Altes Holz, offene Flamme
Viele Gebäude in Freisen sind älter als die Gemeinde selbst, die erst 1974 aus acht Dörfern entstand. Die katholische Kirche St. Remigius wurde 1753 als barocke Saalkirche gebaut und 1953 erweitert. In Grügelborn steht ein Bauernhaus von 1798, in Reitscheid eines von 1862, das heute als Museum dient, in Asweiler eines von 1884. In solchen Bauten stecken trockene Balken, Hohlräume hinter Verkleidungen und Dachstühle, in denen sich Glut lange unbemerkt halten kann.
Wird an diesen Gebäuden mit Brenner, Lötkolben oder Trennschleifer gearbeitet, verlangen Versicherer und Bauherren häufig eine Brandwache. Sie beobachtet die Arbeiten, hält Löschmittel bereit und kontrolliert nach Arbeitsende, ob irgendwo noch etwas glimmt.
Gebäude und Anlagen mit Brandwache-Bedarf
In der Gemeinde fallen unter anderem an diesen Orten Arbeiten an, bei denen eine Brandwache sinnvoll sein kann. Genannt werden Bauwerke, keine Auftraggeber:
- St. Remigius in Freisen, Barockkirche von 1753
- St. Katharina in Oberkirchen mit denkmalgeschütztem Turm und spätgotischem Taufstein
- Die Schule in Oberkirchen von 1882, heute Sitz des Mineralogischen Museums
- Die Talbrücke Oberkirchen, 275 Meter lang, 1935 und 1936 aus Basalt gebaut, seit 1993 Teil des Fritz-Wunderlich-Wegs
- Die Festhalle Oberkirchen, für die die Gemeinde unter anderem Brandschutzvorhänge ausgeschrieben hat
- Werkstätten von Installations-, Heizungs- und Kfz-Betrieben in Oberkirchen und Haupersweiler
Brücken, Bahn und Werkstatt
Neben Kirchen und Bauernhäusern gibt es in Freisen Bauwerke aus der Eisenbahngeschichte. Die Talbrücke Oberkirchen mit zwölf Bögen und rund 30 Metern Höhe, die Eisenbahnbrücke von 1938 in Haupersweiler und die Bahnunterführungen von 1936 in Oberkirchen stehen unter Denkmalschutz. Bei Arbeiten an Geländern, Abdeckungen oder Leitungen auf solchen Bauwerken entstehen ebenfalls Funken, und die Umgebung ist oft schwer zugänglich.
In Werkstätten und Hallen des Handwerks ist Schweißen dagegen Alltag. Eine Brandwache wird dort vor allem dann nötig, wenn außerhalb der gewohnten Werkstatt gearbeitet wird, etwa bei Montagen in fremden Gebäuden oder bei Reparaturen an Dächern und Lüftungsanlagen. Dann fehlen die gewohnten Schutzabstände, und unter der Arbeitsstelle liegen oft Dämmung, Kabel oder Lagergut, die erst nach Stunden zu schwelen beginnen.
Ablauf einer Brandwache
Wir richten uns nach dem Erlaubnisschein für Heißarbeiten, den Ihr Betrieb oder Bauherr ausstellt. Eine Brandwache umfasst in der Regel:
- Begehung vor Beginn: brennbare Stoffe, Hohlräume, Rauchmelder, Fluchtwege
- Bereitstellen und Prüfen der Löschmittel vor Ort, Einweisung in deren Standort
- Beobachtung der Arbeiten und der angrenzenden Räume, auch hinter Wänden und unter Decken
- Nachkontrolle nach Arbeitsende über die vereinbarte Zeit, oft mehrere Stunden
- Kurzer Bericht mit Uhrzeiten und Befunden
Eine Wärmebildkamera setzen wir ein, wenn Sie eine bereitstellen. Bei Festen in Hallen übernehmen wir auch die Aufsicht über Fluchtwege und Notausgänge während der Veranstaltung.
Einsatzplanung ohne Büro im Saarland
Staffsec sitzt in Neumünster und hat weitere Standorte in Berlin und Bremen. Im Saarland arbeiten wir vorhabenbezogen. Weil Heißarbeiten oft kurzfristig angesetzt oder verschoben werden, besprechen wir vorab, wie flexibel der Termin ist und ob wir die nötige Zahl an Kräften stellen können. Erst dann sagen wir zu.
Unsere Kräfte haben mindestens eine Unterrichtung nach § 34a GewO und werden vor dem Einsatz in die Löschmittel vor Ort eingewiesen. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Erreichbar sind wir rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590.
Alle Leistungen in der Gemeinde stehen unter Sicherheitsdienst Freisen. Wer in der Kreisstadt baut, findet Angaben unter St. Wendel.
Was eine Brandwache kostet
Richtwert ist eine Spanne von 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei der Brandwache zählt nicht nur die Arbeitszeit der Handwerker, sondern auch die Nachkontrolle danach. Wird spät am Nachmittag gearbeitet, reicht die Nachkontrolle in den Abend oder die Nacht, was den Betrag in den oberen Bereich der Spanne verschiebt.
Bei kurzen Arbeiten an einem Tag fallen meist nur wenige Stunden an; bei einer Sanierung über mehrere Wochen lohnt eine feste Planung. Weitere Hinweise aus dem Land finden Sie unter Brandwache im Saarland.


