Bausubstanz mit Geschichte
Saarbrücken hat seine Altstadt im Zweiten Weltkrieg fast vollständig verloren und vieles danach wieder aufgebaut. Daraus ergibt sich ein Bestand, in dem historische Fassaden, Nachkriegskonstruktionen und moderne Einbauten unmittelbar aufeinandertreffen. Dachstühle, Hohlräume in Decken und alte Installationsschächte sind bei Arbeiten mit offener Flamme oder Funkenflug schwer einzuschätzen.
Eine Brandwache beobachtet deshalb nicht nur die Stelle, an der gearbeitet wird, sondern auch die angrenzenden Räume, Decken und Dachbereiche, in die Wärme und Funken unbemerkt gelangen können.
Gebäude, bei denen Heißarbeiten besondere Vorsicht verlangen
Die Liste beschreibt typische Objekte in Saarbrücken; einen Einsatz dort behaupten wir nicht:
- Saarbrücker Schloss: Barockbau von Friedrich Joachim Stengel, 1793 durch Brand teilweise zerstört, von 1981 bis 1989 mit neuem Mittelbau nach Entwurf von Gottfried Böhm saniert; heute Sitz des Regionalverbands
- Saarländisches Staatstheater am Schillerplatz: eröffnet 1938, Großes Haus mit 875 Plätzen, dazu die Alte Feuerwache mit 240 Plätzen
- E-Werk (1908) und Historische Kohlenwäsche (1887) auf den Saarterrassen: Industriebauten, die heute für Veranstaltungen genutzt werden
- Stiftskirche St. Arnual: gotischer Kirchenbau an einem seit der Merowingerzeit genutzten Ort
- Bürgerhaus Dudweiler: Bau von Gottfried Böhm aus den Jahren 1979 bis 1984
- Saarlandhalle im Ludwigspark: Mehrzweckhalle aus dem Jahr 1967
Walzwerk und Rohbau: Heißarbeiten im laufenden Betrieb
In Burbach walzt Saarstahl Draht und Feinstahl. Bei Instandhaltung und Umbauten an Walzstraßen, Kranbahnen und Hallendächern fallen Schweiß- und Trennarbeiten an, oft in Stillstandszeiten über Nacht oder am Wochenende. Hier geht es um Öl, Schmierstoffe, Kabeltrassen und Staub in Hallen, in denen nach Schichtende kaum noch jemand unterwegs ist.
Auf Baustellen wie dem neuen Kongressforum am Johannes-Hoffmann-Platz kommen Heißarbeiten beim Stahlbau, beim Abdichten von Dachflächen und bei der Haustechnik hinzu. Weil die Congresshalle nebenan in Betrieb bleibt, müssen Fluchtwege und Zufahrten für die Feuerwehr auch während der Arbeiten frei sein. Unsere Kräfte achten genau darauf und melden Hindernisse sofort an die Bauleitung.
Auch Versammlungsstätten haben ihre eigenen Regeln. In Theatern, Hallen und umgenutzten Industriebauten wie dem E-Werk werden Bühnen, Lüftungsanlagen und Decken oft in den spielfreien Wochen im Sommer überarbeitet. Dann ruhen Brandmeldeanlagen abschnittsweise, Türen stehen für den Materialtransport offen, und in Kulissenlagern liegt brennbares Material dicht beieinander. Eine Brandwache übernimmt in solchen Phasen einen Teil der Aufmerksamkeit, die sonst die Technik leistet, und hält den Zustand der abgeschalteten Bereiche schriftlich fest.
Was die Brandwache konkret tut
Vor Beginn lässt sich die Kraft den Erlaubnisschein zeigen und geht die Umgebung der Arbeitsstelle ab: brennbare Stoffe, Öffnungen in Wänden und Decken, Rauchmelder, die abgeschaltet wurden, Löschmittel in Reichweite. Während der Arbeit beobachtet sie Funkenflug und Wärme, auch auf der Rückseite von Wänden und im Geschoss darunter.
Nach dem Ende der Heißarbeiten bleibt sie so lange, wie der Erlaubnisschein es verlangt, kontrolliert die Stellen in Abständen und vermerkt alles mit Uhrzeit. Sie wird vor Ort in Löschmittel und Alarmwege eingewiesen und alarmiert im Brandfall sofort die Feuerwehr und Ihre Ansprechperson.
Bei Arbeiten in benachbarten Orten wie Völklingen kann dieselbe Planung genutzt werden.
Planung ohne Büro im Saarland
Für Brandwachen im Saarland arbeiten wir vorhabenbezogen. Weil Heißarbeiten oft kurzfristig angesetzt oder verschoben werden, klären wir vorab, welche Zeitfenster wir verlässlich besetzen können, und sagen ehrlich, wenn ein Termin für uns zu knapp ist.
Für jeden Einsatz gibt es einen festen Ansprechpartner und eine schriftliche Einweisung. Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO. Staffsec ist nach ISO 9001 zertifiziert und arbeitet nach DIN 77200; erreichbar sind wir unter +49 4321 78 33 590, auch wenn eine Arbeit spät abends endet.
Was eine Brandwache kostet
Wir rechnen mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei Brandwachen bestimmt vor allem die Tageszeit den Preis: Viele Heißarbeiten in Betrieben laufen nachts oder am Wochenende, wenn die Produktion steht, und die Nachbeobachtung verlängert jeden Einsatz über das Arbeitsende hinaus. Eine Brandwache tagsüber in einem Bürogebäude liegt deshalb meist niedriger als eine Nachtschicht im Walzwerk.
Mehr zum Land lesen Sie unter Brandwache im Saarland, weitere Leistungen in der Stadt unter Sicherheitsdienst Saarbrücken.


