Eine Stadt mit vielen Flächen im Übergang
Göppingen zählt knapp 59.000 Einwohner und ist seit dem 19. Jahrhundert vom Maschinenbau geprägt. Mit dem Wandel dieser Industrie verändern sich ganze Quartiere. Das deutlichste Beispiel ist das Boehringer-Areal an der Stuttgarter Straße westlich der Innenstadt: rund 15 Hektar, für die ein Nutzungskonzept neue Betriebe, Plätze und Neubauten vorsieht. Ein Rahmenkonzept will unter anderem eine Gießereihalle aus dem Jahr 1909 freilegen und die geschlossene Fassade zur Straße erhalten.
Solche Vorhaben brauchen Jahre. In der Zwischenzeit stehen Hallen, Büros und Nebengebäude teilweise leer, Eigentümer und Nutzer wechseln, Handwerker gehen ein und aus. Genau in diesen Phasen fehlt oft jemand, der Türen, Tore und Zäune regelmäßig ansieht, Schäden früh bemerkt und festhält, wer sich auf dem Gelände aufhält.
Innenstadt nach Ladenschluss
Nach dem Stadtbrand von 1782 wurde die Göppinger Innenstadt im Schachbrettmuster neu angelegt. Die geraden Straßen zwischen Bahnhof und Schloss sind übersichtlich, doch hinter den Ladenfronten liegen Höfe, Durchgänge und Anlieferzonen, die abends kaum jemand betritt. Rund um Marktplatz, Hauptstraße und Pflegstraße finden sich Geschäftshäuser, Praxen und Büros; mehrere Banken haben ihren Hauptsitz in der Stadt, das klassizistische Rathaus stammt von 1785.
Für Eigentümer und Verwalter solcher Häuser kann Objektschutz heißen: ein Verschlussgang nach Geschäftsschluss, Kontrolle von Hintereingängen und Tiefgaragen, ein Blick auf Schaufenster und Fassaden in der Nacht. Bei größeren Häusern kommt ein Empfangsdienst tagsüber hinzu, der Besucher anmeldet und Lieferanten einweist.
Wo Umbauten das Umfeld verändern
Am Zentralen Omnibusbahnhof plant die Stadt einen Neubau auf rund 8.700 Quadratmetern. Für die Bauzeit ist ein Provisorium auf dem Parkplatz zwischen der früheren Pharmafirma Müller und der Fischstraße vorgesehen. Wenn sich Busverkehr, Fußwege und Beleuchtung verschieben, ändern sich auch die Wege, auf denen Menschen abends an angrenzenden Gebäuden vorbeikommen. Wer dort Gewerbeflächen oder leere Häuser verwaltet, sollte das bei der Sicherung berücksichtigen.
Ähnliches gilt im Stauferpark, wo Gewerbe, Kultur und Freizeit nebeneinander liegen. Manche Gebäude dort werden nur zeitweise genutzt, etwa die Werfthalle für Veranstaltungen, und stehen zwischen zwei Terminen tagelang ohne Publikum.
Was unsere Kräfte am Objekt übernehmen
Welche Aufgaben anfallen, legen wir vor dem ersten Dienst schriftlich fest. Bei Gebäuden in Göppingen sind das häufig:
- Kontrollgänge durch leerstehende Hallen und Bürogeschosse mit Prüfung von Fenstern, Dachluken und Kellerzugängen
- Verschluss und Öffnung nach festem Plan, mit Quittung über jede Schlüsselübergabe
- Durchsetzung des Hausrechts gegenüber Unbefugten, sachlich und mit Bericht
- Fotodokumentation von Schäden, Graffiti oder offenen Türen für Eigentümer und Versicherung
- Empfangs- und Pfortendienst in Verwaltungsgebäuden während der Geschäftszeiten
Jede Feststellung erhalten Sie mit Uhrzeit im Bericht. Bei einem Schaden informieren wir die Person, die Sie als erste Ansprechstelle benannt haben, und auf Wunsch die Polizei.
Planung aus dem Norden, Einweisung in Göppingen
Unsere Standorte sind Neumünster, Berlin und Bremen. In Baden-Württemberg unterhalten wir keine Geschäftsstelle und arbeiten dort ausschließlich vorhabenbezogen. Vor einer Zusage klären wir, ob sich die Besetzung über die ganze Laufzeit halten lässt, auch wenn jemand krank wird oder Urlaub hat. Sagen wir zu, steht diese Planung; sehen wir sie nicht, erfahren Sie das vorher.
Die Kräfte lernen Ihr Objekt bei einer Begehung kennen, gemeinsam mit Hausverwaltung oder Haustechnik. Alle haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, für Einlass- und Zugangskontrollen setzen wir Personal mit Sachkundeprüfung ein. Gearbeitet wird nach DIN 77200, unser Qualitätsmanagement ist nach ISO 9001 zertifiziert. Mehr zur Leistung allgemein steht unter Objektschutz, landesweite Hinweise unter Objektschutz in Baden-Württemberg.
Womit Sie bei den Kosten rechnen können
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei einem leeren Gebäude, das nur nachts in Runden kontrolliert wird, sieht die Rechnung anders aus als bei einem Empfang, der werktags zehn Stunden besetzt ist. Den Ausschlag geben der Anteil an Nacht- und Wochenendstunden, die verlangte Qualifikation und die Dauer des Auftrags.
Sie bekommen ein schriftliches Angebot mit getrennt ausgewiesenen Zuschlägen. Einen Überblick über alle Leistungen in der Stadt bietet die Seite Sicherheitsdienst Göppingen; für Objekte unter der Teck lohnt ein Blick auf Kirchheim unter Teck.


