Wohnungsdruck und Flächen aus zweiter Hand
Neue Wohnungen und Gewerbeflächen entstehen in Heidelberg auffallend oft auf Grundstücken, die vorher anders genutzt wurden: auf einem früheren Güter- und Rangierbahnhof, auf großen Konversionsflächen, auf Brachen in bestehenden Gewerbegebieten. Wer dort baut, findet oft alte Gebäude, Leitungen und Zäune vor, die erst zurückgebaut werden.
Das prägt die Baustellenbewachung. Bestandsgebäude, die leer stehen und auf Abriss oder Sanierung warten, ziehen ungebetene Besucher an. Neue Rohbauten daneben lagern Kabel, Kupferrohre und Werkzeug. Eine Bewachung muss beides im Blick haben, die alte und die neue Substanz.
Aktuelle Bauflächen in der Stadt
Die folgenden Vorhaben sind öffentlich bekannt. Sie zeigen, wo gebaut wird, nicht, wo wir tätig sind.
- Patrick-Henry-Village bei Kirchheim: 97 Hektar, rund 325 Bestandsgebäude zur Sanierung oder zum Abriss; seit Mitte 2024 entstehen im Süden rund 550 preisgedämpfte Wohnungen, Erstbezug ab Spätherbst 2026
- Bahnstadt: Ausbau des Czernyrings in Abschnitten bis September 2028, Straßen im Kopernikusquartier bis Januar 2027
- Wieblingen: Gewerbepark mit fünf Gebäuden und rund 20.000 Quadratmetern Fläche, Baustart Januar 2026
- Eppelheimer Straße: Umgestaltung zwischen Januar 2026 und Dezember 2027 mit eigener Umgehungsstraße
- Neuenheimer Feld: Baustelleneinrichtungsfläche für die Kopfklinik ab 2026 bei laufendem Klinikbetrieb
- Südstadt: Umbau der Rheinstraße ab Oktober 2026 bis April 2028
Straßenbaustellen wie an der Rheinstraße oder der Eppelheimer Straße haben andere Schwachstellen als ein Hochbau: Hier stehen Maschinen und Baustoffe oft offen am Fahrbahnrand. Für sie kommen Kontrollrunden in der Nacht infrage, für die Absicherung der Verkehrsführung selbst eigene Kontrollfahrten.
Patrick-Henry-Village: großes Gelände, viele leere Häuser
Auf Patrick-Henry-Village wird ein neuer, sechzehnter Stadtteil geplant. Auf einigen Flächen wird schon gebaut, andere warten noch auf ihre Planung, und Teile des Geländes werden weiter anders genutzt. Für eine Baustelle bedeutet das: Zufahrten, die mit anderen Nutzern geteilt werden, große Abstände zwischen den Baufeldern und viele Gebäude, die abends dunkel sind.
Wir legen mit der Bauleitung fest, welche Baufelder und welche Bestandsbauten zur Bewachung gehören. Kontrollgänge führen um Bauzaun und Container, durch leerstehende Häuser mit Zugangserlaubnis und zu Lagerflächen. Offene Tore, beschädigte Zäune oder Spuren an Fenstern melden wir noch in der Nacht an den benannten Ansprechpartner.
Tagsüber Zufahrt, nachts Kontrolle
In der Bahnstadt und an der Eppelheimer Straße wird zwischen Wohnhäusern, Laboren und laufendem Verkehr gebaut. Tagsüber kann ein Posten an der Zufahrt sinnvoll sein, der Lieferungen gegen den Plan prüft, Fahrzeuge einweist und Unbefugte abweist. Nachts genügen oft Kontrollrunden zu wechselnden Zeiten oder eine Besetzung an Wochenenden und Feiertagen, wenn niemand auf der Baustelle ist.
Für jede Baustelle schreiben wir eine kurze Dienstanweisung: Was gehört dazu, wer darf rein, welche Tore bleiben zu, wen rufen wir bei Schaden an. Die Berichte gehen an die Bauleitung, bei Bedarf auch an den Bauherrn. Fotos von Auffälligkeiten hängen wir an.
Ohne Büro im Land, aber mit klarer Vorprüfung
Unser Hauptsitz liegt in Neumünster, Niederlassungen gibt es in Berlin und Bremen. Baden-Württemberg gehört nicht zu unserer Kernregion. Baustellen in Heidelberg übernehmen wir deshalb nur vorhabenbezogen. Bevor wir zusagen, prüfen wir Laufzeit, Zahl der Kräfte, Unterkunft, Anfahrt und Vertretung. Wenn die Besetzung über die gesamte Bauzeit nicht gesichert ist, sagen wir das vor dem Angebot.
Mehr über unsere Arbeit in der Stadt lesen Sie unter Sicherheitsdienst in Heidelberg, über das Land unter Baustellenbewachung in Baden-Württemberg. Für Baustellen an der Bergstraße kann auch Weinheim interessant sein.
Nachweise und Kostenrahmen
Alle Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO. Das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Erlaubnis, Bewachungsregister und Haftpflichtnachweis stellen wir vor Beginn bereit. Arbeitsschutz auf der Baustelle, also Sicherheitsschuhe, Warnweste und Helm, ist für unsere Kräfte selbstverständlich.
Wir rechnen mit 23 bis 50 € netto je Stunde als Richtwert. Bei Baustellen bestimmt vor allem der Zeitraum den Preis: Nur Nächte und Wochenenden kosten anders als eine Rundumbesetzung, und eine kurze Phase zwischen Rohbau und Innenausbau anders als eine Bewachung über zwei Jahre. Wechselt der Bedarf mit dem Baufortschritt, passen wir die Stunden an und weisen das im Angebot getrennt aus.


