Vom Uhrenwerk zum Logistikcampus
Die Industrie in Gmünd hat mehrmals ihr Gesicht gewechselt. Zum Gold- und Silberhandwerk kam Anfang des 20. Jahrhunderts die Uhrenfertigung, Bifora war bis Ende der 1970er-Jahre die größte Spezialfabrik für Armbanduhren in Deutschland. Heute prägen Lenkungen, Karosserieteile, Elektrowerkzeuge, Naturkosmetik und Spielwaren das Bild: Bosch Automotive Steering, voestalpine Polynorm, Erhard & Söhne, C. & E. Fein in Bargau, Weleda und Schleich sind in der Stadt zu Hause.
Wir nennen diese Unternehmen, um das Umfeld zu zeigen, nicht als unsere Kunden. Für den Werkschutz entscheidend ist, was um solche Standorte herum arbeitet: Zulieferer, Galvanik- und Oberflächenbetriebe, Werkzeugbau, Speditionen. Viele haben keinen eigenen Sicherheitsdienst und fragen dann nach, wenn eine Halle neu bezogen, ein Lager automatisiert oder eine Betriebsruhe überbrückt werden soll.
Gügling: Hallen, Hochregal und neue Zufahrten
Am östlichen Stadtrand liegt das Gewerbegebiet Gügling. Im Abschnitt Gügling Nord IV hat Weleda an der Lise-Meitner-Straße einen Logistik-Campus auf rund 72.000 Quadratmetern gebaut: Verwaltungsbau, Funktionsgebäude und ein Hochregallager in Holzbauweise für mehr als 17.000 Paletten mit automatischen Regalbediengeräten, fertig 2024. Die Spedition Brucker hat im Industriepark Gügling ein Kontraktlogistikzentrum mit rund 23.000 Quadratmetern Hallenfläche errichtet.
Das Gebiet wächst weiter. Nach einer Stellungnahme des Landratsamts vom Januar 2024 plant die Stadt eine eigene Anbindung von Gügling Nord über die Lise-Meitner-Straße und die Güglingstraße an die Ortsumfahrung Bargau, die auch den geplanten Nachhaltigen Technologiepark Aspen erschließen soll. Die Verkehrsprognose dazu rechnet bis 2035 mit etwa doppelt so viel Verkehr auf den betroffenen Abschnitten und einem Schwerverkehrsanteil von bis zu 17 Prozent. Für jedes Werkstor im Gügling heißt das: mehr Lkw, mehr Wartezeit, mehr Fahrer ohne Termin.
Aufgaben am Tor und auf dem Gelände
Was unsere Kräfte tun, steht in einer Dienstanweisung, die wir vor dem ersten Dienst mit Ihrem Betrieb abstimmen. In Gmünder Logistik- und Fertigungsbetrieben gehören meist dazu:
- Abfertigung von Lkw nach Zeitfenstern, Abgleich von Kennzeichen, Frachtbriefen und Plomben
- Ausgabe von Besucher- und Fremdfirmenausweisen, Einweisung in Hausordnung und Fahrwege
- Rundgänge über Freilager, Wechselbrückenplätze, Technikräume und Mitarbeiterparkplätze mit Uhrzeit im Bericht
- Kontrolle von Rolltoren, Rampen und Sprinklerzentralen bei Schichtende
- Alarmierung Ihrer Bereitschaft, des Errichters Ihrer Brandmeldeanlage oder der Feuerwehr nach festgelegter Kette
In automatisierten Lagern betritt das Wachpersonal nur die Bereiche, die Ihr Betrieb freigibt. Was im Hochregal und an den Regalbediengeräten geschieht, bleibt Sache Ihrer Technik.
Schießtal und Bargau: Werke im Umbau
Bosch Automotive Steering ist mit seinem Lenkungsbau der größte Arbeitgeber der Stadt, Werkteil 2 liegt im Schießtal. Laut Berichten von 2025 sollen Ausbildung und Lenksystemwerk am Standort bleiben, verbunden mit einer Standortgarantie bis 2030; gleichzeitig wird die Belegschaft deutlich verkleinert, und im Juli 2026 wurde bekannt, dass ein Verkauf von Werkteil 2 geprüft wird. Wo Bereiche stillgelegt, Maschinen abgebaut oder Flächen an neue Nutzer übergeben werden, verschieben sich Zufahrten und Zuständigkeiten. Ein Werkschutz, der in solchen Phasen Ein- und Ausfahrt von Demontagefirmen dokumentiert, schützt vor Streit über fehlendes Material.
In Bargau stellt C. & E. Fein Elektrowerkzeuge her. Rund um solche Werke arbeiten kleinere Betriebe, für die eine Torbesetzung nur zu bestimmten Zeiten sinnvoll ist, etwa während der Werksferien oder bei der Inbetriebnahme einer neuen Anlage.
Vorhabenbezogen aus Norddeutschland
Unsere Häuser stehen in Neumünster, Berlin und Bremen. In Baden-Württemberg betreiben wir keine eigene Stelle, und ein Gmünder Auftrag beginnt deshalb immer mit einer Prüfung: Wie viele Schichten sind zu besetzen, über welchen Zeitraum, und lässt sich eine feste Mannschaft mit Vertretung so planen, dass sie nicht nach drei Wochen wechselt? Passt das nicht, sagen wir es Ihnen vor dem Angebot.
Passt es, erhalten Sie eine feste Ansprechperson und eine Einweisung am Werkstor mit Ihrer Werkleitung oder Ihrer Fachkraft für Arbeitssicherheit. Wer über Zutritt entscheidet, hat die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO. Wir sind nach ISO 9001 zertifiziert und arbeiten nach DIN 77200. Mehr zur Leistung lesen Sie unter Werkschutz, zum Land unter Werkschutz in Baden-Württemberg.
Kosten: Dauerauftrag oder Zeitraum
Für Werkschutz in Gmünd nennen wir einen Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein Dauerauftrag mit festen Schichten an einem Logistiktor liegt anders als eine Torbesetzung nur für die Werksferien oder für die Wochen einer Demontage. Dazu kommen der Anteil an Nachtstunden, Sonn- und Feiertagen und die Frage, ob Sachkunde verlangt ist.
Das Angebot weist Zuschläge getrennt aus und wird nach geleisteten Stunden abgerechnet. Alle weiteren Leistungen in der Stadt sehen Sie unter Sicherheitsdienst Schwäbisch Gmünd.


