Bauen auf Flächen mit Vorgeschichte
In Malstatt ist kaum eine Baufläche unbeschrieben. Am Rodenhof wird ehemaliges Bahngelände umgenutzt, am Rastpfuhl liegt eine frühere Teerfabrik, an der Saar ein zugeschütteter Kohlehafen. Dazu kommt ein Hinweis, den Bauleiter ernst nehmen: Weil der Rodenhof im Krieg schwer getroffen wurde, kommen dort bei Erdarbeiten bis heute gelegentlich Blindgänger zum Vorschein. Hinzu kommt das Gelände: Vom Saarufer steigt der Stadtteil bis zum Rastpfuhl auf fast 290 Meter an, und Baustellen am Hang haben andere Zufahrten und Sichtachsen als solche unten im Tal.
Baustellenbewachung heißt hier deshalb nicht nur, Diebstahl von Kupfer, Werkzeug und Diesel zu verhindern. Oft geht es auch darum, abgesperrte Bereiche wirklich abgesperrt zu halten – etwa wenn eine Fläche wegen Altlasten oder einer Kampfmittelsondierung nicht betreten werden darf.
Bauflächen und Vorhaben im Stadtteil
Die Liste ordnet ein, wo in Malstatt gebaut wurde, wird oder werden soll. Sie nennt keine Aufträge von uns:
- Quartier Eurobahnhof: rund neun Hektar Bahngelände, 2005 von der städtischen Gesellschaft für Innovation und Unternehmensförderung gekauft, laut Regionalentwicklungsplan für Gewerbe, Industrie und Dienstleistung vorgesehen
- Früheres Sarg-Gelände am Rastpfuhl: Standort der 1907 gegründeten Asphalt- und Teerfabrik, als belastet bekannt, 2015 mit einer Planung für rund 90 Wohneinheiten
- Saarlandhalle: nach Aussage des Oberbürgermeisters von 2020 nur noch bis 2030 nutzbar, Neubau oder Modernisierung offen
- Bahnstrecke Saarbrücken–Trier: im Verkehrsentwicklungsplan sind zwei neue Haltepunkte im Stadtteil vorgesehen
- Ludwigsparkstadion: Umbau von 2016 bis 2021 mitten im Wohngebiet, ein Beispiel dafür, wie lange Großbaustellen hier laufen können
Baustellen neben Spieltag und Wohnstraße
Eine Baustelle am Rodenhof oder im Ludwigspark liegt selten allein. Am Spieltag laufen Tausende an Bauzäunen vorbei, an Konzertabenden parken Besucher vor Toren, und in den Wohnstraßen fällt ein offener Container schnell auf. Wir stimmen die Bewachung deshalb mit dem Veranstaltungskalender ab: An solchen Tagen verstärken wir die Kontrollen am Abend oder besetzen die Zufahrt, bis das Publikum abgereist ist.
In ruhigen Nächten genügen oft Kontrollfahrten zu wechselnden Zeiten. Wir prüfen Bauzaun, Tore, Container und abgestellte Maschinen, kontrollieren Kabeltrommeln und Tanks und halten jede Runde mit Uhrzeit im Bericht fest.
Feste Wache oder Kontrollfahrt
Ob eine Kraft dauerhaft auf der Baustelle bleibt oder ob wir mehrmals pro Nacht vorbeifahren, hängt vom Wert auf der Fläche und von der Lage ab. Rohbauten mit eingebauter Haustechnik, frisch angelieferte Kabel oder Baustellen mit Altlastenbereichen sprechen für eine feste Wache; ein umzäuntes Grundstück in einer belebten Straße kommt oft mit Kontrollen aus.
Wenn Wärmebildtechnik sinnvoll ist, nutzen wir sie, sofern Sie eine bereitstellen. Wer die Baustelle mit welchen Schlüsseln betreten darf, regelt eine Liste, die Sie mit uns abstimmen.
Für die Bauleitung zählt am Morgen vor allem eines: zu wissen, ob in der Nacht etwas war. Deshalb erhalten Sie nach jeder Schicht einen kurzen Bericht mit den Kontrollzeiten, mit Fotos von offenen Toren, beschädigten Zaunfeldern oder fremden Fahrzeugen und mit dem Hinweis, wen wir bereits informiert haben. Bei Vorhaben an der Bahnstrecke nach Trier kommt hinzu, dass Gleisbereiche nur mit Freigabe des Betreibers betreten werden dürfen; wir bewachen dann die Flächen außerhalb und halten uns an die Grenzen, die Ihre Bauleitung festlegt.
Alle weiteren Leistungen im Stadtteil zeigt die Seite Sicherheitsdienst Saarbrücken-Malstatt.
Ablauf: Prüfung vor der Zusage
Für das Saarland arbeiten wir vorhabenbezogen. Ein Büro im Land unterhalten wir nicht; geplant wird aus Neumünster, Berlin und Bremen. Bevor wir eine Baustelle in Malstatt übernehmen, klären wir mit Ihnen Bauzeit, Wachzeiten und wie die Ablösung über Wochen oder Monate gesichert wird. Danach erhalten Sie einen festen Ansprechpartner, der Ihre Bauleitung kennt.
Unsere Wachkräfte sind nach § 34a GewO unterrichtet oder sachkundegeprüft; das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Rund um die Uhr erreichen Sie uns unter +49 4321 78 33 590.
Kosten der Baustellenbewachung
Wir rechnen mit 23 bis 50 € netto je Stunde als Richtwert. Für eine Baustelle zählen vor allem die Zahl der Nächte und Wochenenden, ob eine feste Wache nötig ist oder Kontrollfahrten reichen, und wie lange das Projekt läuft. Bei langen Bauzeiten wie im Ludwigspark lohnt es sich, die Bewachung den Bauphasen anzupassen statt von Anfang bis Ende gleich zu besetzen.
Mehr zu Baustellen im ganzen Land finden Sie unter Baustellenbewachung im Saarland.


