontrolle, Verkehrsführung und Rettungswege plant, tut es mit ihm, nicht neben ihm.

Dazu bei uns:BaulogistikArbeitsschutz

Staplerfahrer

GabelstaplerfahrerFlurförderzeugführerStaplerschein

Eine Kraft mit Fahrerlaubnis für Flurförderzeuge, die Waren im Lager oder auf der Baustelle bewegt.

Für das Führen von Gabelstaplern verlangt die Unfallverhütungsvorschrift eine Ausbildung mit theoretischem und praktischem Teil, eine schriftliche Beauftragung des Betriebs und eine regelmäßige Unterweisung — der „Staplerschein“ allein genügt nicht. Auf Baustellen kommen Teleskoplader und Radlader hinzu, jeweils mit eigenen Befähigungsnachweisen. Verlangt werden außerdem Sorgfalt und ein Auge für die Ladungssicherung.

Dazu bei uns:StaplerfahrerOffene Stellen

Streifendienst

FußstreifeStreifePräsenzstreife

Der planmäßige Gang oder die Fahrt durch ein Gebiet, um Präsenz zu zeigen und Auffälligkeiten früh zu erkennen.

Streifen wirken doppelt: Sie senken die Gelegenheit für Täter und schaffen Ansprechbarkeit für Mieter, Kunden oder Besucher. Wirksam sind sie nur mit unregelmäßigen Zeiten und dokumentierten Kontrollpunkten — eine Streife, die täglich um dieselbe Minute läuft, ist ein Fahrplan für Täter. In Wohnanlagen und Einkaufslagen wird die Streife häufig mit dem Verschlussdienst und der Alarmverfolgung kombiniert.

Dazu bei uns:Mobile SicherheitRevierdienste

Stundenverrechnungssatz

SVSVerrechnungssatzStundensatz

Der Preis je Einsatzstunde, aus dem sich Tariflohn, Nebenkosten, Ausfallzeiten, Gemeinkosten und Gewinn decken müssen.

Im Stundenverrechnungssatz stecken mehr als der Lohn: Arbeitgeberanteile, Urlaub und Krankheit, Feiertagszuschläge, Ausrüstung, Führung, Verwaltung, Wagnis und Gewinn. Wer nur den Tariflohn plus einen kleinen Aufschlag rechnet, kalkuliert sich systematisch in die Verluste — und liefert dann schlechtere Leistung. Für Auftraggeber ist der Satz deshalb ein Qualitätsindikator und kein reiner Preis.

Dazu bei uns:MindestlohnZeitzuschläge

Subunternehmer

NachunternehmerFremdpersonal

Ein weiteres Unternehmen, das Teile der beauftragten Leistung erbringt — mit eigenen Pflichten und eigener Erlaubnis.

Der Einsatz von Nachunternehmern ist in der Sicherheitswirtschaft üblich, etwa bei Veranstaltungen mit Spitzenbedarf. Er ist zulässig, wenn der Auftraggeber zustimmt und der Nachunternehmer selbst Erlaubnis, Registereintrag, Qualifikation und Versicherung nachweist. Für den Auftraggeber bleibt das Risiko der Mindestlohnhaftung — deshalb gehören Nachweise in den Vertrag und nicht ins Vertrauen.

Dazu bei uns:GeneralunternehmerhaftungBewachungserlaubnis

T

Taschenkontrolle

HandkontrolleEinlasskontrolle Gegenstände

Die Kontrolle mitgeführter Gegenstände am Einlass — freiwillig, aber Voraussetzung für den Zutritt.

Sicherheitspersonal darf niemanden durchsuchen; es darf den Zutritt aber davon abhängig machen, dass Besucher ihre Taschen zeigen. Rechtsgrundlage ist die Hausordnung, nicht ein Durchsuchungsrecht — Wortwahl und Auftreten sind deshalb entscheidend. Verboten aufgeführte Gegenstände werden nicht eingezogen, sondern der Zutritt wird verweigert oder eine Aufbewahrung angeboten.

Dazu bei uns:Veranstaltungsschutz

Teleskoplader

MerloTeleskopstapler

Ein Baustellenfahrzeug mit ausfahrbarem Teleskoparm, das Material hebt und über Hindernisse hinweg absetzt.

Teleskoplader sind auf Baustellen das Arbeitspferd zwischen Stapler und Kran: Sie heben Paletten in Geschosse, versetzen Material und arbeiten dort, wo ein Kran nicht hinkommt. Für das Führen ist eine gesonderte Befähigung nötig, häufig zusätzlich zum Staplerschein. Wer sie bedient, muss Traglastdiagramme lesen und Standsicherheit beurteilen können.

