Alte Substanz in der Reichsstadt
Biberachs Altstadt ist reich an Gebäuden, die über Jahrhunderte gewachsen sind. Das Ulmer Tor stammt von 1365, die Magdalenenkapelle auf dem katholischen Friedhof von 1404, der Salzstadel am Kapellenplatz wurde 1513 als Weinkeller der Reichsstadt gebaut. Mehrere Weberhäuser aus dem 15. Jahrhundert sind erhalten, das Hospital zum Heiligen Geist, heute Museum, entstand Anfang des 16. Jahrhunderts und wurde zwischen 1992 und 2000 saniert. Am Bleicherbach steht die Weißgerberwalkmühle Kolesch von 1699.
In solchen Häusern sind Balken, Dielen und Dachstühle aus Holz, Hohlräume ziehen sich unbemerkt durch Wände und Decken. Wird hier gelötet, geschweißt, getrennt oder mit offener Flamme abgebeizt, kann sich ein Glutnest stundenlang halten, bevor es sichtbar wird. Deshalb gehört zur Brandwache immer auch die Nachkontrolle.
Objekte mit erhöhtem Bedarf
Die Liste nennt Gebäude und Anlagen in Biberach, an denen Brandwachen typischerweise gefragt sind. Sie beschreibt das Umfeld, nicht unsere Auftraggeber:
- Kirchen wie die simultan genutzte Stadtpfarrkirche St. Martin und Maria oder die Heilig-Geist-Kirche von 1649/62
- Der Rote Bau, ein denkmalgeschützter Sichtbacksteinbau des 19. Jahrhunderts mit Stadtarchiv und Wieland-Archiv
- Die Gigelberghalle von 1895, ein Fachwerkbau unter Denkmalschutz
- Die Stadthalle mit Vollbühne und Theatersaal, Spielort des Schützentheaters mit rund 450 jungen Darstellern
- Produktionshallen der Industrie, darunter das Kranwerk an der Memminger Straße, für das ein Umbau bis 2034 angekündigt ist
- Gießereien, Metallbau und Werkstätten, in denen bei Wartung und Umbau Schweiß- und Schneidarbeiten anfallen
Heißarbeiten in Industrie und Werkstatt
In Industriebetrieben fallen Heißarbeiten vor allem bei Instandhaltung, Anlagenumbau und Stillständen an. Wird eine Halle teilweise abgerissen oder erneuert, während in der Nachbarhalle produziert wird, steigt die Zahl solcher Arbeiten deutlich. Der Erlaubnisschein des Betriebs legt fest, welche Schutzmaßnahmen gelten und wie lange nach Ende der Arbeiten eine Wache vor Ort bleibt.
Unsere Kräfte beobachten während der Arbeiten Funkenflug und Nachbarbereiche, halten Löschmittel bereit und prüfen nach Abschluss Decken, Wände, Kabelkanäle und Dämmungen von Hand, mit Wärmebildkamera, wenn Sie eine bereitstellen. Erst wenn der vereinbarte Zeitraum ohne Befund verstrichen ist, wird der Bereich freigegeben. Vor dem Einsatz werden sie in die Löschmittel vor Ort eingewiesen.
In Gießereien und Metallbetrieben kommt eine Besonderheit hinzu: Staubablagerungen auf Trägern, Kranbahnen und Lüftungskanälen können durch Funken entzündet werden, die weit fliegen. Hier stimmen wir vor Beginn mit Ihrer Fachkraft für Arbeitssicherheit ab, welche Bereiche abgedeckt oder gereinigt werden und wo die Wache ihren Standort hat.
Veranstaltungen, Feuerwerk und Bühnen
Auch Veranstaltungen können eine Brandwache nötig machen, etwa bei Pyrotechnik, offenem Feuer oder aufwendigen Bühnenaufbauten. Beim Schützenfest wird am zweiten Freitag auf dem Gigelberg ein Feuerwerk gezündet, in der Stadthalle und der Gigelberghalle laufen Theater, Konzerte und Feiern. Ob dort eine Wache durch die Feuerwehr vorgeschrieben ist oder eine ergänzende Wache sinnvoll ist, klären Betreiber, Behörde und wir vor der Veranstaltung gemeinsam.
Bei solchen Einsätzen halten unsere Kräfte Rettungswege und Feuerwehrzufahrten frei, achten auf abgestellte Gegenstände vor Notausgängen und unterstützen bei einer Räumung nach Ihrem Konzept.
Planung aus dem Norden
Unsere Einsatzplanung arbeitet von Neumünster, Berlin und Bremen aus, eine Niederlassung in Baden-Württemberg gibt es nicht. Für Brandwachen in Biberach prüfen wir deshalb jeden Termin einzeln, besonders bei kurzfristigen Arbeiten. Was wir zusagen, halten wir mit fester Besetzung ein.
Unser Personal ist nach § 34a GewO unterrichtet und wird vor Ort in Objekt, Fluchtwege und Meldewege eingewiesen. Wir sind nach ISO 9001 zertifiziert, arbeiten nach DIN 77200 und sind rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar.
Die übrigen Leistungen in der Stadt finden Sie unter Sicherheitsdienst Biberach an der Riß.
Was eine Brandwache kostet
Wir kalkulieren mit 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine Wache am Werktag während der Arbeitszeit liegt im unteren Teil der Spanne. Muss die Nachkontrolle bis in die Nacht reichen oder fallen Arbeiten auf Wochenenden und Feiertage, steigt der Satz. Mehrtägige Stillstände mit planbaren Schichten sind je Stunde meist günstiger als einzelne kurze Einsätze.
Wie Brandwachen im übrigen Land laufen, beschreibt Brandwache in Baden-Württemberg.


