Wann eine Brandwache gebraucht wird
Eine Brandwache beobachtet einen Bereich, in dem die Gefahr eines Brandes vorübergehend erhöht ist, und greift bei einem Entstehungsbrand sofort ein. Typische Anlässe sind Schweiß-, Schneid-, Löt- und Trennarbeiten in Gebäuden mit brennbaren Bauteilen oder Lagergut, Dacharbeiten mit offener Flamme, Umbauten bei laufendem Betrieb und Zeiten, in denen eine Brandmelde- oder Sprinkleranlage wegen Wartung oder Umbau außer Betrieb ist.
Ihre Aufgabe ist schlicht, aber verantwortungsvoll: den Arbeitsbereich vor, während und nach den Arbeiten im Blick behalten, Funkenflug und Glutnester erkennen, Löschmittel bereithalten, Flucht- und Rettungswege freihalten und im Ernstfall Alarm auslösen, die Feuerwehr rufen und Personen aus dem Gefahrenbereich leiten. Nach dem Ende der Arbeiten folgt eine Nachkontrolle, weil Schwelbrände oft erst später sichtbar werden.
Orte in Bayern, an denen Brandwachen typischerweise anfallen
Die Beispiele zeigen, in welchen Gebäuden und Anlagen im Freistaat Brandwachen eine Rolle spielen können. Sie sind keine Kunden oder Einsatzorte von uns. In Theatern und großen Versammlungsstätten stellt bei Vorstellungen auf großen Bühnen in der Regel die Feuerwehr die Brandsicherheitswache; privater Bedarf entsteht dort eher bei Umbauten, Sanierungen und Proben- oder Aufbauphasen.
- Nationaltheater München, Spielstätte der Bayerischen Staatsoper mit einer Bühnenfläche von insgesamt rund 2.400 m²
- Opernhaus des Staatstheaters Nürnberg am Richard-Wagner-Platz, dessen Sanierung über viele Jahre geplant ist
- Kongresshalle Nürnberg, die als Interimsspielstätte für die Oper umgebaut wird
- Großes Haus des Staatstheaters Augsburg, seit 2017 in Generalsanierung, mit dem martini-Park als Ausweichquartier
- Mainfranken Theater Würzburg, das seit 2018 bei laufendem Spielbetrieb saniert wird
- Richard-Wagner-Festspielhaus auf dem Grünen Hügel in Bayreuth
- Chemiepark Gendorf und Chemiestandorte in Burghausen, wo bei Revisionen viele Heißarbeiten anfallen
- Messehallen in München-Riem und Nürnberg-Langwasser während Auf- und Abbau großer Messen
In Würzburg, Bayreuth oder Augsburg treffen in Kulturbauten historische Substanz, Holz, Textilien und moderne Bühnentechnik aufeinander. In Industriebetrieben stehen dagegen brennbare Flüssigkeiten, Stäube und Gase im Mittelpunkt, und die Brandwache muss die Regeln des Werks für Zündquellen genau kennen.
Was die bayerische Versammlungsstättenverordnung vorgibt
Für Versammlungsstätten regelt § 41 der bayerischen Versammlungsstättenverordnung (VStättV), dass der Betreiber bei Veranstaltungen mit erhöhten Brandgefahren eine Brandsicherheitswache einzurichten hat. Bei jeder Veranstaltung auf Großbühnen und Szenenflächen mit mehr als 200 m² Grundfläche muss eine Brandsicherheitswache der Feuerwehr anwesend sein. Darauf kann nur verzichtet werden, wenn der Betreiber ausreichend ausgebildetes eigenes Personal hat und die Brandschutzdienststelle dies schriftlich bestätigt.
Für uns heißt das: Wo die Verordnung die Feuerwehr verlangt, treten wir nicht an ihre Stelle. Unsere Brandwachen setzen wir dort ein, wo der Betreiber oder Bauherr eine Brandwache in eigener Verantwortung organisieren darf oder muss – etwa bei Heißarbeiten, Bauarbeiten in Versammlungsstätten außerhalb des Spielbetriebs oder bei Veranstaltungen ohne Großbühne. Welche Vorgaben für Ihr Vorhaben gelten, klären Sie mit Ihrer Fachkraft für Arbeitssicherheit, dem Versicherer oder der Brandschutzdienststelle; wir richten uns danach.
Brandwache als Vorhaben: Vorbereitung und Ablauf
Staffsec sitzt in Neumünster und hat Niederlassungen in Berlin und Bremen. Bayern gehört nicht zu unserer Kernregion Nord, darum übernehmen wir dort Brandwachen vorhabenbezogen. Für eine Zusage brauchen wir Angaben zu Art und Dauer der Arbeiten, zum Gebäude, zu vorhandener Brandschutztechnik und zu den Zeiten, in denen gearbeitet wird. Erst wenn Team, Anreise und Unterkunft feststehen, sagen wir zu.
Vor Beginn lernt die Brandwache den Bereich, die Lage von Feuerlöschern, Wandhydranten und Druckknopfmeldern, die Fluchtwege und die Ansprechpartner kennen. Ein Erlaubnisschein oder eine Freigabe für feuergefährliche Arbeiten, sofern Sie damit arbeiten, legt fest, wann und wie lange wir beobachten. Jede Schicht wird dokumentiert, einschließlich Nachkontrolle und Übergabe. Unsere Zentrale ist rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar.
- Abstimmung von Arbeitsbereich, Zeitfenster und Nachkontrolle
- Einweisung in Löschmittel, Meldewege und Fluchtwege
- Beobachtung während der Arbeiten, Nachkontrolle danach
- Protokoll je Schicht mit Übergabe an den Verantwortlichen
Ausbildung der Kräfte und regionale Planung
Unsere Brandwachen sind im Umgang mit Feuerlöschern und Wandhydranten unterwiesen und haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO. Der Betrieb ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Für Einsätze in Chemie- oder Industriebetrieben kommen die Unterweisungen des jeweiligen Werks hinzu, etwa zu Schutzausrüstung und Gaswarngeräten.
Heißarbeiten in Bayern verteilen sich auf ganz unterschiedliche Regionen: Sanierungen in den Theatern der Großstädte, Revisionen im Chemiedreieck im Südosten des Landes, Messeaufbauten in München und Nürnberg, Dach- und Hallenarbeiten in Gewerbegebieten auf dem Land. Weil Brandwachen oft kurzfristig und mit genauen Zeitfenstern gebraucht werden, planen wir Anreise und Bereitschaft so, dass der Arbeitsbeginn nicht an der fehlenden Wache scheitert.
Kosten einer Brandwache in Bayern
Als Anhaltspunkt für die Brandwache nennen wir einen Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo Ihr Einsatz liegt, hängt von Dauer und Uhrzeit der Arbeiten, der Länge der Nachkontrolle, Wochenend- oder Nachtanteilen, besonderen Anforderungen des Betriebs und der Anreise ab. Kurze Einsätze mit genauem Zeitfenster werden anders kalkuliert als eine mehrwöchige Wache während einer Anlagenabschaltung.
Ein festes Angebot erhalten Sie, sobald Arbeiten und Zeitraum geklärt sind. Mehr zur Leistung finden Sie auf unserer Seite zu Brandwachen.