Dazu bei uns:Baulogistik Personal

Testkauf

Mystery ShoppingKontrollkauf

Ein verdeckter Einkauf zur Prüfung von Abläufen — im Sicherheitsumfeld vor allem zur Kontrolle von Kassen- und Ausgabeprozessen.

Testkäufe prüfen, ob Regeln im Alltag eingehalten werden: Wird jede Ware gescannt, wird der Kassenbon ausgegeben, wird bei Altersgrenzen kontrolliert, greift die Warensicherung? Sie liefern Belege statt Vermutungen und sind Grundlage für Schulungen. Weil Beschäftigte betroffen sind, brauchen sie eine klare Grundlage, Beteiligung der Mitbestimmung und Zurückhaltung bei personenbezogenen Auswertungen.

Dazu bei uns:DiebstahlschutzKassenzone

Torkontrolle

ZufahrtskontrolleWerkstorkontrolleLKW-Abfertigung

Die Kontrolle von Fahrzeugen und Ladung an der Ein- und Ausfahrt eines Geländes.

An der Torkontrolle laufen Sicherheit und Logistik zusammen: Anmeldung prüfen, Fahrer und Ladung erfassen, Waage und Schranke bedienen, Ausfahrtkontrolle gegen Warenverlust. Auf großen Standorten hängt daran der Takt der Anlieferung — Wartezeiten am Tor kosten mehr als die Kontrolle. Deshalb gehören Abläufe, Vorabanmeldung und klare Zuständigkeiten in die Dienstanweisung.

Dazu bei uns:PförtnerdienstWerkschutz

U

Umweltbegleitung

Umweltbaubegleitungökologische Bauüberwachung

Die Begleitung von Bauvorhaben, die die Einhaltung von Umwelt- und Naturschutzauflagen sicherstellt und dokumentiert.

Genehmigungen für Bauvorhaben enthalten regelmäßig Auflagen zu Boden, Wasser, Lärm, Artenschutz und Abfall. Die Umweltbegleitung überwacht sie vor Ort, weist die Gewerke ein, dokumentiert Feststellungen und ist Ansprechpartner für Behörden. Fehlt der Nachweis, drohen Baustopp und Bußgelder — die Dokumentation ist deshalb genauso wichtig wie die Maßnahme.

Dazu bei uns:Umweltbegleitung

Unterrichtung nach § 34a

U4040-Stunden-UnterrichtungIHK-Unterrichtung

Die 40-stündige Unterweisung bei der IHK — das gesetzliche Minimum für die meisten Bewachungstätigkeiten.

In der Unterrichtung werden Rechtsgrundlagen, Umgang mit Menschen, Deeskalation, Unfallverhütung und Grundlagen der Sicherheitstechnik behandelt; sie endet ohne Prüfung mit einer Bescheinigung. Für Objektschutz, Pförtnerdienst oder Empfangsdienst genügt sie in der Regel. Für Tätigkeiten mit besonderer Verantwortung — Türsteher, Kontrolle im öffentlichen Verkehrsraum, Ladendetektiv, Citystreife — ist dagegen die Sachkundeprüfung vorgeschrieben.

Dazu bei uns:KarriereAusbildung

Unterweisung

SicherheitsunterweisungEinweisung

Die dokumentierte Belehrung von Beschäftigten über Gefahren und Schutzmaßnahmen ihres Arbeitsplatzes.

Unterweisungen sind vor der ersten Tätigkeit, bei Veränderungen und mindestens jährlich zu wiederholen und schriftlich zu belegen; auf Baustellen zusätzlich objektbezogen. Für Sicherheitskräfte kommt die Einweisung in die Dienstanweisung des Objekts hinzu — sie ist die Grundlage dafür, dass eine Kraft eigenständig arbeiten darf. Fehlende Unterweisung ist im Schadensfall ein Organisationsverschulden.

Dazu bei uns:Arbeitsschutz

V

VdS

VdS SchadenverhütungVdS-Richtlinien

Das Prüf- und Zertifizierungsinstitut der deutschen Versicherer für Brandschutz und Sicherheitstechnik.

VdS-Richtlinien legen fest, wie Einbruchmelde-, Brandmelde- und Videoanlagen geplant, errichtet und instandgehalten werden müssen; Anlagen und Errichter werden anerkannt. In der Praxis entscheidet das über Geld: Versicherer verlangen für bestimmte Risiken VdS-anerkannte Technik und honorieren sie mit besseren Bedingungen. Bei Ausschreibungen lohnt der Blick, welche VdS-Klasse gefordert ist — sie bestimmt den Aufwand.

