Ein Ortsteil mit sehr verschiedenen Gebäuden
Westend gehört zum Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf und reicht von der Ringbahn im Osten bis zum Stößensee im Westen. Auf gut 13,5 Quadratkilometern leben rund 41.000 Menschen. Wer hier ein Gebäude verantwortet, hat es selten mit einem Standardfall zu tun: Neben großen Mietshäusern aus der Zeit nach 1908 in Neu-Westend stehen Villen aus der Gründerzeit, Siedlungen der 1920er- und 1950er-Jahre, Bauten der Nachkriegsmoderne und einige sehr große Einzelbauten wie das ICC.
Für den Objektschutz heißt das: Die Aufgabe wird vom Gebäude bestimmt, nicht vom Ortsteil. Ein geschlossener Großbau braucht Kontrollen von Zugängen und Haustechnik, ein Wohnhochhaus einen verlässlichen Empfang, eine Villa mit diplomatischer Nutzung vor allem Diskretion. Wir legen die Aufgaben deshalb gemeinsam mit Ihnen fest und schreiben sie in eine Dienstanweisung, die jede Kraft vor dem ersten Dienst kennt.
Gebäude, an denen Objektschutz gefragt ist
Einige Beispiele aus dem Ortsteil zeigen, wie breit die Anforderungen sind:
- Internationales Congress Centrum am Messedamm: rund 313 Meter lang, seit April 2014 geschlossen und seit 2019 einschließlich der Innenausstattung denkmalgeschützt
- Corbusierhaus an der Flatowallee 16: 17 Geschosse und 530 Wohnungen, seit 1979 in Eigentumswohnungen aufgeteilt
- Botschaften und Konsulate in Villen, darunter die Vertretungen von Armenien, Namibia, Tansania und Tunesien
- Geschäftshäuser, Praxen und Läden rund um den Theodor-Heuss-Platz und entlang der Reichsstraße bis zum Steubenplatz
- Die früheren Wassertürme an der Akazienallee, die heute als Loftwohnungen genutzt werden
- Wohnanlagen in den Siedlungen Eichkamp und Heerstraße
Einen Überblick über alle Leistungen im Ortsteil finden Sie auf der Seite Sicherheitsdienst Berlin-Westend.
Leerstand am Messedamm: Bewachung über lange Zeiträume
Das ICC zeigt, wie lange ein Gebäude ohne Nutzung bleiben kann. Seit der letzten Veranstaltung im April 2014 ist der Bau geschlossen; ein Verfahren zur Suche nach Investoren lief bis Juli 2025. Für Eigentümer solcher Häuser bleibt die Pflicht, Zugänge geschlossen zu halten, Schäden früh zu erkennen und den Zustand für Versicherer und Behörden nachweisen zu können.
Bei leerstehenden Gebäuden arbeiten wir mit festen Kontrollpunkten: Außentüren, Notausgänge, Rolltore, Dachzugänge, Technikräume und Bereiche, in denen Wasser eindringen kann. Wir prüfen, ob Siegel und Schlösser unversehrt sind, ob Fenster eingeschlagen oder Zäune geöffnet wurden, und halten Auffälligkeiten mit Uhrzeit im Bericht fest. Kommen Gutachter, Planer oder Firmen für Probearbeiten ins Haus, begleiten wir sie und verschließen nach ihrem Abzug wieder.
Wohnanlagen, Villen und Vertretungen
In einem Haus wie dem Corbusierhaus wohnen Hunderte Parteien, dazu kommen Handwerker, Lieferdienste und Besucher. Ein Empfangsdienst sorgt dafür, dass Fremde nicht einfach mitgehen, Pakete nicht im Flur stehen bleiben und Tiefgarage und Kellergänge regelmäßig kontrolliert werden. Für Eigentümergemeinschaften lässt sich das auf bestimmte Zeiten begrenzen, etwa auf die Abendstunden oder auf Wochenenden.
In der Villenkolonie und an der Straße Am Rupenhorn geht es meist um weniger Personen und mehr Zurückhaltung. Bei Botschaften, Residenzen und privaten Häusern treten unsere Kräfte unauffällig auf, sprechen nur mit den benannten Ansprechpartnern und geben keine Auskunft an Dritte. Was zu den Aufgaben gehört, ob Zutrittskontrolle am Tor, Rundgang am Grundstück oder Begleitung von Handwerkern, legen wir vorher schriftlich fest.
Geplant aus Reinickendorf, besetzt mit geprüftem Personal
Berlin gehört zu unserer Kernregion Nord. Die Einsätze im Westend planen wir aus unserer Zweigniederlassung in der Aroser Allee 81 in Reinickendorf; ein eigenes Büro im Ortsteil haben wir nicht. Für Daueraufträge bilden wir ein festes Team, arbeiten Vertretungen vor dem ersten Einsatz am Objekt ein und regeln die Übergabe von Schlüsseln mit Ihnen schriftlich.
Alle Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO. Für Aufgaben, bei denen das Gesetz mehr verlangt, setzen wir Personal mit Sachkundeprüfung ein. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert und rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar. Wie wir Objektschutz in der ganzen Stadt aufstellen, lesen Sie unter Objektschutz in Berlin; für Häuser auf der anderen Seite der Ringbahn hilft die Seite zu Charlottenburg-Wilmersdorf.
Was Objektschutz im Westend kostet
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Beim Objektschutz bestimmen vor allem drei Dinge, wo ein Angebot liegt: ob ein Posten dauerhaft besetzt ist oder ob Runden genügen, wie hoch der Anteil an Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden ist und ob für die Aufgabe eine Sachkundeprüfung nötig ist. Ein Empfang zu Bürozeiten liegt meist im unteren Bereich, eine durchgehende Bewachung eines leeren Großbaus mit Nachtstunden eher im oberen.
Nach einer gemeinsamen Begehung erhalten Sie eine Aufstellung, die jeden Posten und jede Runde mit Zeiten zeigt. So können Sie entscheiden, ob zum Beispiel ein Revierdienst mit mehreren Kontrollen pro Nacht für Ihr Haus ausreicht.


