Wo die Stadt ihren Namen herhat, sitzt heute der Staat
Alt-Saarbrücken ist der Kern, aus dem die heutige Landeshauptstadt 1909 durch den Zusammenschluss mit St. Johann und Malstatt-Burbach hervorging. Wer heute über Schlossplatz und Ludwigsplatz geht, sieht vor allem Einrichtungen des Landes und der Region: Der Landtag mit seinen 51 Abgeordneten tagt in der Franz-Josef-Röder-Straße, die Staatskanzlei steht am Ludwigsplatz, im Schloss verwaltet der Regionalverband Saarbrücken seine Aufgaben. Das Saarländische Oberlandesgericht und das Landgericht teilen sich ein Justizgebäude, das am 3. Oktober 1914 eingeweiht wurde.
Für den Objektschutz ergibt sich daraus eine besondere Lage. Die meisten dieser Häuser müssen für Bürgerinnen und Bürger offen bleiben, sie empfangen Besucher, Zeugen, Delegationen und Schulklassen. Sicherheit heißt hier nicht Abschottung, sondern geordneter Zugang: Wer kommt herein, wohin geht er, und wer verlässt das Haus am Abend als Letzter?
Gebäudetypen im Stadtteil
Die folgenden Orte beschreiben, welche Objekte es in Alt-Saarbrücken gibt. Sie sind keine Referenzen und keine Auftraggeber von uns:
- Landtag des Saarlandes: Altbau von 1865/66, Erweiterungsbau aus dem Jahr 2004
- Justizgebäude von Oberlandesgericht und Landgericht, dazu ein Neubau aus Beton für Justizministerium und Staatsanwaltschaft
- Saarbrücker Schloss mit Regionalverband und dem Historischen Museum Saar, dessen Kasematten zwischen 2003 und 2007 freigelegt wurden
- Kreisständehaus am Schlossplatz von 1910/11 mit dem Museum für Vor- und Frühgeschichte und der Alten Sammlung des Saarlandmuseums, außerdem die Schlosskirche als Museum
- Spielbank und Hotel am Deutsch-Französischen Garten, beide 1999 eröffnet
- Wohnquartiere wie Moltkestraße und Abtsdell, die zum Teil bereits generalsaniert sind
Am Tag: Eingang, Besucherbuch und angespannte Momente
Tagsüber liegt der Schwerpunkt am Haupteingang. Unsere Kräfte begrüßen Gäste, gleichen Termine mit der Besucherliste ab, geben Ausweise aus und nehmen sie beim Verlassen wieder entgegen. Wo eine Hausordnung Taschenkontrollen oder eine Schleuse vorsieht, setzen wir das nach Einweisung ruhig und gleichmäßig für alle um. Bei Sitzungstagen, Pressekonferenzen oder gut besuchten Verhandlungen besetzen wir auf Wunsch zusätzliche Posten an Nebeneingängen und Wartebereichen.
Vor einem Parlament wird demonstriert, und auch vor benachbarten Gebäuden kann der Zugang dann schwierig werden. Wir halten Kontakt zur Hausverwaltung, lassen Beschäftigte über einen vereinbarten Weg ins Haus und achten darauf, dass Lieferungen und Rettungszufahrten frei bleiben. Was die Polizei regelt, bleibt bei der Polizei; unser Auftrag endet an Ihrer Grundstücksgrenze.
Nach Dienstschluss: Sammlungen, Keller und Baustellenphasen
Wenn Ausstellungen schließen, beginnt die eigentliche Bewachung. In Museen und Palais mit Gewölbekellern gibt es Räume, die tagsüber kaum jemand betritt, Lichtschächte, Nebentüren und Technikzentralen. Wir gehen nach einem festgelegten Plan alle Räume ab, prüfen Fenster und Fluchttüren, schalten Licht nach Vorgabe und halten Auffälligkeiten mit Uhrzeit im Bericht fest. Meldet Ihre Einbruch- oder Brandmeldeanlage einen Alarm über Ihren Errichter oder dessen Leitstelle, kann eine eingewiesene Kraft vor Ort nachsehen.
Ein eigenes Thema sind Phasen, in denen ein Gebäude umgebaut oder saniert wird. Im Luisenviertel baut die Stadt bis voraussichtlich Juli 2027 die Straßen um; in Wohnquartieren werden Häuser abschnittsweise modernisiert. Leere Wohnungen, offene Gerüste und Container im Hof ziehen Unbefugte an. Hier helfen Kontrollgänge zu wechselnden Zeiten, verbunden mit einem kurzen Bericht an die Hausverwaltung.
Planung ohne Büro vor Ort – wie das funktioniert
Unser Hauptsitz liegt in Neumünster, Niederlassungen haben wir in Berlin und Bremen. Im Saarland arbeiten wir vorhabenbezogen. Bevor wir ein Angebot schicken, prüfen wir, ob Laufzeit, Dienstzeiten und Anforderungen an die Qualifikation mit unserem Personal und der Anfahrt verlässlich abzudecken sind. Passt das nicht, sagen wir es Ihnen offen.
Kommt der Auftrag zustande, erhalten Sie einen festen Ansprechpartner und eine schriftliche Dienstanweisung je Posten. Alle eingesetzten Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, an Empfang und Zutrittskontrolle in öffentlich zugänglichen Gebäuden setzen wir Kräfte mit Sachkundeprüfung ein. Staffsec ist nach ISO 9001 zertifiziert und arbeitet nach DIN 77200. Sie erreichen uns rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590.
Einen Überblick über den Stadtteil bietet die Seite Sicherheitsdienst Alt-Saarbrücken; für Objekte jenseits der Saar lohnt der Blick auf Saarbrücken.
Was Objektschutz in Alt-Saarbrücken kostet
Wir rechnen mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein fester Empfangsposten an Werktagen zu Bürozeiten liegt dabei meist im unteren Teil der Spanne. Höher wird der Preis, wenn Nacht- und Feiertagsstunden überwiegen, wenn jeder Posten Sachkunde verlangt oder wenn kurzfristig zusätzliche Kräfte zu Sitzungstagen und Kundgebungen hinzukommen sollen.
Für ein Gebäude, das nachts nur kontrolliert werden muss, sind einzelne Rundgänge oft günstiger als eine durchgehende Besetzung. Wie das für Ihr Haus aussieht, klären wir nach einem Gespräch über Grundriss, Zugänge und Betriebszeiten. Landesweite Angaben finden Sie unter Objektschutz im Saarland.


