Eine Stadt, die vom Brandschutz geprägt ist
Am 1. November 1803 brannte die Tuttlinger Innenstadt innerhalb der Stadtmauern fast vollständig nieder. Der Wiederaufbau ab 1804 folgte einem Plan des Landbaumeisters Carl Leonard von Uber: rechtwinklige Straßen und quadratische Häuserblöcke. Das Raster ist bis heute ablesbar. Zum Standard wurde dabei der Tuttlinger Hut, eine Form des Walmdachs, die als Brandschutzmaßnahme galt.
Wer heute in dieser Innenstadt an Dächern, Dachrinnen oder Fassaden arbeitet, trifft auf Holzkonstruktionen, die zweihundert Jahre alt sein können. Funken, die beim Löten einer Kehle oder beim Trennen eines Fallrohrs in eine Fuge fallen, glimmen dort unbemerkt weiter. Genau dafür gibt es die Brandwache nach Heißarbeiten.
Gebäude, an denen besondere Vorsicht gilt
Einige Bauten in Tuttlingen verlangen bei Heißarbeiten erhöhte Aufmerksamkeit, weil sie alt, denkmalgeschützt oder stark besucht sind:
- Rathaus: ab 1804 im klassizistischen Stil errichtet, seit 1806 genutzt, 1981 bis 1983 grundlegend saniert
- Katholische Kirche St. Gallus: erbaut 1869 bis 1873
- Evangelische Stadtkirche mit ihrer Jugendstilfassade vom Anfang des 20. Jahrhunderts
- Fruchtkasten und Tuttlinger Haus mit den stadtgeschichtlichen Sammlungen
- Bahnhof von 1933, dessen denkmalgeschütztes Empfangsgebäude derzeit saniert wird
- Burg Honberg, deren Türme im 19. Jahrhundert wieder aufgebaut wurden
- Rathaus in Möhringen, eines der ältesten Gebäude des Stadtteils, heute mit Heimatmuseum
Heißarbeiten in Werkhallen
Tuttlingen ist eine Industriestadt. Neben Herstellern chirurgischer Instrumente gibt es Maschinenbau, etwa mit CNC-Bearbeitungszentren, und die Fertigung von Bremsscheiben im Ludwigstal. In solchen Hallen wird gefräst, gedreht und geschliffen, und bei Umbauten oder Reparaturen wird geschweißt. Späne, Öle, Kühlschmierstoffe und Verpackungsmaterial liefern im Ernstfall viel Brennstoff.
Typisch sind Brandwachen während der Betriebsruhe, wenn Instandhaltung und Fremdfirmen die Zeit ohne Produktion für Arbeiten an Dach, Lüftung oder Hallenkränen nutzen. Die Brandwache achtet während der Arbeit auf Funkenflug, hält Löschmittel bereit und kontrolliert nach Abschluss so lange, wie es Ihr Erlaubnisschein vorsieht.
Auch Baustellen bringen Heißarbeiten mit sich. Am Bahnhof wird das Empfangsgebäude saniert, an der Dornierstraße entsteht ein neues Werk, und bei Abrissen in der Innenstadt werden Stahlteile oft mit dem Brenner getrennt. Wo mehrere Gewerke gleichzeitig arbeiten, hilft eine eigene Kraft, die nur auf Brandgefahren achtet und nicht nebenbei andere Aufgaben hat.
Brandsicherheitswache in Sälen und im Festzelt
In der Stadthalle an der Wöhrdenbrücke und in der Angerhalle in Möhringen finden Theater, Konzerte und Kabarett statt, im Juli steht auf dem Honberg ein Musikzelt. Ob für eine Veranstaltung eine Brandsicherheitswache vorgeschrieben ist, ergibt sich aus der Versammlungsstättenverordnung des Landes und den Auflagen der Behörde. Wo die Feuerwehr diese Aufgabe nicht selbst übernimmt, kann eine zusätzliche Wache auf Wunsch des Betreibers sinnvoll sein, etwa beim Bühnenaufbau oder bei Pyrotechnik.
Unsere Kräfte achten auf freie Rettungswege, geschlossene Brandschutztüren und die Lage der Feuerlöscher und werden vor dem Einsatz in die Örtlichkeit eingewiesen.
So übernehmen wir eine Brandwache in Tuttlingen
Staffsec sitzt in Neumünster und hat Standorte in Berlin und Bremen. Ein eigenes Büro in Baden-Württemberg haben wir nicht. Brandwachen in Tuttlingen planen wir deshalb einzeln: Wir prüfen vorher, ob Kräfte für den Zeitraum verfügbar sind, und sagen nur zu, wenn das sicher ist. Für Arbeiten mit festem Termin in der Betriebsruhe empfehlen wir eine frühe Anfrage.
Vor Ort weist der Auftraggeber oder die Fachfirma unsere Kräfte in Arbeitsbereich, Löschmittel und Meldewege ein. Nach der Wache erhalten Sie einen Bericht mit Uhrzeiten und Befunden. Eingesetzt wird Personal mit Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO. Wir arbeiten nach DIN 77200 und ISO 9001. Mehr zur Leistung finden Sie unter Brandwachen, den Landesüberblick unter Brandwache in Baden-Württemberg.
Kosten der Brandwache
Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Brandwachen fallen oft dann an, wenn andere frei haben: abends, nachts, an Wochenenden oder zwischen den Jahren. Der Anteil dieser Stunden bestimmt den Preis stärker als bei anderen Leistungen. Auch kurze Einsätze von wenigen Stunden nach einer Schweißarbeit sind möglich, können aber anteilig teurer werden.
Im Angebot stehen Grundstunden und Zuschläge getrennt. Weitere Leistungen für die Stadt finden Sie unter Sicherheitsdienst Tuttlingen.


