Eine Altstadt aus der Zeit nach 1697
Weite Teile der Heidelberger Altstadt wurden nach den Zerstörungen des Pfälzischen Erbfolgekriegs ab 1697 im Barockstil neu errichtet, auf dem mittelalterlichen Straßengrundriss. Viele Häuser haben Dachstühle und Decken aus Holz und Anbauten aus verschiedenen Jahrhunderten. Wird hier geschweißt, gelötet, getrennt oder mit offener Flamme abgedichtet, kann sich Glut unbemerkt in Hohlräumen festsetzen.
Eine Brandwache sorgt dafür, dass während und nach solchen Arbeiten jemand den Bereich beobachtet, der sonst nichts anderes zu tun hat. Sie kontrolliert vorab, ob brennbares Material entfernt oder abgedeckt ist, steht mit Löschmittel bereit und geht nach Arbeitsende die angrenzenden Räume und Ebenen ab.
Gebäude und Anlässe mit Bedarf
Die Beispiele zeigen, an welchen Orten in Heidelberg Heißarbeiten oder Sicherheitswachen typischerweise anfallen. Es handelt sich nicht um Referenzen.
- Heidelberger Schloss: Ruine seit dem Brand nach Blitzschlag im Juni 1764, Spielort der Schlossfestspiele mit Bühnenaufbau im Schlosshof und im Englischen Bau
- Heiliggeistkirche am Marktplatz: gotischer Bau von 1398 bis 1515 mit einem der frühesten erhaltenen Mansarddächer Deutschlands aus den Jahren 1698 bis 1700
- Konzerthaus Stadthalle an den Neckarstaden, 1901 bis 1903 erbaut, nach umfassender Sanierung seit Februar 2026 wieder in Betrieb
- Alte Brücke: Sanierung der Balkone, aktuell bis Ende Dezember 2026
- Industrie- und Gewerbegebiet Pfaffengrund mit Chemie, Elektrotechnik und Feinmechanik
- Neuenheimer Feld: Klinik- und Institutsbauten, in denen bei laufendem Betrieb umgebaut und saniert wird
Gemeinsam ist diesen Orten, dass Arbeiten selten auf einer leeren Fläche stattfinden. Nebenan wird geprobt, behandelt, produziert oder gewohnt. Die Brandwache muss deshalb auch erkennen, wann Rauch oder Staub in Bereiche zieht, in denen Brandmelder auslösen könnten, und das rechtzeitig mit der Haustechnik abstimmen.
Heißarbeiten nach Erlaubnisschein
Grundlage jeder Brandwache bei Heißarbeiten ist der Erlaubnisschein Ihres Betriebs oder Ihrer Bauleitung. Darin steht, welche Arbeiten wo erlaubt sind, welche Schutzmaßnahmen gelten und wie lange nach Arbeitsende nachkontrolliert wird. Unsere Kräfte werden vor Ort eingewiesen, kennen Standort von Feuerlöschern, Wandhydranten und Brandmeldern und den Weg der Feuerwehr zum Objekt.
In Sandsteinbauten mit Holzbalken wird die Nachkontrolle oft länger angesetzt, weil Wärme in Fugen und Zwischendecken lange gespeichert bleibt. Eine Wärmebildkamera nutzen wir, wenn Sie eine bereitstellen. Alle Kontrollgänge halten wir mit Uhrzeit im Bericht fest, ebenso den Zeitpunkt, an dem der Bereich als unauffällig übergeben wird.
Sicherheitswachen in Sälen und auf Bühnen
Brandwache heißt nicht nur Schweißarbeiten. In Versammlungsstätten kann bei Veranstaltungen mit Bühnenaufbau, Pyrotechnik oder offenem Licht eine Brandsicherheitswache verlangt werden. Ob die Feuerwehr selbst diese Wache stellt oder ob Personal des Betreibers genügt, legt die Genehmigung fest. Wo Letzteres zulässig ist, unterstützen wir mit eingewiesenen Kräften an Ausgängen, Bühnenrand und Technikbereichen.
Bei Veranstaltungen auf dem Schlossgelände, in der Stadthalle oder in Hallen in der Bahnstadt richten wir uns nach dem Konzept des Hauses. Unsere Aufgabe ist es, Gefahren früh zu melden, Rettungswege frei zu halten und bei Alarm die Räumung zu unterstützen, nicht die Feuerwehr zu ersetzen.
Vorhabenbezogen geplant
Staffsec hat den Hauptsitz in Neumünster und Niederlassungen in Berlin und Bremen. In Baden-Württemberg haben wir kein Büro. Brandwachen in Heidelberg übernehmen wir vorhabenbezogen, vor allem bei planbaren Arbeiten mit festem Zeitraum. Wir prüfen vorab, ob Kräfte für alle Schichten verfügbar sind, auch für die Nachkontrolle am Abend.
Zur Stadt allgemein finden Sie Informationen unter Sicherheitsdienst in Heidelberg, zum Land unter Brandwache in Baden-Württemberg. Für Arbeiten im Kraichgau hilft die Seite zu Sinsheim.
Personal und Kosten
Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO und werden vor jedem Einsatz am Objekt eingewiesen. Das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Nachweise liegen vor Beginn bei Ihnen.
Als Richtwert nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei Brandwachen ist der Anteil an Nacht- und Wochenendstunden oft hoch, weil Heißarbeiten in laufenden Betrieben gern außerhalb der Arbeitszeit stattfinden. Kurze Einsätze mit zwei Stunden Nachkontrolle rechnen wir anders als mehrwöchige Sanierungen mit täglicher Wache. Im Angebot stehen Arbeitszeit und Nachkontrolle getrennt.


