Bausubstanz mit langer Geschichte
In St. Ingbert stehen Gebäude aus fast drei Jahrhunderten Industrie- und Kirchengeschichte. Das Hüttenensemble Alte Schmelz geht auf das Eisenwerk von 1733 zurück, die Baumwollspinnerei auf das Jahr 1885, der Beckerturm einer früheren Brauerei auf die Jahre 1925 bis 1931. Die katholische Kirche St. Engelbert wurde 1755 vollendet, die evangelische Martin-Luther-Kirche 1858/59 gebaut.
Wo an solchen Häusern geschweißt, getrennt, gelötet oder mit offener Flamme abgedichtet wird, ist eine Brandwache oft vorgeschrieben und immer sinnvoll. Holzdecken, alte Dachstühle, Hohlräume hinter Verkleidungen und Staub in Zwischenböden fangen schneller Feuer, als man es von Neubauten kennt.
Typische Einsatzorte
Die Möllerhalle auf der Alten Schmelz gilt als ältestes erhaltenes Industriedenkmal des Saarlands; Halle, Herrenhaus und Arbeiterhäuser sind gemeinsam geschützt, die Siedlung wird abschnittsweise saniert. Am Turm von St. Engelbert in der Fußgängerzone wird 2026 restauriert. Die neugotische Josefskirche brannte im Juli 2007 aus und ist seit 2011 wieder geöffnet, ein Beispiel dafür, wie lange der Wiederaufbau eines solchen Hauses dauert.
Dazu kommen Industriebetriebe mit Metallbearbeitung, Gießerei und Instandhaltung, in denen bei Umbauten und Wartungen regelmäßig Heißarbeiten anfallen. Gerade in Werksferien, wenn Anlagen stillstehen und Fremdfirmen Rohrleitungen, Hallendächer oder Kranbahnen instand setzen, laufen viele dieser Arbeiten gleichzeitig. Dann wird geschweißt, während im Betrieb selbst kaum Personal für die Aufsicht da ist. Eine zusätzliche Brandwache je Arbeitsstelle schließt diese Lücke, ohne dass der Betrieb Mitarbeitende aus dem Urlaub holen muss.
- Alte Schmelz: Möllerhalle von 1750, Herrenhaus, Meisterhäuser und Siedlung
- St. Engelbert: Turmrestaurierung in der Fußgängerzone
- St. Josef und Martin-Luther-Kirche: Dach- und Turmarbeiten
- Alte Baumwollspinnerei: Ausbau des Denkmals zum Verwaltungssitz
- Werke in Rohrbach und an der Saarbrücker Straße: Instandhaltung und Umbau
Was eine Brandwache bei Heißarbeiten tut
Vor Beginn sehen sich unsere Kräfte mit Ihrem Verantwortlichen den Arbeitsbereich an: Wo liegen brennbare Stoffe, wohin können Funken fallen, wo sind Rauchmelder abgeschaltet, wo ist der nächste Feuerlöscher und wie wird die Feuerwehr alarmiert? Während der Arbeit beobachten sie Funkenflug, auch auf der Rückseite von Wänden und in darunterliegenden Geschossen.
Nach Ende der Arbeiten bleibt die Brandwache so lange, wie Ihr Erlaubnisschein es fordert, und kontrolliert den Bereich in Abständen, auch mit der Hand an Bauteilen. Ihre Wärmebildkamera setzen wir ein, wenn Sie eine bereitstellen. Alles, was wir sehen und tun, steht mit Uhrzeit im Bericht.
Brandsicherheitswache bei Veranstaltungen
Auch in Hallen mit Bühnentechnik, Pyrotechnik oder großer Besucherzahl kann eine Brandsicherheitswache verlangt werden. In St. Ingbert betrifft das etwa Aufbauten in der Stadthalle oder in der früheren mechanischen Werkstatt auf der Alten Schmelz, die als Veranstaltungshalle dient. Ob die Feuerwehr selbst diese Wache stellt oder ob ein Dienstleister sie übernehmen darf, entscheidet die zuständige Behörde.
Wo wir eingesetzt werden, halten unsere Kräfte Notausgänge und Rettungswege frei, überwachen Dekorationen in der Nähe von Scheinwerfern und sind vor Ort eingewiesen in Löschmittel und Alarmwege des Hauses.
Vorhabenbezogen im Saarland
Unsere Niederlassungen liegen in Neumünster, Berlin und Bremen. Im Saarland haben wir kein Büro und planen Brandwachen in St. Ingbert deshalb vorhabenbezogen. Weil Heißarbeiten selten auf die Stunde genau starten, stimmen wir Beginn, Nachkontrollzeit und mögliche Verlängerungen vorher mit Ihnen ab. Können wir einen Zeitraum nicht sicher besetzen, sagen wir es offen.
Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO und werden für jedes Objekt vor Ort eingewiesen. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr zum Land unter Brandwache im Saarland, Nachbarorte etwa unter Kirkel oder Blieskastel.
Kosten einer Brandwache
Auch hier gilt der Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Die Nachkontrollzeit nach Arbeitsende zählt mit, ebenso Wartezeiten, wenn Arbeiten später beginnen. Brandwachen in der Nacht, am Wochenende oder an Feiertagen liegen höher, weil Zuschläge anfallen.
Wer eine Sanierung über mehrere Wochen mit festem Arbeitsrhythmus plant, bekommt einen günstigeren Satz als bei einer einzelnen Stunde Schweißarbeit. Mindesteinsatzzeiten und Anfahrt nennen wir im Angebot getrennt.


