Eine Stadt, die ihre Brandgeschichte kennt
Die Häuser rund um den Max-Josefs-Platz entstanden nach dem großen Stadtbrand von 1641; im Kern reichen manche bis ins 14. Jahrhundert zurück. Auch St. Nikolaus erhielt erst nach diesem Brand ihren Zwiebelturm, der heute 65 Meter misst. Die Salzstadel nördlich des Ludwigsplatzes brannten 1889 nieder, der Lokschuppen wurde 1898 und 1921 beschädigt und wieder aufgebaut.
Heute sind diese Gebäude geschützt, gepflegt und werden immer wieder saniert. Wenn dabei geschweißt, geflext oder gelötet wird, verlangen Versicherer und Betreiber meist eine Brandwache. Die Beispiele unten zeigen, wo solche Arbeiten anfallen. Dass wir dort tätig sind, behaupten wir nicht.
Gebäude und Anlagen mit besonderem Brandrisiko
Aus Nachschlagewerken und Angaben der Betreiber:
- die Bürgerhäuser und Kirchen der Altstadt, darunter St. Nikolaus, die barockisierte Heilig-Geist-Kirche und die Spitalkirche St. Joseph mit ihrer reich geschnitzten Rokoko-Kanzel
- das Mittertor, im Kern das älteste Gebäude der Stadt, mit dem Städtischen Museum
- das Ballhaus mit Festsaal und Gewölbekeller von 1878 und die Kunstmühle südlich des Bahnhofs, ein Industriekomplex, der zwischen 1855 und 1916 entstand
- die SPIE Arena, seit 1973 mit einem Dach aus Brettschichtholz überdacht und seit März 2026 im Umbau
- das Heizkraftwerk der Stadtwerke an der Färberstraße, das seit 1964 Abfall verwertet und Fernwärme liefert
Hinzu kommen Werke der Metall- und Holzverarbeitung, in denen Instandhaltung oft in Stillstandszeiten mit vielen Heißarbeiten gebündelt wird.
Heißarbeiten in Altbau und Denkmal
In einem Bürgerhaus mit Holzbalkendecken oder einer Kirche mit barocker Ausstattung kann ein Funke lange unbemerkt in einer Fuge glimmen. Die Brandwache steht deshalb während der Arbeiten direkt neben dem Handwerker, beobachtet Funkenflug und Hitze, hält das bereitgestellte Löschmittel griffbereit und greift sofort ein, wenn etwas zu glimmen beginnt.
Nach Ende der Arbeiten bleibt sie so lange, wie es die Erlaubnis vorgibt, und kontrolliert Decken, Wände, Hohlräume und angrenzende Räume. Vor dem ersten Einsatz werden unsere Kräfte vor Ort in Fluchtwege, Meldewege und Löschmittel eingewiesen. Bei Kirchen und Museen stimmen wir zusätzlich ab, welche Ausstattung abgedeckt oder geschützt werden muss.
Hallen, Industrie und Versorgung
Bei Umbauten in einer Halle mit Holztragwerk kommt die Größe des Raums dazu: Funken fliegen weiter, Rauch verteilt sich anders, Brandmelder sind während der Arbeiten oft abgeschaltet. Die Brandwache achtet darauf, dass Abschaltungen nur im vereinbarten Bereich und für die vereinbarte Zeit gelten, und meldet sich bei der verantwortlichen Stelle, bevor sie den Bereich verlässt. Liegen Folien, Dämmstoffe oder Verpackungen in der Nähe, lässt sie diese vor Beginn wegräumen oder abdecken.
In Kraftwerken und Werken mit Brennstofflagern gelten eigene Regeln für Erlaubnisscheine und Zonen. Wir arbeiten nach Ihrem Verfahren, lassen uns die Grenzen der Arbeitsbereiche zeigen und dokumentieren Beginn, Ende und Nachkontrolle mit Uhrzeit.
Planung und Qualifikation
Rosenheim liegt außerhalb unserer Kernregion im Norden. Unser Hauptsitz ist in Neumünster, weitere Standorte sind Berlin und Bremen. Wir übernehmen Brandwachen in Rosenheim vorhabenbezogen und klären vorher, ob wir alle Termine der Arbeiten zuverlässig besetzen können. Eingesetzt werden Kräfte mit Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO.
Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Rückfragen und kurzfristige Änderungen nehmen wir rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 entgegen.
Kosten für eine Brandwache in Rosenheim
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei Brandwachen zählt neben der Arbeitszeit auch die Nachkontrolle, die je nach Erlaubnis mehrere Stunden dauern kann. Arbeiten am Abend, in der Nacht oder am Wochenende, etwa wenn ein Werk nur dann stillsteht, erhöhen den Anteil der Zuschläge, die wir getrennt ausweisen.
Alle Leistungen in der Stadt finden Sie unter Sicherheitsdienst Rosenheim, den Überblick für den Freistaat unter Brandwache Bayern.


