Vom Kristallglas zur Fördertechnik
Die Gemeinde Wadgassen im Landkreis Saarlouis zählt knapp 18.000 Einwohner auf rund 26 Quadratkilometern. Ihre Industriegeschichte beginnt nicht erst im 19. Jahrhundert: Schon um 1680 betrieb die Abtei in Werbeln eine Glasmanufaktur. 1843 gründeten Nicolas Villeroy, Jean-François Boch und Eduard Karcher auf dem Abteigelände die Cristallerie, in der bis 1986 Kristallglas entstand. In Hostenbach lief von 1895 bis 1972 ein Blechwalzwerk, unter Tage wurde bis 1932 Kohle gefördert.
Heute ist der bekannteste Industriebetrieb im Ort die FLSmidth Wadgassen GmbH. Der Maschinenbauer übernahm 2007 die Koch GmbH, die beiden Firmen wurden 2010 verschmolzen, und der Standort soll ein Technologiezentrum für Fördertechnik werden. Für den Werkschutz bedeutet ein solcher Betrieb: Konstruktion, Fertigung und Versand liegen nah beieinander, Kundenbesuche und Monteure kommen und gehen, und in den Hallen stehen Baugruppen von erheblichem Wert.
Wo im Gemeindegebiet Werkschutz gefragt sein kann
Die folgende Übersicht beruht auf öffentlich zugänglichen Angaben und zeigt, welche Arten von Betrieben in Wadgassen typischerweise Torkontrolle oder Rundgänge brauchen. Es handelt sich nicht um eine Kundenliste:
- FLSmidth Wadgassen: Maschinenbau mit Schwerpunkt Fördertechnik, Fertigungshallen, Lager und Versand
- Gewerbegebiet Sitters in Schaffhausen: Abbau von Sand und Kies mit Radladern, Förderbändern und weitläufigen Abbaukanten
- Gemeindewerke, Gemeindestrom, Bäderbetrieb und Entsorgungsbetrieb: kommunale Technik von der Wasserversorgung bis zum Fuhrpark der eigenen Müllabfuhr
- Cristallerie-Gelände an der Saarstraße: frühere Glashütte, heute Outlet mit Lager- und Anlieferzonen hinter den Verkaufsflächen
- Frühere Bisttalbahn zwischen Hostenbach und Überherrn: stillgelegte Gleise, über die bis 2016 Neuwagen rollten
Grube und Halde: Gelände ohne feste Grenzen
Ein Kieswerk lässt sich nicht wie eine Halle abschließen. Abbauflächen verändern sich, offene Böschungen ziehen am Wochenende Neugierige an, und abgestellte Radlader oder Dieseltanks wecken Begehrlichkeiten. Werkschutz an einem solchen Ort heißt vor allem: die Zufahrt und, falls vorhanden, die Waage kontrollieren, Fahrzeuge außerhalb der Betriebszeit ausschließen, den Zaun entlang der Wege abgehen und Abbruchkanten im Blick behalten, damit niemand Unbefugtes in Gefahr gerät.
Ähnlich weitläufig sind die Spitzkegelhalden „Hermann und Dorothea“ in Hostenbach, die auf 76 Hektar aus Schlacke der Völklinger Hütte aufgeschüttet wurden. Wo Industrieflächen und Naherholung aneinandergrenzen, wie an der Saaraue, hilft eine klare Beschilderung, die der Werkschutz bei jedem Rundgang mit prüft.
Pforte, Fremdfirmen und Versand im Maschinenbau
In einem Maschinenbaubetrieb wird die Pforte zur Anlaufstelle für ganz unterschiedliche Menschen: Speditionen holen fertige Baugruppen ab, Zulieferer bringen Bleche und Antriebe, Servicetechniker kommen zu Prüfungen, Kunden zur Abnahme. Bewährt hat sich ein Besucherbuch, in dem jeder Gast mit Ansprechpartner, Uhrzeit und Ausweisnummer steht, und eine Liste der Fremdfirmen, die nur mit nachgewiesener Sicherheitsunterweisung in die Hallen dürfen.
Nach Schichtende wechselt der Schwerpunkt. Dann zählen verschlossene Hallentore, gesicherte Druckgasflaschen, ausgeschaltete Maschinen und abgedeckte Teile auf dem Freilager. Unsere Kräfte gehen eine mit Ihnen abgestimmte Route, melden offene Türen oder Wasser aus Leitungen und dokumentieren jede Runde mit Uhrzeit im Bericht.
So entsteht ein Werkschutzauftrag in Wadgassen
Unsere Standorte liegen in Neumünster, Berlin und Bremen; im Saarland unterhält Staffsec kein Büro. Wadgassen gehört deshalb nicht zu unserem täglichen Einsatzgebiet, sondern wird für jedes Vorhaben einzeln geplant. Vor einem Angebot klären wir, ob sich die Posten dauerhaft, auch über Urlaubs- und Krankheitszeiten, mit geeignetem Personal besetzen lassen und wie Anreise und Unterbringung geregelt werden. Fällt diese Prüfung negativ aus, sagen wir Ihnen das offen.
Kommt der Auftrag zustande, gibt es eine feste Ansprechperson und eine schriftliche Postenanweisung, die wir gemeinsam mit Ihnen schreiben und bei Änderungen im Betrieb anpassen. Wer an Tor oder Pforte über Zutritt entscheidet, hat die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO bestanden. Das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert und rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar.
Alle Leistungen für die Gemeinde sehen Sie unter Sicherheitsdienst Wadgassen; Betriebe auf der anderen Saarseite finden Sie unter Bous.
Womit Sie beim Werkschutz rechnen sollten
Als grobe Spanne für Werkschutz gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo in Wadgassen der Betrieb tagsüber in einer oder zwei Schichten läuft, reicht häufig eine besetzte Pforte zu den Arbeitszeiten, ergänzt um Rundgänge in der Nacht und am Wochenende. Das ist deutlich günstiger als ein Posten, der rund um die Uhr steht.
Den Preis heben vor allem Nacht-, Sonntags- und Feiertagsstunden, die Sachkunde auf jedem Posten, zusätzliche Aufgaben wie Waage oder Versandpapiere und die Anreise in ein Gebiet ohne eigenen Standort. Wie sich Werkschutz im ganzen Bundesland darstellt, beschreibt die Seite Werkschutz im Saarland.


