Alte Häuser mit viel Holz
Die Altstadt von Bietigheim ist reich an Fachwerk- und Renaissancebauten. Die Lateinschule stammt von 1476, das Rathaus von 1507, das Hornmoldhaus mit dem Stadtmuseum von 1535/36. Das Schloss wurde 1546 errichtet und nach einem Brand 1707 wieder aufgebaut; heute sitzen dort Musikschule und Volkshochschule. Die Kelter brannte 1762 nach einem Blitzeinschlag und wurde 1983/84 zu einem Veranstaltungsraum ausgebaut. Auch Pulverturm und Unteres Tor gehören zum alten Bestand.
In Bissingen stehen die Kilianskirche aus den Jahren 1517 bis 1520 mit Fresken aus dem 17. Jahrhundert und die Rommelmühle, eine Großmühle von 1904, die 1996 stillgelegt und zu einem Wohn- und Geschäftshaus umgebaut wurde. In Metterzimmern steht die Michaelskirche von 1906.
Warum Heißarbeiten im Fachwerk eine Wache brauchen
Wer in diesen Gebäuden an Dachrinnen lötet, Stahlträger einschweißt oder alte Leitungen mit dem Trennschleifer entfernt, bringt Funken und Hitze an trockenes Holz. Glut kann sich in Balkenfugen, Lehmgefachen oder hinter Verkleidungen festsetzen und erst Stunden später aufflammen. Deshalb verlangen Versicherer und Betreiber in der Regel eine Brandwache während und nach den Arbeiten.
Die Brandwache bleibt im Arbeitsbereich, beobachtet Funkenflug, hält Löschmittel bereit und kontrolliert nach Ende der Arbeiten Fugen und Hohlräume. Erst wenn die Nachkontrolle ohne Befund abgeschlossen ist, gibt sie den Bereich frei.
Bei denkmalgeschützten Häusern kommt hinzu, dass oft mehrere Gewerke nacheinander arbeiten: Zimmerer am Dachstuhl, Klempner an Rinnen und Kehlen, Elektriker an alten Leitungen. Jede dieser Arbeiten kann einen eigenen Erlaubnisschein für Heißarbeiten verlangen. Wir stimmen die Brandwache auf den Bauzeitenplan ab, damit für jeden Abschnitt eine Kraft bereitsteht und die Nachkontrolle nicht zwischen zwei Firmen verloren geht. Bei bewohnten Häusern in der Altstadt informiert die Wache auf Wunsch auch die Bewohner, bevor sie Räume für die Kontrolle betritt.
Werkhallen in den Gewerbegebieten
In den Gewerbegebieten Laiern, Büttenwiesen und Seewiesen arbeiten Betriebe aus Maschinen- und Fahrzeugzulieferung, Kunststoff- und Dichtungstechnik sowie Stahlverarbeitung. Bei Umbauten, Reparaturen an Hallendächern oder dem Einbau neuer Anlagen fallen dort ebenfalls Heißarbeiten an. Kunststoffe, Verpackungen und Öle rund um die Arbeitsstelle erhöhen das Risiko.
Typische Aufgaben in solchen Hallen:
- Begehung vor Arbeitsbeginn: brennbares Material entfernen oder abdecken
- Anwesenheit während Schweiß-, Schneid-, Löt- und Trennarbeiten
- Nachkontrolle nach Arbeitsende, auch in angrenzenden Räumen und Zwischendecken
- Freigabe des Bereichs mit Uhrzeit im Protokoll
- Verständigung der Feuerwehr bei einem Entstehungsbrand
Arena, Festplatz und Feuerwerk
Auch Versammlungsstätten brauchen bei Umbauten Brandwachen. Die EgeTrans Arena an der Schwarzwaldstraße bietet beim Handball Platz für 4.583 Zuschauer; Arbeiten an Technik und Tribünen fallen dort oft in spielfreie Zeiten.
Beim Pferdemarkt im September gehörte traditionell ein Feuerwerk am Sonntagabend dazu; 2022 fiel es wegen Trockenheit aus. Auf Wunsch des Veranstalters kontrolliert eine Brandwache nach einem Feuerwerk die Abbrennfläche und das Umfeld auf Glutreste.
Ähnliches gilt für Festzelte und Bühnen. Werden beim Aufbau Stahlteile geschweißt oder Gerüste mit dem Trennschleifer angepasst, liegt rundum oft Holz, Stoff und Verpackung. Eine Brandwache, die den Aufbau begleitet, schaut hier genauso hin wie in einer Werkhalle.
So setzen wir eine Brandwache in Baden-Württemberg auf
Brandwachen werden oft kurzfristig gebraucht. Weil wir in Baden-Württemberg kein Büro haben und unsere Standorte in Neumünster, Berlin und Bremen liegen, prüfen wir jede Anfrage zuerst auf Personal und Anreise. Ehrlich gesagt: Ein Einsatz am nächsten Morgen klappt nicht immer; geplante Arbeiten lassen sich deutlich besser besetzen.
Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO und werden vor Ort in Gebäude, Fluchtwege und bereitgestellte Löschmittel eingewiesen. Wir sind nach ISO 9001 zertifiziert und arbeiten nach DIN 77200. Mehr unter Brandwachen und Brandwache in Baden-Württemberg.
Was eine Brandwache kostet
Wir rechnen mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei Brandwachen schlägt vor allem die Nachkontrolle zu Buche: Je nach Gebäude dauert sie eine bis mehrere Stunden nach Arbeitsende. Fallen die Arbeiten in die Nacht, etwa damit der Betrieb tagsüber weiterläuft, kommen Nachtzuschläge dazu.
Für wiederkehrende Arbeiten, etwa eine mehrwöchige Sanierung, erstellen wir einen Plan mit festen Zeiten. Alle Leistungen in der Stadt sehen Sie unter Sicherheitsdienst Bietigheim-Bissingen.


