Alte Bausubstanz in siebzehn Ortsteilen
Die Wedemark ist eine junge Gemeinde aus alten Dörfern. Viele Ortsteile haben eine Kirche, ein Gasthaus oder eine Mühle, die Jahrhunderte alt ist, und Höfe mit Fachwerk und großen Dachstühlen. Werden solche Gebäude saniert, fallen Arbeiten an, bei denen Funken, Flammen oder heiße Teile entstehen: Dachrinnen und Bleche werden gelötet, Stahlteile geschweißt oder getrennt, Bitumenbahnen mit dem Brenner verlegt.
Trockenes Holz in Dachstühlen und Zwischendecken kann Glut lange halten, ohne dass Rauch zu sehen ist. Deshalb verlangen Bauherren, Versicherer oder die ausführende Firma häufig eine Brandwache, die während der Arbeiten aufpasst und danach weiter kontrolliert.
Gebäude, an denen Heißarbeiten besondere Vorsicht verlangen
Die Aufzählung nennt Baudenkmale und historische Bauten in der Wedemark. Sie beschreibt typische Situationen und keine Auftraggeber:
- St.-Georg-Kirche Mellendorf, erstmals 1225 erwähnt und 1497 wesentlich erweitert
- Michaeliskirche Bissendorf mit einem Turm aus dem 13. Jahrhundert und das Amtshaus Bissendorf von 1691
- Kapelle Negenborn, ein Fachwerkbau von 1693, und die Wassermühle Negenborn mit einem Gebäude von 1779
- Gasthaus Stucke in Mellendorf von 1624 und die Windmühle Mellendorf von 1854
- St.-Martini-Kirche Brelingen, eine Hallenkirche von 1849, und die Johanniskapelle Abbensen von 1912
Hinzu kommen die Eichenkreuzburg in Bissendorf-Wietze von 1928 und die Ruine der Abbenser Windmühle von 1825, an denen bei Sicherungsarbeiten ebenfalls mit Funkenflug zu rechnen ist.
Die Mühle in Negenborn ist seit 1644 belegt und lief bis 1966. In Gebäuden dieser Art sind Holzbauteile, Treppen und Böden über mehrere Ebenen eng miteinander verbunden, sodass sich ein Glimmbrand unbemerkt nach oben oder unten ausbreiten kann. Wir klären deshalb vorab, welche Räume oberhalb und unterhalb der Arbeitsstelle in die Kontrolle einbezogen werden.
Was die Brandwache während der Arbeiten tut
Vor Beginn sehen wir uns mit dem Verantwortlichen die Arbeitsstelle an: Wo liegen brennbare Stoffe, wo sind Hohlräume, Durchbrüche und Fugen, durch die Funken in Nachbarbereiche gelangen können, wo stehen Löschmittel und wie ist die Feuerwehr zu erreichen? Grundlage ist der Erlaubnisschein für feuergefährliche Arbeiten, den Ihr Betrieb oder der Bauherr ausstellt.
Während der Arbeiten beobachtet die Brandwache die Stelle und die Umgebung, hält Feuerlöscher und Löschdecke griffbereit und unterbricht die Arbeit, wenn sich etwas entzündet oder Rauch aus einer Fuge dringt. Unsere Kräfte werden vor dem Einsatz in die Löschmittel vor Ort eingewiesen.
Nachkontrolle in Dachstuhl, Glockenstube und Halle
Die gefährlichste Phase beginnt oft, wenn die Handwerker gegangen sind. Wir bleiben nach Ende der Heißarbeiten vor Ort und kontrollieren in festen Abständen Balken, Dielen, Dämmung und Anschlüsse von Hand auf Wärme und Geruch. Wie lange diese Nachkontrolle dauert, legt der Erlaubnisschein fest; bei Arbeiten in Holzkonstruktionen planen wir sie lieber länger.
Nicht nur Denkmale brauchen diesen Schutz. In den Hallen der Gewerbegebiete Bissendorf, Gailhof und Elze wird bei Umbauten geschweißt und getrennt, oft am Wochenende, wenn der Betrieb ruht und nur wenige Menschen auf dem Gelände sind. Jede Kontrolle tragen wir mit Uhrzeit und Befund ins Protokoll ein.
Organisation und Qualifikation
Die Wedemark gehört zu unserer Kernregion Nord. Die Einsätze planen wir aus dem Hauptsitz Neumünster und der Niederlassung Bremen, ein eigenes Büro in der Gemeinde haben wir nicht. Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert.
Wie wir Brandwachen in anderen Teilen des Landes stellen, lesen Sie unter Brandwache Niedersachsen. Arbeiten in Nachbarorten wie Langenhagen lassen sich in dieselbe Planung aufnehmen.
Kosten: Arbeitszeit plus Nachkontrolle
Als Richtwert für eine Brandwache gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Gerechnet wird die Zeit der Heißarbeiten zuzüglich der Nachkontrolle. Weil viele Arbeiten an Kirchen und Gewerbehallen abends oder am Wochenende stattfinden, fällt der Anteil an Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden oft höher aus als bei anderen Diensten.
Bei mehrtägigen Sanierungen planen wir eine feste Kraft, die das Gebäude kennt, und stimmen die Zeiten täglich mit dem Bauleiter ab. Mehr über die Gemeinde finden Sie auf Sicherheitsdienst Wedemark.


