Eine Gemeinde mit fast 900 Jahren Baugeschichte
1135 gründete Erzbischof Albero von Trier in Wadgassen ein Kloster, das später als Prämonstratenserabtei zu einem geistlichen Mittelpunkt der Region wurde. Nach der Auflösung 1792 diente die Anlage zeitweise als Steinbruch, ab 1843 zog die Kristallglashütte von Villeroy & Boch ein. Was von beiden Epochen geblieben ist, steht heute unter Denkmalschutz: der barocke Abteihof mit dem Deutschen Zeitungsmuseum, Wirtschaftsgebäude Im Hof aus dem 16. Jahrhundert, der Krankenbau um 1750, das Torhaus, die Schreinerei und die Glashütte der Cristallerie von 1883.
Eine Brandwache bei Heißarbeiten an solchen Bauten ist mehr als eine Formalität. Alte Dachstühle, Holzbalkendecken und Hohlräume hinter Verkleidungen leiten Glut weiter, ohne dass sie sofort sichtbar wird. Deshalb verlangen Versicherer und Betreiber eine Person, die nichts anderes tut als aufpassen.
Gebäude und Anlagen, an denen Heißarbeiten anfallen können
Die folgenden Bauwerke in Wadgassen sind als Baudenkmäler oder Betriebe öffentlich belegt. Wir nennen sie als Beispiele, nicht als Aufträge:
- Spurker Haus, Auf dem Spurk: frühere Herberge der Abtei mit Galerie aus dem 16. Jahrhundert
- Gasthaus „Zur Linde“, Lindenstraße: Bau aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts
- Pfarrkirchen St. Mariae Heimsuchung (1880–1882), St. Gangolf in Differten (1891–1893), Herz Jesu in Hostenbach (1922/23, Turm 1954/55), St. Antonius von Padua in Werbeln (1923/24) und Zu den hl. Schutzengeln in Schaffhausen (1933/34)
- Fördermaschinenhaus des Karl-Schachts an der Provinzialstraße in Schaffhausen, Zeugnis des früheren Kohlebergbaus
- Bahnhofsempfangsgebäude in Differten von 1879/80
- Werkhallen des Maschinenbaus und Hallen im Gewerbegebiet Sitters
Kirchtürme und Dachstühle: worauf es oben ankommt
Der Turm der Herz-Jesu-Kirche in Hostenbach ist 45 Meter hoch, auch die anderen Kirchen der Gemeinde haben hohe Dachräume mit Holzkonstruktion. Wird dort geschweißt, gelötet oder eine Dachbahn mit der Flamme verlegt, muss die Brandwache die Stelle unmittelbar sehen können und den Weg nach unten kennen. Vor Beginn klären wir mit dem ausführenden Betrieb, wo Löschmittel stehen, welche Öffnungen Funken nach unten durchlassen könnten und wie im Ernstfall die Feuerwehr alarmiert wird.
Nach dem letzten Funken beginnt die Nachbeobachtung. Sie dauert so lange, wie der Erlaubnisschein vorgibt, und schließt auch die Räume unter und neben der Arbeitsstelle ein. Unsere Kraft geht diese Bereiche ab, achtet auf Geruch, Rauch und Wärme und gibt die Stelle erst frei, wenn die Zeit verstrichen und nichts aufgefallen ist.
Werkhallen und Versammlungsräume
In Maschinenbaubetrieben fallen Schweiß- und Trennarbeiten außerhalb der eigentlichen Fertigung an, etwa bei Umbauten, an Kranbahnen oder an Dächern. Dann liegen Öl, Späne und Verpackung oft näher an der Arbeitsstelle als gedacht. Die Brandwache räumt mit Ihnen vorher ab, was sich entfernen lässt, deckt den Rest ab und behält ihn im Blick.
Bei Festen und Sitzungen in Hallen wie der Glück-auf-Halle oder der Bisttalhalle kann eine Brandsicherheitswache verlangt sein, die Fluchtwege und Notausgänge freihält und bei einem Brand die ersten Schritte einleitet. Ob und in welchem Umfang das notwendig ist, legen Behörden oder Betreiber fest; wir richten uns danach. Unsere Kräfte werden am jeweiligen Objekt in Löschmittel, Wege und Meldekette eingewiesen.
Ablauf eines Brandwacheneinsatzes in Wadgassen
Staffsec arbeitet von Neumünster, Berlin und Bremen aus und hat im Saarland kein Büro. Brandwachen in Wadgassen übernehmen wir als einzelne Vorhaben, sobald feststeht, dass wir sie mit geeignetem Personal und vertretbarer Anreise besetzen können. Bei längeren Sanierungen mit vielen Heißarbeitstagen lohnt eine frühe Anfrage, damit die Einsätze über die gesamte Bauzeit gleich besetzt bleiben.
Zu jedem Einsatz gibt es ein Protokoll: Beginn und Ende der Arbeiten, Dauer der Nachbeobachtung, Kontrollgänge und die Freigabe. Unsere Kräfte haben die Unterrichtung nach § 34a GewO und werden vor dem ersten Einsatz am Gebäude eingewiesen. Zertifiziert ist das Unternehmen nach ISO 9001 und DIN 77200, rund um die Uhr erreichbar unter +49 4321 78 33 590.
Alle Leistungen in der Gemeinde finden Sie unter Sicherheitsdienst Wadgassen, Brandwachen am Nordufer der Saar unter Ensdorf.
Was eine Brandwache kostet
Für eine Brandwache gilt ein Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Gerechnet wird die Zeit der Arbeiten plus die Nachbeobachtung; enden die Arbeiten am späten Nachmittag, zieht sich die Wache häufig in den Abend und es fallen Zuschläge an. Arbeiten am Wochenende, etwa an Kirchen außerhalb der Gottesdienstzeiten, verteuern die Stunde zusätzlich.
Günstiger wird es, wenn Heißarbeiten gebündelt werden und eine Kraft mehrere Tage am Stück bleibt. Wie Brandwachen im ganzen Land organisiert werden, lesen Sie unter Brandwache im Saarland.


