Eine Stadt, die vom Instrumentenbau lebt
Tuttlingen nennt sich wegen der vielen Hersteller medizinischer Produkte Weltzentrum der Medizintechnik. Am Anfang stand ein Hochofen im Ludwigstal, der ab 1696 lief, später kamen Metallhandwerk und 1867 ein erster Betrieb für chirurgische Instrumente hinzu. Heute reicht das Spektrum von Scheren und Klemmen über Endoskope bis zu Implantaten.
Einige Namen prägen das Bild, wir nennen sie hier als Umfeld und nicht als Kunden. Aesculap, seit 1998 Teil von B. Braun, ist der größte Arbeitgeber der Stadt; um den Kreisverkehr am Aesculap-Platz stehen Firmengebäude. KARL STORZ ist mit der Endoskopie verbunden, und ein Gewerbegebiet trägt den Namen Dr.-Karl-Storz-Straße. Chiron baut CNC-gesteuerte Fräs- und Drehzentren, die Schwäbischen Hüttenwerke fertigen im Ludwigstal seit den 1950er-Jahren Bremsscheiben, und der Schuhhersteller Rieker ist im Gewerbepark Gänsäcker ansässig.
Gewerbeflächen zwischen Nordstadt und Gänsäcker
Die Stadt weist eine ganze Reihe von Gewerbegebieten aus. Für den Werkschutz sind vor allem diese Lagen von Bedeutung:
- Gewerbepark Gänsäcker bei Möhringen: rund 36 Hektar an der B 311, von der Stadt als Standort für Handel und Produktion der Medizintechnik beschrieben
- Nord und die anschließende Nordstadt: ein Gebiet, das gerade entsteht, mit Anschluss an die L 277 Richtung Sigmaringen
- Dr.-Karl-Storz-Straße, Ost, Grubenäcker und Möhringer Vorstadt als gewachsene Gewerbelagen
- Ludwigstal, wo die Eisenverarbeitung mit dem Hochofen von 1696 begann
- Dornierstraße, wo ein neues Werk für metallverarbeitende Vorfertigung gebaut wird
Zwischen diesen Flächen liegen teils mehrere Kilometer Donautal. Ein Betrieb mit Standorten in der Kernstadt und im Gänsäcker braucht deshalb klare Regeln, wie Transporte zwischen den Werken begleitet und dokumentiert werden.
Was an der Pforte eines Medizintechnikbetriebs anders ist
Wer Medizinprodukte herstellt, arbeitet nach einem Qualitätsmanagement, das Wege, Kleidung und Zugang vorgibt. Der Werkschutz muss diese Vorgaben kennen und mittragen: Wer darf in welche Zone, wo beginnt eine Schleuse, welche Bereiche bleiben auch für den Nachtrundgang zu? Wir übernehmen diese Regeln aus Ihren Unterlagen in die Dienstanweisung und lassen sie von Ihrer Qualitätssicherung freigeben.
Hinzu kommen Besuche von Auditoren, Kunden aus dem Ausland und Lieferanten, die oft am selben Tag anreisen. Eine Pforte, die Namen, Firma, Ansprechpartner und Besuchszeit sauber erfasst, ist bei späteren Nachfragen Gold wert. Muster, Prototypen und Konstruktionsstände sollen das Gelände nur mit Freigabe verlassen; was ohne Begleitschein hinausgehen soll, wird angehalten und gemeldet.
Aufgaben, die wir übernehmen
Welche Punkte der Werkschutz abdeckt, regelt die Dienstanweisung. In Tuttlinger Betrieben kommen meist diese zusammen:
- Pfortendienst mit Besucheranmeldung, Tagesausweis und Begleitung zu festgelegten Räumen
- Erfassung und Unterweisung von Fremdfirmen für Wartung, Umbau und Reinigung
- Lkw-Abfertigung an Rampe und Tor nach Zeitfenstern, Abgleich von Kennzeichen und Lieferschein
- Ausgangskontrolle für Material, Schrott und Musterteile nach Ihren Freigaberegeln
- Rundgänge durch Fertigung, Lager, Technik und Außengelände außerhalb der Schichten
- Reaktion auf Störmeldungen, etwa Brandmeldeanlage oder Wassereinbruch, über feste Meldewege
Planung ohne eigenes Büro in Baden-Württemberg
Staffsec sitzt in Neumünster und hat Standorte in Berlin und Bremen. Im Landkreis Tuttlingen sind wir nicht mit einer Niederlassung vertreten. Werkschutz ist meist ein Dauerauftrag mit Schichtbetrieb, deshalb prüfen wir vor jeder Zusage, ob Stammkräfte, Ablösung und Vertretung über die gesamte Laufzeit gesichert sind. Ist das nicht der Fall, sagen wir es Ihnen offen.
Kommt der Auftrag zustande, erhalten Sie eine feste Ansprechperson, eine Einweisung der Kräfte im Werk und Schichtnachweise mit jeder Abrechnung. Das Personal hat je nach Aufgabe eine Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO. Wir arbeiten nach DIN 77200 und sind nach ISO 9001 zertifiziert. Grundlagen finden Sie unter Werkschutz, Hinweise für das Land unter Werkschutz in Baden-Württemberg.
Kosten des Werkschutzes in Tuttlingen
Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Für eine Pforte, die rund um die Uhr besetzt ist, fallen Nacht-, Sonntags- und Feiertagsanteile stark ins Gewicht. Zusätzliche Aufgaben wie Telefonzentrale, Warenannahme oder das Führen eines Fremdfirmenregisters verschieben den Preis innerhalb der Spanne, ebenso Sprachkenntnisse für internationale Besucher.
Wir weisen Grundstunden und Zuschläge im Angebot getrennt aus. Andere Leistungen in der Stadt finden Sie unter Sicherheitsdienst Tuttlingen.


