Ein Ort mit Bausubstanz aus zwei Jahrhunderten
Die Denkmalliste von Ensdorf ist kurz, aber vielfältig. Das älteste Stück ist das Sandsteinportal des Ensdorfer Stollens von 1833 an der Prälat-Anheier-Straße. Die Pfarrkirche St. Marien an der Provinzialstraße wurde von 1863 bis 1868 als neuromanische Kreuzbasilika nach Plänen von Alexander Franz Himpler errichtet und später erweitert. Aus dem frühen 20. Jahrhundert stammen das Fördergerüst von 1917, Fördermaschinenhaus und Kompressorenhalle von 1917 und 1918 sowie das Zechenhaus von 1924.
Dazu kommen jüngere Bauten wie das Rathaus, ein dreigeschossiger Sandsteinbau mit Walmdach aus der Zeit um 1935, und ein Wohnhaus mit Arztpraxis, das Otto Zollinger 1927 entwarf. Wo an solchen Gebäuden geschweißt, geflext oder gelötet wird, verlangen Versicherer und Bauherren meist eine Brandwache.
Wo in Ensdorf Brandwachen in Frage kommen
Die folgenden Gebäude sind öffentlich dokumentiert. Die Liste nennt Orte, an denen Heißarbeiten typischerweise eine Brandwache erfordern, und keine Auftraggeber:
- Pfarrkirche St. Marien mit Dachstuhl und Turm
- Fördermaschinenhaus mit Dampffördermaschinen von 1918 und 1936 und die Kompressorenhalle der Schachtanlage Duhamel
- Das Zechenhaus mit seiner neoklassizistischen Fassade
- Bergmannsheim und Großsporthalle als Versammlungsstätten
- Neue Hallen auf dem früheren Kraftwerksgelände, sobald dort gebaut wird
Stahl, Holz und Staub: besondere Risiken im Bestand
In den Gebäuden der Schachtanlage Duhamel stecken Stahlträger, Dampfmaschinen und Reste alter Leitungen. Wird dort getrennt oder geschweißt, können Funken in Hohlräume, Kabelkanäle oder Ablagerungen fallen, die über Jahre niemand gesehen hat. In Kirchendachstühlen liegt häufig trockenes Holz neben Staub und alten Ablagerungen, also genau das Material, in dem Glut lange unbemerkt bleibt.
Deshalb gehört zur Brandwache nicht nur die Aufsicht während der Arbeit, sondern auch die Nachkontrolle. Die Kraft geht den Arbeitsbereich und die angrenzenden Räume nach Ende der Arbeiten noch einmal ab, achtet auf Geruch und Wärme und bleibt so lange, wie es die Freigabe für die Heißarbeiten vorschreibt.
Aufgaben einer Brandwache
Die genauen Aufgaben legen Sie oder Ihr Brandschutzbeauftragter fest. Üblich sind:
- Kontrolle, ob brennbare Stoffe aus dem Arbeitsbereich entfernt oder abgedeckt sind
- Ständige Beobachtung während Schweiß-, Schneid- und Trennarbeiten
- Bereithalten der vor Ort gestellten Löschmittel, in deren Nutzung die Kraft vor Ort eingewiesen wird
- Nachkontrolle nach Ende der Arbeiten und in vereinbarten Abständen danach
- Alarmierung der Feuerwehr über 112 und Information der Bauleitung im Ernstfall
- Ersatzweise Streifengänge, wenn eine Brandmeldeanlage wegen Umbau abgeschaltet ist
Jede Nachkontrolle steht mit Uhrzeit im Bericht, der Ihnen nach Abschluss der Arbeiten vorliegt. Bei Denkmälern wie dem Fördermaschinenhaus stimmen wir außerdem ab, welche Flächen abgedeckt werden dürfen, ohne die historische Ausstattung zu beschädigen.
Brandwachen für Ensdorf vorhabenbezogen planen
Unsere Planung sitzt in Neumünster, weitere Standorte sind Berlin und Bremen. Im Saarland haben wir kein Büro; Brandwachen in Ensdorf übernehmen wir daher vorhabenbezogen. Weil Heißarbeiten oft an feste Termine von Handwerksbetrieben gebunden sind, klären wir vor einer Zusage, ob wir die Kraft für genau diese Tage stellen können, und sagen es offen, wenn nicht.
Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO und werden vor Ort in Gebäude, Fluchtwege und Löschmittel eingewiesen. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert und rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar.
Alle Leistungen für den Ort stehen unter Sicherheitsdienst Ensdorf (Saar); den Nachbarort im Hinterland finden Sie unter Schwalbach.
Was eine Brandwache in Ensdorf kostet
Wir rechnen mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Für Brandwachen fallen vor allem die Dauer der Nachkontrolle und Nachtstunden ins Gewicht: Endet eine Schweißarbeit am Abend, reicht die Wache oft in die Nacht hinein. Kurze Einsätze von wenigen Stunden sind möglich, werden aber mit einer Mindestdauer geplant.
Für Sanierungen über mehrere Wochen lässt sich ein fester Wochenplan vereinbaren. Wie Brandwachen in anderen Orten des Landes eingesetzt werden, beschreibt Brandwache im Saarland.


