Eine Kreisstadt mit vielen offenen Türen
In Tuttlingen leben rund 37.100 Menschen, und die Stadt ist Sitz des gleichnamigen Landkreises. Landratsamt, Finanzamt und Amtsgericht ziehen werktags Besucher aus dem ganzen Kreis an. Was tagsüber ein Ort mit Wartemarken, Akten und Gesprächen ist, steht am Abend still: Flure, Archive und Technikräume bleiben dann sich selbst überlassen.
Objektschutz setzt genau an diesem Wechsel an. Am Tag geht es um Empfang, Hausrecht und ruhiges Auftreten gegenüber Menschen, die nicht immer gute Nachrichten erwarten. Nach Dienstschluss zählt, dass Fenster geschlossen, Türen verriegelt und Kaffeemaschinen aus sind und dass niemand im Gebäude zurückgeblieben ist.
Wo in Tuttlingen Objekte besonders gefragt sind
Die Aufgaben unterscheiden sich stark nach Lage. Diese Orte zeigen die Bandbreite in der Stadt:
- Bahnhofsumfeld: Das denkmalgeschützte Empfangsgebäude wird von der Stadt selbst saniert, seit der frühere Projektpartner 2024 Insolvenz angemeldet hatte. Bis zum Abschluss stehen Teile leer, Gerüste und Materiallager inklusive.
- Konrad-Adenauer-Platz: Der neue Vorplatz mit überdachten Bussteigen ist seit Oktober 2025 in Betrieb. Wartende, Pendler und abendlicher Aufenthalt bringen eigene Anforderungen an Präsenz mit sich.
- Innenstadt im Raster: Zwischen Rathaus, Marktplatz und Bahnhofstraße liegen Läden, Praxen und Wohnungen dicht an dicht. Für Geschäfte mit wertvoller Ware sind Kontrollen nach Ladenschluss und bei Inventuren typisch.
- Weimarstraße und Drei-Kronen-Quartier: Abriss an der Unteren Hauptstraße und der Umbau des Quartiers schaffen Zwischenzustände mit leeren Gebäuden.
- Sanierungsgebiete Sonnenbuckel-Weimarstraße und Möhringen Ortsmitte: Wo Häuser auf Umbau warten, ist Leerstand über Monate möglich.
- Campus der Hochschule Furtwangen: In den früheren Fabrikbauten von Henke-Sass, Wolf mit Laboren und Werkstätten wird bis in den Abend gearbeitet.
Leerstand während Umbau und Sanierung
Ein Gebäude, das auf Bauarbeiten wartet, zieht andere Gäste an als eines im Betrieb. Offen stehende Kellerfenster, abgestellte Bauzäune und herumliegendes Material sind Einladungen für Metalldiebe, Sprayer oder Menschen, die einen trockenen Schlafplatz suchen. Gleichzeitig verlangt der Versicherer oft, dass das Gebäude regelmäßig kontrolliert wird.
Für solche Phasen schlagen wir Kontrollgänge zu wechselnden Zeiten vor, ergänzt um feste Posten an Tagen mit erhöhtem Risiko, etwa über lange Wochenenden. Jede Kontrolle wird mit Uhrzeit und Befund protokolliert, Schäden werden mit Foto dokumentiert. So haben Eigentümer, Hausverwaltung und Versicherung eine gemeinsame Grundlage.
Gerade bei denkmalgeschützter Bausubstanz wie am Bahnhof kommt hinzu, dass Wasser- und Frostschäden früh erkannt werden müssen. Unsere Kräfte achten deshalb auch auf tropfende Leitungen, ausgefallene Heizungen und offene Dachluken.
Empfang und Hausrecht in Verwaltung und Bildung
In Behörden und Bildungseinrichtungen sieht Objektschutz anders aus als in einem leeren Haus. Hier steht eine Kraft am Eingang, gibt Auskunft, lenkt Besucher und greift ein, wenn ein Gespräch eskaliert. Sie kennt die Notausgänge, die Sammelstelle und die Telefonnummern der Verantwortlichen im Haus.
Wir legen in einer Dienstanweisung fest, wer welche Bereiche betreten darf, wie mit Hausverboten umgegangen wird und wann die Polizei zu rufen ist. Bei Prüfungstagen, Wahlen oder Informationsabenden kann die Besetzung kurzfristig erhöht werden, sofern das Personal dafür eingeplant ist.
So läuft ein Auftrag in Tuttlingen ab
Unser Hauptsitz liegt in Neumünster, weitere Standorte haben wir in Berlin und Bremen. Im Südwesten unterhalten wir keine Niederlassung, Tuttlingen bearbeiten wir deshalb Auftrag für Auftrag. Vor dem Angebot klären wir, ob Kräfte für die gesamte Laufzeit verfügbar sind, wie die Ablösung bei Urlaub und Krankheit gesichert wird und ob die Anreise ins obere Donautal realistisch planbar ist.
Sagen wir zu, bekommen Sie eine feste Ansprechperson, eine Einweisung der Kräfte vor Ort und Berichte nach jedem Dienst. Eingesetzt wird Personal mit Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, je nach Aufgabe. Wir arbeiten nach DIN 77200 und sind nach ISO 9001 zertifiziert. Mehr zur Leistung lesen Sie unter Objektschutz, den Überblick für das Land unter Objektschutz in Baden-Württemberg.
Was Objektschutz in Tuttlingen kostet
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Ein Empfangsdienst am Werktag liegt eher im unteren Teil dieser Spanne, Nachtkontrollen in leeren Gebäuden, Feiertagsdienste und Einsätze mit Zusatzaufgaben wie Schlüsselübergabe an Handwerker eher im oberen. Auch die Laufzeit spielt eine Rolle: Ein Objekt, das über Monate betreut wird, lässt sich anders planen als ein einzelnes Wochenende.
Im Angebot stehen Grundstunden und Zuschläge getrennt, damit Sie nachvollziehen können, wie sich der Preis zusammensetzt. Weitere Leistungen in der Stadt finden Sie auf der Seite Sicherheitsdienst Tuttlingen.