Dazu bei uns:Unser Unternehmen

Veranstaltungsschutz

EventsicherheitVeranstaltungssicherheit

Alle Sicherheitsleistungen rund um eine Veranstaltung: Konzept, Einlass, Ordnungsdienst, Bühnen- und Backstagebereiche, Nachtwache.

Veranstaltungsschutz beginnt beim Sicherheitskonzept und endet nach dem Abbau: Einlass und Akkreditierung, Besucherlenkung, Block- und Bühnensicherung, Backstage, Parkflächen, Nachtbewachung des Geländes. Der Personalbedarf ergibt sich aus Besucherzahl, Art der Veranstaltung und Auflagen der Behörde, nicht aus dem Bauchgefühl. Im Profifußball kommt die QuaSOD-Qualifizierung als Pflicht hinzu, bei Versammlungsstätten die Vorgaben der jeweiligen Landesverordnung.

Dazu bei uns:VeranstaltungsschutzBerufsbild Veranstaltungen

Vergabeverfahren

Öffentliche AusschreibungUVgOVergaberecht

Das geregelte Verfahren, mit dem öffentliche Auftraggeber Leistungen ausschreiben und vergeben.

Öffentliche Auftraggeber müssen Sicherheitsdienstleistungen nach Vergaberecht beschaffen — mit Eignungsprüfung, Zuschlagskriterien und Fristen. Für Bieter zählen vollständige Unterlagen, belastbare Referenzen und eine erklärbare Kalkulation; Nachforderungen sind nur begrenzt möglich. Weil Angebote fristgebunden und bindend sind, wird die Abgabe immer von der Geschäftsführung freigegeben.

Dazu bei uns:Unser Unternehmen

Verkehrssicherung

BaustellenabsicherungVerkehrssicherungsarbeiten

Das Absichern von Arbeitsstellen im Straßenraum: Beschilderung, Absperrung, Leiteinrichtungen, Beleuchtung und deren Kontrolle.

Verkehrssicherung schützt zwei Gruppen gleichzeitig: die Arbeitenden auf der Baustelle und die Verkehrsteilnehmer davor. Sie umfasst das Stellen und Warten der Absicherung nach Verkehrszeichenplan, das Nachführen bei Bauabschnitten und die dokumentierte Kontrolle nach RSA 21. Materialtransport, Batterietausch bei Warnleuchten und die Instandsetzung beschädigter Absperrungen gehören zum Alltag.

Dazu bei uns:Kontrollfahrten und VerkehrssicherungVerkehrssteuerung in der Baulogistik

Versammlungsstättenverordnung

VStättVOVersammlungsstätte

Die landesrechtliche Verordnung, die Bau und Betrieb von Versammlungsstätten regelt — einschließlich Ordnungsdienst und Brandsicherheitswache.

Die Verordnung gilt für Räume und Flächen, die für eine größere Zahl von Menschen bestimmt sind, und legt Rettungswege, Kapazitäten, Verantwortlichkeiten und Betriebsvorschriften fest. Aus ihr folgt, wann ein Ordnungsdienst gestellt werden muss, wann eine Brandsicherheitswache nötig ist und wer als Veranstaltungsleiter verantwortlich ist. Weil sie Landesrecht ist, unterscheiden sich die Fassungen zwischen den Bundesländern — bei Veranstaltungen über Ländergrenzen lohnt der Blick in die jeweils gültige Version.

Dazu bei uns:VeranstaltungsschutzBrandwachen

Videoüberwachung

CCTVVideosicherheitKameraüberwachung

Die Beobachtung und Aufzeichnung von Bereichen mit Kameras — zulässig nur bei berechtigtem Interesse und mit Hinweis.

Videoüberwachung ist ein wirksames Mittel gegen Einbruch und Vandalismus, aber datenschutzrechtlich heikel: Erforderlich sind ein berechtigtes Interesse, die Abwägung gegen Persönlichkeitsrechte, Hinweisschilder, ein Löschkonzept und die Dokumentation im Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten. Arbeitsplätze dauerhaft zu überwachen, ist regelmäßig unzulässig. In Kombination mit einer Leitstelle wird aus Aufzeichnung Reaktion — erst dann verhindert Technik Schäden, statt sie zu belegen.

Dazu bei uns:DatenschutzInterventionsdienste

Vier-Augen-Prinzip

Doppelkontrolle

Die Regel, dass kritische Vorgänge von zwei Personen gemeinsam ausgeführt oder geprüft werden.

