Vom Bergbau zu Mühle, Holzkraft und Recycling
Mehr als anderthalb Jahrhunderte hat die Steinkohle Großrosseln geprägt. Die Grube Warndt bei Karlsbrunn war das jüngste Bergwerk im Saarrevier; die Förderung begann 1963 und endete am 17. Juni 2005. Ihre Tagesanlage an der Schlossstraße steht heute als Ensemble unter Denkmalschutz, vom Förderturm über Schachthalle und Waschkaue bis zum Magazin.
Stillgelegt ist das Gelände dennoch nicht. Auf den früheren Gleis- und Kohlenlagerflächen liefert ein Solarkraftwerk Strom, ein Biomasse-Heizkraftwerk arbeitet seit 2009 im regulären Betrieb, und in der ehemaligen Schlosserwerkstatt werden Fenster und Beschläge recycelt. Für den Werkschutz entsteht damit ein Standort, auf dem mehrere Betreiber, Denkmalbauten und offene Flächen nebeneinanderliegen.
Betriebe und Anlagen, an denen Werkschutz anfällt
Die folgende Übersicht nennt öffentlich belegte Betriebe und Flächen in der Gemeinde. Sie beschreibt, wo Werkschutzaufgaben entstehen können, und ist keine Kundenliste:
- Die MEGRO GmbH & Co. KG Am Bahnhof 2, ein Unternehmen der Juchem-Gruppe, das Hafer und weitere Getreide zu Flocken, Grützen, Mehlen, Kernen und Kleien für die Lebensmittelindustrie verarbeitet
- Das Biomasse-Heizkraftwerk Warndt im hinteren Teil des früheren Grubengeländes in Karlsbrunn, das aus Frischholz Strom für das Netz und Fernwärme für Großrosseln erzeugt
- Der Recyclingbetrieb für Fenster und Beschläge in der früheren Schlosserwerkstatt der Tagesanlage
- Das Solarkraftwerk auf den einstigen Gleis-, Grubenbahnhof- und Kohlenlagerflächen
- Die Restanlage St. Charles, über deren offenen Schachteingang Material für die Verfüllung des Warndtstollens eingebracht wird
Lebensmittel und Energie: was am Tor zählt
Eine Getreidemühle lebt von Lkw: Rohware kommt an, fertige Flocken und Mehle gehen hinaus, dazwischen stehen Silos, Lager und Verpackung. Am Tor zählt, dass jedes Fahrzeug angemeldet ist, die Papiere zur Ladung passen und Fahrer nur die Wege nutzen, die ihnen zugewiesen sind. Hygieneregeln gelten für Besucher und Fremdfirmen genauso wie für die eigene Belegschaft; wir weisen darauf hin, bevor jemand die Halle betritt.
Beim Holzkraftwerk liegt der Schwerpunkt anders. Frischholz wird angeliefert und auf dem Gelände gelagert, und eine Anlage, die Strom und Fernwärme liefert, soll auch nachts und am Wochenende ungestört laufen, wenn nur wenige Menschen vor Ort sind. Wer hier Werkschutz macht, achtet auf Zufahrt und Holzplatz, auf offene Hallentore und auf Personen, die sich ohne Auftrag auf dem weitläufigen Gelände bewegen.
Ein Gelände mit Denkmälern und Freiflächen
Die Tagesanlage Warndt ist groß, und nicht jedes Gebäude ist genutzt. Förderturm, Schachthalle oder Bandbrücke ziehen Menschen an, die Industriekultur fotografieren wollen, und Metall in leeren Hallen kann Begehrlichkeiten wecken. Für Mieter und Betreiber auf dem Areal bieten wir Streifengänge entlang der Zäune, Kontrolle von Türen und Toren an den Denkmälern und eine kurze Meldung, wenn sich etwas verändert hat.
Die Grenze nach Lothringen liegt unmittelbar am Ort. Kommen Lieferanten oder Fremdfirmen von der anderen Seite, sind Papiere und Gespräche am Tor schnell zweisprachig. Wir stimmen mit Ihnen ab, wie Besucher angemeldet werden und welche Hinweise unser Personal in welcher Sprache gibt.
Organisation eines Werkschutzes ohne Büro im Land
Staffsec sitzt in Neumünster und hat Niederlassungen in Berlin und Bremen. Im Saarland sind wir vorhabenbezogen tätig, also nach einzelner Prüfung jedes Auftrags. Werkschutz ist meist ein Dauerdienst; deshalb sehen wir uns Schichtplan, Vertretungsbedarf und Anfahrt besonders genau an, bevor wir zusagen.
Mit Ihnen legen wir fest, welche Tore besetzt werden, wie Fremdfirmen angemeldet werden, wann Rundgänge stattfinden und wen wir bei Störungen erreichen. Die Kräfte bringen Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO mit und werden vor dem ersten Dienst am Werk eingewiesen. Zertifiziert sind wir nach ISO 9001, gearbeitet wird nach DIN 77200; unsere Rufnummer +49 4321 78 33 590 ist jederzeit besetzt.
Kosten für Werkschutz in Großrosseln
Unser Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei einem Dauerauftrag mit festen Schichten an sieben Tagen fällt die Rechnung anders aus als bei einer Pfortenbesetzung nur während der Anlieferzeiten oder bei Rundgängen am Wochenende. Nachtanteile, Feiertage und die Zahl der Posten bestimmen den Preis.
Nach der Besichtigung erhalten Sie eine transparente Aufstellung. Weitere Angebote in der Gemeinde stehen unter Sicherheitsdienst Großrosseln, landesweite Informationen unter Werkschutz im Saarland; für das benachbarte Industriezentrum gibt es die Seite Völklingen.


