Eine Pendlerstadt mit Werksverkehr
Laut Wirtschaftsförderung der Stadt arbeiteten Mitte 2024 knapp 31.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Biberach, rund 22.600 davon wohnen anderswo und kommen täglich herein. Bei gut 34.000 Einwohnern ist das ein ungewöhnliches Verhältnis. Es zeigt, wie sehr die großen Betriebe den Alltag bestimmen, und es zeigt auch, was an ihren Toren los ist: Schichtwechsel, Besucher, Lieferanten, Monteure und Speditionen treffen zu festen Zeiten aufeinander.
Werkschutz ordnet diesen Verkehr. Er sorgt dafür, dass jede Person, die das Gelände betritt, bekannt ist, dass Fahrzeuge nur mit Freigabe einfahren und dass am Wochenende niemand unbemerkt in Hallen oder Labore gelangt.
Branchen und Standorte in der Stadt
Die Liste beschreibt die industrielle Struktur Biberachs anhand öffentlich bekannter Unternehmen. Sie sind Umfeld, keine Kunden von uns:
- Biotechnologische Wirkstoffherstellung von Boehringer Ingelheim an der Birkendorfer Straße, nach Angaben des Unternehmens die größte Anlage dieser Art in Europa
- Turmdrehkrane und Mobilbaukrane von Liebherr an der Memminger Straße, dort sitzt auch die Leitung der Kransparte
- Dentaltechnik von KaVo, seit 2022 Teil der Planmeca-Gruppe
- Leichtmetallguss und Füll- und Portioniertechnik der Handtmann-Gruppe sowie die Maschinenfabrik der Vollmer Werke
- Das Regionalzentrum Oberschwaben der EnBW und die Textilfirma Gerster
- Das Gewerbegebiet Flugplatz entlang der Nordwestumfahrung mit mittelständischen Betrieben
Zutritt nach Zonen statt nach Gesichtern
In der pharmazeutischen und biotechnologischen Produktion zählt nicht nur, wer jemand ist, sondern wohin er darf. Unsere Kräfte prüfen an der Pforte Werksausweise und Besucherdaten, gleichen Fremdfirmen mit der Anmeldeliste ab und geben Tagesausweise nur für die freigegebenen Bereiche aus. Wer zu einem Labor oder Reinraum will, wird vom Gastgeber abgeholt. Die Bereiche selbst betreten wir nur, wenn Sie das vorsehen und eine Unterweisung stattgefunden hat.
Bei Revisionen und Anlagenstillständen kommen oft Dutzende externe Monteure gleichzeitig. Hier lohnt sich eine zusätzliche Kraft an der Pforte, die Listen führt, Werkzeugkisten nach Ihren Regeln sichtet und abends darauf achtet, dass alle Ausweise zurückgegeben werden.
Auch Dentaltechnik und Präzisionsmaschinen haben ihre Eigenheiten. Prototypen, Messräume und Musterlager sind für Wettbewerber interessanter als jedes Rohmaterial. Hier achten unsere Kräfte darauf, dass Besucher ihr Fotoverbot kennen, dass Konstruktionsbereiche nur mit Begleitung betreten werden und dass Datenträger, Muster oder Zeichnungen das Gelände nicht ohne Ihre Freigabe verlassen.
Großbauteile, Rampen und Werksverkehr
Im Kranbau und im Maschinenbau verlassen Turmstücke, Ausleger, Gehäuse und ganze Anlagen das Werk häufig auf Tiefladern. Wir sichern Verladeflächen ab, halten Fußgänger aus dem Schwenkbereich, gleichen Ladepapiere ab und geben die Ausfahrt erst nach Zustimmung Ihres Versands frei. Avisierte Lkw fertigen wir am Tor ab, nicht angemeldete Fahrzeuge warten, bis der Wareneingang Bescheid gibt.
Liebherr hat angekündigt, das Kranwerk an der Memminger Straße bis 2034 schrittweise umzubauen, ohne die Fertigung anzuhalten. Ein solches Nebeneinander von Baustelle und Betrieb kennen viele Werke. Es verlangt einen Werkschutz, der Baufirmen getrennt vom Produktionsverkehr führt und Bauzäune ebenso kontrolliert wie Hallentore.
Ohne Büro im Land: was wir vorher klären
Unsere Einsatzleitung arbeitet von Neumünster, Berlin und Bremen aus. Für ein Werk in Biberach prüfen wir deshalb vor dem Angebot genau, ob wir eine Stammmannschaft mit Vertretung für Urlaub und Krankheit aufbauen können. Gelingt das nicht, sagen wir ab, statt nach wenigen Wochen mit wechselnden Gesichtern zu arbeiten.
Kommt der Auftrag zustande, wird jede Kraft vor dem ersten Dienst am Standort eingewiesen. Für Zutrittsentscheidungen setzen wir Personal mit Sachkundeprüfung nach § 34a GewO ein. Wir sind nach ISO 9001 zertifiziert und arbeiten nach DIN 77200. Erreichbar sind wir Tag und Nacht unter +49 4321 78 33 590.
Betriebe mit einem weiteren Werk in Ulm können beide Standorte über denselben Ansprechpartner abstimmen.
Kosten für Werkschutz in Biberach
Wir rechnen mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine dauerhaft besetzte Tagespforte liegt im unteren Bereich, weil Einarbeitung und Planung sich auf eine lange Laufzeit verteilen. Nachtschichten, Feiertage und Posten mit Sachkunde kosten mehr. Ruht die Produktion am Wochenende, können einzelne Runden die Dauerbesetzung ersetzen.
Mehr zur Lage im Land steht unter Werkschutz in Baden-Württemberg, die Übersicht zur Stadt unter Sicherheitsdienst Biberach an der Riß.


