Warum in Homburg Brandwachen gebraucht werden
Homburg ist Industriestadt. In der Gesenkschmiede von thyssenkrupp Gerlach entstehen Kurbelwellen und Vorderachsen, Schaeffler fertigt Wälzkörper, Wellen und Kolben, Bosch baut Dieseltechnik und Hydraulik, Michelin runderneuert Lkw-Reifen. Wo Linien umgebaut, Anlagen demontiert oder Hallendächer erneuert werden, wird geschweißt, getrennt und geflext – oft in der Nähe von Öl, Kunststoffen, Gummi und Verpackung.
Eine Brandwache sorgt dafür, dass ein verirrter Funke oder ein schwelendes Glutnest nicht unbemerkt bleibt. Sie steht bereit, während gearbeitet wird, und kontrolliert danach den Bereich so lange, wie Ihr Erlaubnisschein es vorschreibt. Erst dann ist eine Heißarbeit wirklich abgeschlossen.
Werkshallen und Umbauten im laufenden Betrieb
In Schmieden und Härtereien gehört Hitze zum Alltag; gefährlich wird es bei Arbeiten außerhalb der gewohnten Abläufe. Wenn eine Fremdfirma eine Rohrleitung trennt, eine Lüftung an der Hallendecke versetzt oder alte Fundamente aufbricht, kann sich Staub oder Öl in Kabelkanälen und Zwischendecken entzünden. Oft sind Brandmeldeanlagen dafür abschnittsweise abgeschaltet.
Am Universitätsklinikum wird an mehreren Gebäuden gleichzeitig gebaut, während Patienten versorgt werden. Wer dort schweißt oder Leitungen umlegt, arbeitet neben belegten Räumen. Eine Brandwache, die die Fluchtwege kennt und weiß, wen sie im Ernstfall verständigt, gibt der Bauleitung und dem Haus Sicherheit.
- Schweiß- und Trennarbeiten bei Umbauten in Werkshallen
- Dacharbeiten mit Bitumen und Brenner
- Demontage von Anlagen mit Öl- und Fettresten
- Leitungsarbeiten bei abgeschalteter Brandmeldeanlage
- Heißarbeiten neben belegten Bereichen im Klinikum
Saalbau, Kirchen und Höhlen: Altbau mit Geschichte
Der Saalbau wurde 1930 von der Karlsberg Brauerei gebaut und 1931 eröffnet; 1945 wurde er beschädigt, 1981 überholt und 2000 bis 2001 umfassend erweitert. Heute hat er einen Festsaal von rund 410 Quadratmetern mit Empore und Bühne. Arbeiten an Bühnentechnik, Lüftung oder Dach bedeuten dort Heißarbeiten in einem Haus voller Vorhänge, Holz und Bestuhlung.
Die katholische Kirche St. Michael wurde 1836 bis 1841 im neuromanischen Stil errichtet, der barocke Turm der protestantischen Stadtkirche stammt aus den Jahren 1779 bis 1785, ihr Schiff von 1871 bis 1874. In Erbach steht St. Andreas, gebaut 1902 bis 1906. In alten Dachstühlen liegt trockenes Holz, Staub und manchmal Vogelnester – ein Funke von einer Dachrinnenreparatur reicht. In den Schlossberghöhlen, die als Schaubergwerk unter Bergrecht stehen, wurden nach einer Sanierung Stahlrahmen und neue Elektrik eingebaut; auch dort fallen Metallarbeiten an.
Was unsere Brandwache konkret tut
Vor Beginn sehen wir uns den Arbeitsbereich an: Wo liegen brennbare Stoffe, wo die nächsten Feuerlöscher, wohin führen Fluchtwege? Brennbares, das sich nicht entfernen lässt, wird abgedeckt. Während der Arbeit beobachtet unsere Kraft Funkenflug auch in angrenzenden Räumen und auf der Rückseite von Wänden.
Nach dem Ende der Heißarbeit bleibt sie so lange wie im Erlaubnisschein festgelegt, kontrolliert in Abständen Zwischendecken, Fugen und Durchbrüche und hält Löschmittel bereit. Beginn, Kontrollen und Ende stehen mit Uhrzeit im Bericht. Ob eine Brandsicherheitswache der Feuerwehr vorgeschrieben ist, etwa bei Veranstaltungen mit Pyrotechnik, entscheidet die Behörde; diese ersetzen wir nicht.
Vorhabenbezogen im Saarland
Unser Hauptsitz ist in Neumünster, Niederlassungen haben wir in Berlin und Bremen. Im Saarland arbeiten wir ohne eigenes Büro und prüfen jede Anfrage einzeln: Wie lang ist der Einsatz, wie viele Kräfte braucht er, lässt sich die Anfahrt sinnvoll planen? Für eine mehrwöchige Revision in einem Werk sieht die Antwort anders aus als für eine einzelne Reparatur am Wochenende.
Unsere Kräfte werden vor Ort vom Betrieb oder der Bauleitung eingewiesen, haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO und arbeiten nach Ihren Vorgaben zum Brandschutz. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr zur Stadt finden Sie unter Sicherheitsdienst in Homburg, zum Land unter Brandwache im Saarland.
Was eine Brandwache in Homburg kostet
Die Stunde liegt bei 23 bis 50 € netto. Brandwachen fallen häufig abends, nachts oder am Wochenende an, weil Umbauten in die Stillstandszeiten gelegt werden; diese Zuschläge machen einen spürbaren Teil des Preises aus. Auch die Nachkontrolle nach Ende der Arbeit zählt als Einsatzzeit.
Bei kurzen Einsätzen fällt die Anfahrt stärker ins Gewicht, bei einer zusammenhängenden Revision über mehrere Tage weniger. Wir nennen Ihnen Stunden, Zuschläge und Anfahrt getrennt, damit Sie die Kosten mit dem Bauzeitenplan abgleichen können.