Im Sicherheitsdienst gilt das Vier-Augen-Prinzip typisch bei Schlüsselausgaben, Werttransporten im Objekt, Zählungen und bei der Ansprache von Personen im Präventionsschutz. Es schützt gegen Fehler und gegen den Verdacht, es könnte einer gewesen sein. Voraussetzung ist, dass es in der Dienstanweisung steht und im Bericht nachweisbar dokumentiert wird.

Dazu bei uns:Schlüsselverwaltung

W

Wachbuch

DienstbuchObjektbuchWachbericht

Die laufende Aufzeichnung aller Dienstzeiten, Rundgänge, Feststellungen und Vorfälle in einem Objekt.

Das Wachbuch — heute meist digital — ist das Gedächtnis des Objekts: Wer war wann im Dienst, welche Runden wurden gegangen, welche Mängel wurden gemeldet, wie wurde ein Vorfall bearbeitet. Es dient dem Auftraggeber als Nachweis, dem Dienstleister als Qualitätskontrolle und im Streitfall als Beweismittel. Aufzeichnungen mit Personenbezug unterliegen dem Datenschutz und brauchen eine Löschfrist.

Dazu bei uns:Objektschutz

Warensicherung

EASelektronische ArtikelsicherungEtikettensicherung

Technische Sicherung von Ware gegen Diebstahl — Etiketten, Hartetiketten, Antennen im Ausgangsbereich.

Elektronische Artikelsicherung wirkt vor allem abschreckend und macht Diebstähle sichtbar; ihre Schwäche sind nicht deaktivierte Etiketten und Fehlalarme, die Personal abstumpfen lassen. Wirksam wird sie erst mit klaren Abläufen: Wer geht dem Alarm nach, wie wird angesprochen, wie dokumentiert? Deshalb wird Technik im Einzelhandel meist mit Präsenz und Präventionsschutz kombiniert.

Dazu bei uns:DiebstahlschutzLadendetektiv

Wegezeit

FahrzeitAnfahrtRüstzeit

Die Zeit zwischen Einsatzorten oder zum ersten Einsatzort — arbeitsrechtlich und kalkulatorisch ein häufiger Streitpunkt.

Für Bewerber ist entscheidend, ob Fahrten zwischen zwei Objekten als Arbeitszeit gelten — bei Revier- und Streifendiensten ist das der Regelfall, bei der Fahrt von zu Hause zum festen Objekt in der Regel nicht. Für Auftraggeber ist die Wegezeit der Grund, warum mobile Dienste günstiger sind als feste Besetzungen: Sie wird auf mehrere Objekte verteilt. Wer sie in der Kalkulation vergisst, rechnet zu niedrig.

Dazu bei uns:RevierdiensteStundenverrechnungssatz

Werkfeuerwehr

BetriebsfeuerwehrWerkfeuerwehrmann

Die anerkannte betriebliche Feuerwehr eines Industriestandorts mit eigenem Personal und eigener Technik.

Werkfeuerwehren werden behördlich anerkannt und für Betriebe mit besonderem Risiko sogar angeordnet; sie halten Personal, Fahrzeuge und Ausrüstung dauerhaft bereit. Ihre Kräfte sind speziell ausgebildet und arbeiten eng mit Werkschutz, Leitstelle und öffentlicher Feuerwehr zusammen. Tariflich ist die Werkfeuerwehr eine eigene Gruppe mit höheren Sätzen als der Objektschutz.

Dazu bei uns:Werkschutz

Werkschutz

BetriebsschutzIndustrieschutz

Der Schutz von Industrie- und Produktionsstandorten mit erhöhten Anforderungen an Qualifikation, Technik und Abläufe.

Werkschutz geht über den einfachen Objektschutz hinaus: Werksfeuerwehr-Schnittstellen, Gefahrstoffe, Zutrittssysteme, Werksausweise, Warenbegleitung, Alarm- und Notfallorganisation. Entsprechend werden höhere Qualifikationen verlangt — häufig die Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft oder die Fachkraft für Schutz und Sicherheit — und tariflich eigene Gruppen angesetzt. Für Betreiber ist Werkschutz eng mit Arbeitsschutz und Betriebssicherheit verzahnt.

Dazu bei uns:WerkschutzKRITIS

Wetterlagenüberwachung

SturmüberwachungWetterbeobachtung Veranstaltung

Das Beobachten von Wind, Gewitter und Starkregen bei Veranstaltungen und auf Baustellen — mit vorher festgelegten Schwellen.

