Altes Holz, alter Stahl: Baubestand in Großrosseln
Großrosseln hat einen Baubestand, der vom frühen 18. Jahrhundert bis in die Zeit nach dem Bergbau reicht. In Karlsbrunn stehen ein Bauernhaus von 1728, ein evangelisches Pfarr- und Schulhaus von 1744 und das Jagdschloss, das Fürst Ludwig von Nassau-Saarbrücken in den Jahren bis 1786 errichten ließ. Im Ortsteil Großrosseln steht die katholische Kirche St. Wendalinus von 1883/84, in Emmersweiler ein Bauernhaus mit Stall von 1826.
Daneben prägen Stahlbauten das Bild. Fördermaschinenhaus und Fördergerüst der Schachtanlage St. Charles stammen von 1948/49, das Gerüst wurde 1954 verstärkt. Auf der Tagesanlage Warndt stehen ein Förderturm von 1960, eine Bandbrücke und zahlreiche Betriebsgebäude unter Denkmalschutz. Wo an solchen Bauten repariert, saniert oder umgenutzt wird, ist eine Brandwache häufig Teil der Auflagen.
Bauten, an denen Heißarbeiten besondere Vorsicht verlangen
Alle genannten Gebäude sind öffentlich verzeichnet. Wir zählen sie auf, um typische Situationen zu zeigen, nicht als eigene Einsätze:
- Die katholische Kirche St. Wendalinus an der Kirchstraße, erbaut 1883/84
- Die evangelische Kirche in Karlsbrunn mit Ausstattung, erbaut 1896/97
- Die katholische Pfarrkirche St. Barbara in Emmersweiler, 1965 bis 1967 nach Plänen von Günter Kleinjohann errichtet, mit Figuren aus dem 18. und 19. Jahrhundert
- Das Jagdschloss Karlsbrunn an der Schlossstraße, 1783 bis 1786 erbaut und nach einer Sanierung seit 2023 wieder für Veranstaltungen geöffnet
- Fördergerüst und Fördermaschinenhaus der Schachtanlage St. Charles sowie das Ensemble der Schachtanlage Merlebach-Nord bei St. Nikolaus
- Förderturm, Schachthalle, Bandbrücke und Werkstätten der denkmalgeschützten Tagesanlage Warndt
Kirchen und Schloss: Brandschutz im Denkmal
In Kirchtürmen und Dachstühlen liegt trockenes Holz, oft mit Staub und Vogelnestern in Ecken, die man von unten nicht sieht. Werden dort Blitzschutz, Glockenstühle, Dachrinnen oder Metallabdeckungen erneuert, entstehen Funken und Wärme an Stellen, an die man im Ernstfall schwer herankommt. Die Brandwache steht dann direkt am Arbeitsplatz, hält geeignete Löschmittel griffbereit und beobachtet Fugen, Zwischendecken und angrenzende Balken.
Nach dem Ende der Arbeiten bleibt sie so lange vor Ort, wie es der Erlaubnisschein vorsieht, und kontrolliert danach erneut. Im Jagdschloss kommt hinzu, dass Veranstaltungen und Bauarbeiten zeitlich nah beieinander liegen können. Wir stimmen mit Ihnen ab, wann Räume wieder freigegeben werden und welche Bereiche bis dahin gesperrt bleiben.
Werk, Kraftwerk und Bergbauerbe
Auch in Betrieben fallen Heißarbeiten an. In einer Getreidemühle wie der MEGRO Am Bahnhof wird Hafer zu Flocken und Mehlen verarbeitet; feiner Staub auf Trägern und in Kanälen verlangt vor jedem Schweißen eine gründliche Vorbereitung. Im Biomasse-Heizkraftwerk Warndt laufen Wartungen an Kessel, Rohrleitungen und Fördertechnik, und auf dem Holzplatz lagert brennbares Material.
An den stählernen Fördergerüsten und Hallen der Bergbauzeit wird bei Sicherungs- und Sanierungsarbeiten geschnitten und geschweißt. Die Brandwache achtet darauf, dass Funkenflug nicht auf trockenes Gras, Holzreste oder Dachpappe trifft, sichert den Bereich unter der Arbeitsstelle und meldet jede Auffälligkeit an die verantwortliche Aufsicht. Welche Löschmittel bereitstehen, legt der Auftraggeber fest; unsere Kräfte werden vor Ort in die Gegebenheiten eingewiesen.
Ablauf und Anforderungen
Im Saarland arbeiten wir vorhabenbezogen; unsere Planung sitzt in Neumünster, Berlin und Bremen, ein Büro im Land haben wir nicht. Weil Heißarbeiten oft kurzfristig angesetzt werden, prüfen wir Ihre Anfrage sofort und sagen offen, ob wir den Termin besetzen können.
Grundlage ist der Erlaubnisschein für feuergefährliche Arbeiten, den der Auftraggeber ausstellt. Danach richten sich Dauer der Brandwache und Nachkontrolle. Unsere Kräfte haben die Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, wir sind nach ISO 9001 zertifiziert und arbeiten nach DIN 77200. Anfragen nehmen wir rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 entgegen.
Was eine Brandwache in Großrosseln kostet
Wir rechnen mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei der Brandwache wirken vor allem Arbeitszeit und Nachkontrolle auf den Preis: Wird abends geschweißt, fällt die anschließende Beobachtung in die Nacht, und Wochenendarbeiten an einer Kirche zwischen zwei Gottesdiensten sehen anders aus als ein mehrwöchiger Wartungsstillstand im Kraftwerk.
Sie erhalten eine Aufstellung nach Stunden und Einsatzzeiten. Weitere Leistungen in der Gemeinde finden Sie unter Sicherheitsdienst Großrosseln, landesweit unter Brandwache im Saarland; für Industrie im Nachbarort steht die Seite Völklingen bereit.


