Feuer gehört in Dillingen zur Industriegeschichte
Seit über 300 Jahren wird in Dillingen Eisen geschmolzen. Heute gießen zwei Betriebe in der Stadt Metall: Nemak stellt im Gewerbegebiet Dornheck Motorblöcke und Gehäuse aus Aluminium her, die Bartz-Werke an der Franz-Méguin-Straße haben eine eigene Gießerei. Wo Öfen laufen, sind Schweißen, Brennschneiden und Schleifen bei Wartung und Umbau Alltag. Gerade bei Revisionen, wenn viele Fremdfirmen gleichzeitig arbeiten, verlangen Betriebe und Versicherer häufig einen Brandposten, der nichts anderes tut, als auf Funken und Glutnester zu achten.
Im Hafen Saarlouis/Dillingen betreibt ein Schmierstoffhersteller ein großes Tanklager, daneben lagern Schrott und Rohstoffe. Auch dort können Heißarbeiten an Rohrleitungen, Kränen oder Hallen eine Brandwache erfordern. Die Vorgaben dazu macht der Betreiber in seinem Erlaubnisschein, an den wir uns halten.
Gebäude, bei denen besondere Vorsicht gilt
Die folgenden Bauten nennen wir, weil ihre Geschichte oder Bauweise zeigt, warum Heißarbeiten dort heikel sind. Wir sind dort nicht im Einsatz:
- Altes Schloss: eine Wasserburg an der Prims, erstmals 1357 erwähnt, im Zweiten Weltkrieg fast vollständig ausgebrannt, ein Flügel bis 1957 wiederaufgebaut; heute Ort für Konzerte und Trauungen
- Saardom: die Kirche Hl. Sakrament, 1910 bis 1913 erbaut, nach Kriegsschäden bis 1953 wiederhergestellt, mit Türmen von bis zu 50 Metern Höhe
- Stadthalle im Stadtpark: Anfang der 1960er-Jahre gebaut, mit Bühne, Foyers und Bistro
- Lokschuppen an der Werderstraße: frühere Reparaturhalle der Eisenbahn, heute Veranstaltungshalle
- Jugendstilhäuser an Stummstraße und Bismarckstraße, Wohn- und Geschäftshäuser aus der Zeit um 1900
Bei Dachdecker- und Klempnerarbeiten an solchen Bauten entstehen Funken oft dort, wo niemand hinschaut: unter Blechen, in Hohlräumen, hinter Verkleidungen. Ein Brand bricht dann manchmal erst Stunden nach Feierabend aus.
Brandposten während der Arbeit, Nachkontrolle danach
Unsere Kraft steht während der Heißarbeit in Sichtweite, mit dem Löschmittel, das Sie bereitstellen, und greift ein, wenn Funken auf brennbares Material fallen. Vorher prüft sie mit dem Ausführenden, ob brennbare Stoffe entfernt oder abgedeckt sind und ob Durchbrüche in angrenzende Räume geschlossen wurden. In die Bedienung Ihrer Feuerlöscher und Wandhydranten wird sie vor Ort eingewiesen.
Nach dem Ende der Arbeiten bleibt der Posten für die vereinbarte Zeit und geht den Bereich mehrfach ab, auch die Räume darüber und daneben. Ist eine Wärmebildkamera vorhanden und stellen Sie sie bereit, nutzen wir sie für die Kontrolle. Jede Runde steht mit Uhrzeit im Bericht, den Sie zum Erlaubnisschein legen können.
Wenn die Brandmeldeanlage ausfällt
Ein zweiter häufiger Anlass ist der Ausfall oder Umbau einer Brandmeldeanlage. Wird in einer Halle die Anlage erneuert oder sind Melder wegen Staub bei Bauarbeiten abgedeckt, fordern Bauaufsicht, Versicherer oder Betreiber oft eine Ersatzmaßnahme. Dann gehen unsere Kräfte die betroffenen Bereiche in festen Abständen ab, achten auf Rauch, Geruch und Wärme und alarmieren im Ernstfall die Feuerwehr über die 112.
Das betrifft Versammlungsstätten wie Hallen, aber auch Produktionsgebäude und Lager. Wie lange und wie oft kontrolliert werden muss, ergibt sich aus der Auflage. Wir richten Schichtplan und Rundgänge danach aus.
Vorbereitung und Personal
Im Saarland haben wir keine eigene Niederlassung, Brandwachen übernehmen wir dort vorhabenbezogen. Ist der Einsatz geplant, etwa bei einer Revision mit festem Termin, stimmen wir Personal und Anreise frühzeitig ab. Bei kurzfristigen Anfragen sagen wir nach der Prüfung offen, ob wir den Termin halten können.
Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, sind mit dem Ablauf einer Brandwache vertraut und halten sich an Ihre betrieblichen Regeln. Wir sind nach ISO 9001 zertifiziert und arbeiten nach DIN 77200. Sie erreichen uns rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590. Mehr für das ganze Land lesen Sie auf der Seite Brandwache im Saarland.
Womit Sie bei den Kosten rechnen
Als Richtwert gilt eine Spanne von 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine Brandwache während einer Schweißarbeit am Werktag liegt anders als eine Ersatzmaßnahme, die rund um die Uhr über Wochen läuft. Den größten Einfluss haben der Nachtanteil, Sonn- und Feiertage und die Frage, ob der Posten nur während der Arbeit oder auch für die Nachkontrolle bleiben muss.
Fallen in Ihrem Betrieb regelmäßig Heißarbeiten an, lässt sich ein fester Rahmen vereinbaren. Weitere Informationen zur Stadt finden Sie unter Sicherheitsdienst Dillingen/Saar.