Bei Freiluftveranstaltungen und auf Baustellen mit Kranbetrieb ist das Wetter die häufigste Ursache für Abbruchentscheidungen. Vorher festgelegte Schwellen — Windgeschwindigkeit, Gewitterabstand — nehmen die Entscheidung aus dem Moment und machen sie überprüfbar. Zur Überwachung gehören Messung oder Warndienst, ein Meldeweg und die Maßnahme: Bühne sperren, Kran ablegen, Räumung einleiten.

Dazu bei uns:VeranstaltungsschutzBaulogistik

Z

Zeiterfassung

DienstzeitnachweisStundennachweisArbeitszeitaufzeichnung

Die Aufzeichnung der geleisteten Arbeitszeit — Pflicht des Arbeitgebers und Grundlage jeder Abrechnung.

Im Wachdienst wird die Zeit doppelt gebraucht: für die Lohnabrechnung und als Nachweis gegenüber dem Auftraggeber, dass die vereinbarten Stunden geleistet wurden. Üblich sind digitale Erfassung über Kontrollpunkte, App oder Terminal, verbunden mit dem Dienstplan. Für Auftraggeber ist der Stundennachweis das Mittel, Rechnungen zu prüfen — er sollte je Position und Tag lesbar sein, nicht als Monatssumme.

Dazu bei uns:PersonaldispositionQualitätskontrolle

Zeitzuschläge

SFN-ZuschlägeNachtzuschlagSonntagszuschlagFeiertagszuschlag

Tarifliche Aufschläge für Arbeit an Sonntagen, Feiertagen und in der Nacht — ein wesentlicher Kostenfaktor in der Kalkulation.

Sicherheitsdienstleistungen finden dann statt, wenn andere nicht arbeiten: nachts, sonntags, an Feiertagen. Die Landestarifverträge regeln dafür Zuschläge, die sich je Bundesland, Lohngruppe und Tätigkeit unterscheiden — für Objektschutz und Veranstaltungsdienst gelten teils andere Sätze als für den Rest. Wer Angebote vergleicht, sollte deshalb auf die Zuschlagslogik schauen: Zwei gleiche Stundensätze können bei Nacht- und Feiertagsdiensten völlig verschiedene Rechnungen ergeben.

Dazu bei uns:Unser Unternehmen

Zertifizierung

AuditZertifikatManagementsystem

Die Bestätigung durch eine unabhängige Stelle, dass ein Unternehmen festgelegte Anforderungen erfüllt.

Zertifizierungen wie ISO 9001, ISO 45001 oder die DIN 77200 werden in wiederkehrenden Audits überprüft; entscheidend ist nicht das Papier, sondern der Nachweis, dass Abläufe gelebt und Abweichungen abgestellt werden. In Vergaben ersetzen Zertifikate viele Einzelnachweise und sind häufig Eignungskriterium. Wer sie vorlegt, sollte auch den Geltungsbereich prüfen — er begrenzt, wofür das Zertifikat gilt.

Dazu bei uns:Unser Unternehmen

Zutrittskontrolle

ZugangskontrolleZufahrtskontrolleVereinzelungsanlage

Die Steuerung, wer wann welchen Bereich betreten oder befahren darf — personell, technisch oder in Kombination.

Zutrittskontrolle reicht vom Pförtner mit Besucherbuch über Ausweisleser und Drehsperren bis zu biometrischen Systemen und Vereinzelungsanlagen. Entscheidend ist nicht die Technik, sondern das Berechtigungskonzept: Wer darf wohin, wer vergibt Rechte, wie werden sie bei Austritt entzogen, wie wird protokolliert. Auf Baustellen kommt die Prüfung von Anmeldung, Unterweisung und Qualifikation der Gewerke hinzu.

Dazu bei uns:Zutrittskontrolle in der BaulogistikObjektschutz

Zuverlässigkeitsprüfung

ZuverlässigkeitsüberprüfungSicherheitsüberprüfung

Die behördliche Prüfung, ob eine Person für eine sicherheitsrelevante Tätigkeit zuverlässig ist.

Im Bewachungsgewerbe prüft die Behörde Zuverlässigkeit anhand von Registerauskünften und wiederholt die Prüfung in Abständen; ohne positives Ergebnis ist kein Einsatz möglich. In besonderen Bereichen — Luftsicherheit, Hafen, kritische Infrastruktur — kommen eigene, strengere Verfahren hinzu, teils mit Vorlaufzeiten von Wochen. Diese Vorlaufzeit ist bei Ausschreibungen einzuplanen: Personal ohne Freigabe kann den Dienst nicht antreten.

Dazu bei uns:KRITISBewacherregister

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