Feuergefährliche Arbeiten und wer sie absichert
Schweißen, Brennschneiden, Trennschleifen, Löten und Abflammen gelten als feuergefährliche Arbeiten. Werden sie außerhalb einer dafür eingerichteten Werkstatt ausgeführt, stellt der Auftraggeber meist einen Erlaubnisschein aus. Darin steht, welche Schutzmaßnahmen gelten, ob eine Brandwache während der Arbeit nötig ist und wie lange danach kontrolliert wird. Grundlage sind die Regeln der gesetzlichen Unfallversicherung und die Vorgaben der Sachversicherer.
Eine Brandwache beobachtet die Arbeitsstelle und die Umgebung, entfernt oder deckt brennbare Stoffe ab, hält Löschmittel griffbereit und löscht einen Entstehungsbrand sofort. Nach dem letzten Funken kontrolliert sie Fugen, Hohlräume und angrenzende Räume, auch darüber und darunter, bis die vereinbarte Nachlaufzeit vorbei ist.
Bauten in Landsberg mit viel Holz und langer Geschichte
Die Altstadt am Hochufer des Lech ist reich an historischen Gebäuden. Öffentlich beschrieben sind unter anderem:
- das Bayertor, erbaut zwischen 1419 und 1425, rund 36 Meter hoch, zuletzt 2015 und 2016 restauriert
- der Schmalzturm am Hauptplatz aus dem 13. Jahrhundert
- die Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt, ursprünglich gotisch und um 1708 barock umgestaltet
- die Heilig-Kreuz-Kirche, geweiht 1754, und die Johanniskirche nach Plänen von Dominikus Zimmermann
- das Alte Rathaus mit seiner Rokokofassade von Dominikus Zimmermann
- der Mutterturm aus den 1880er Jahren mit dem Herkomer Museum
- das ehemalige Jesuitengymnasium von 1694, heute Neues Stadtmuseum, seit 2020 im Umbau
Hinzu kommt das Stadttheater, das zu den ältesten bespielten Bürgertheatern Bayerns zählt. In seinen Bühnen- und Dachbereichen liegen Holz, Stoffe und Technik eng beieinander.
Denkmal, Museum und Theater: Arbeiten mit Rücksicht
An Türmen und Dächern der Altstadt werden Bleche verlötet, Blitzschutz erneuert oder Stahlteile angepasst. Unter den Arbeitsstellen liegen trockene Balken, Bretterböden und Staub aus Jahrhunderten. Ein Funke, der in eine Ritze fällt, kann dort Stunden später ein Glutnest bilden. Unsere Kraft beobachtet deshalb neben der Flamme auch Deckenfelder, Balkenköpfe und Zwischenräume ringsum und verlässt den Ort erst, wenn die vereinbarte Zeit nach dem letzten Funken verstrichen ist.
Bei einem Umbau wie dem des Neuen Stadtmuseums arbeiten oft mehrere Gewerke gleichzeitig in einem alten Gebäude. Wir stimmen mit Bauleitung und Brandschutzbeauftragtem ab, welche Bereiche zusätzlich abgegangen werden. Für Brandsicherheitswachen während Vorstellungen ist gewöhnlich die Feuerwehr zuständig; wir übernehmen die Aufsicht, solange gebaut oder gewartet wird.
Werkhallen, Schulen und Klinik
In den Industriebetrieben im Frauenwald und im Industriegebiet fallen Heißarbeiten bei Umbauten, Anlagenwechseln und Dachsanierungen an. Wo Öle, Kunststoffe oder Verpackungen lagern, reicht ein Funke über die Hallengrenze hinaus. An den Beruflichen Schulen entsteht im Zuge der Generalsanierung ein neues Werkstattgebäude, am Klinikum ein Ausbildungscampus; in beiden Fällen geht der Betrieb in benachbarten Gebäuden weiter.
Ist in einem genutzten Gebäude die Brandmeldeanlage abschnittsweise abgeschaltet, kann eine Brandwache als Ersatzmaßnahme vorgesehen sein. Dann läuft eine Kraft die abgeschalteten Abschnitte in festen Abständen ab, alarmiert sofort und unterstützt bei einer Räumung, abgestimmt mit Haustechnik und Brandschutzbeauftragten.
Unser Einsatz in Landsberg
Unser Hauptsitz ist Neumünster; in Bayern nehmen wir Brandwachen vorhabenbezogen an und unterhalten im Freistaat kein Büro. Weil Schweißtermine auf Baustellen gern wandern, klären wir zuerst, mit welchem Vorlauf ein Einsatz in Landsberg für uns machbar ist. Lieber eine ehrliche Absage als ein Termin, der am Ende unbesetzt bleibt.
Am ersten Tag zeigt uns Ihr Verantwortlicher, wo Löschmittel und Wandhydranten hängen, welche Melder abgeschaltet sind, wo die Fluchtwege verlaufen und wen wir im Ernstfall anrufen. Beginn, Pausen, Arbeitsende und jede Nachkontrolle halten wir schriftlich fest und übergeben Ihnen das Protokoll. Stellen Sie eine Wärmebildkamera, nutzen wir sie für die Kontrolle verdeckter Bereiche. Eingesetzt werden Kräfte mit Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO. Das Unternehmen ist nach ISO 9001 sowie DIN 77200 zertifiziert, telefonisch erreichen Sie uns Tag und Nacht: +49 4321 78 33 590.
Was eine Brandwache kostet
Eine Brandwache in Landsberg kostet als Richtwert 23 bis 50 € netto je Stunde. Gezählt wird nicht nur, solange der Handwerker arbeitet, sondern auch die Nachlaufzeit danach; endet die Arbeit am späten Nachmittag, liegt ein Teil davon im Abend. Ein einzelner Vormittag an einem Kirchendach, mehrere Wochenenden in einer Werkhalle oder eine tagelange Ersatzmaßnahme in einem Schulgebäude führen deshalb zu unterschiedlichen Ergebnissen innerhalb der Spanne.
Mehr über unsere Arbeit in der Stadt lesen Sie unter Sicherheitsdienst Landsberg am Lech, Brandwachen für ganz Bayern unter Brandwache Bayern. Für Vorhaben in der Landeshauptstadt gibt es Sicherheitsdienst München.


