Eine Stadt, die nach einem Brand neu gebaut wurde
Am 21. Mai 1687 brannten in Zwönitz Kirche, Rathaus, Schule und 143 Bürgerhäuser ab. Die Trinitatiskirche entstand von 1688 bis 1692 als barocke Saalkirche neu, kurz danach wurde ein Nachtwächter vereidigt, der die Stunden an 19 Stellen ausrief. Brandschutz hat in der Bergstadt also eine lange Geschichte.
Heute ist eine Brandwache vor allem dort gefragt, wo bei Bau- oder Wartungsarbeiten Funken, Flammen oder heiße Teile entstehen und das Gebäude viel Brennbares enthält: Dachstühle, Holzeinbauten, Papier, Pappe, Lacke.
Gebäude und Betriebe mit typischen Heißarbeiten
Im Stadtgebiet kommen unter anderem diese Objekte in Frage:
- Trinitatiskirche, barocke Saalkirche von 1688 bis 1692
- St. Blasius in Niederzwönitz mit Bauteilen aus der Zeit vor 1483 und St. Johannis, geweiht 1793, mit Turm von 1821
- Wehrkirchenartige Dorfkirche in Hormersdorf und die Kirche in Dorfchemnitz von 1892/93
- Katholische Kirche St. Peter und Paul von 1994 mit hölzerner sechseckiger Kuppel
- Technisches Museum Papiermühle Niederzwönitz, erstmals 1568 erwähnt, assoziierter Bestandteil des Welterbes Montanregion Erzgebirge
- Fertigung mit Brandlast: Pressspanwerk an der Annaberger Straße, Galvanik an der Lutherstraße, Schweißbaugruppen bei SYNTEKS Umformtechnik
Kirchen, Museen und Altbau
An einem barocken Dachstuhl oder einer Kuppel aus Holz reicht ein Funke, der in eine Fuge fällt. Wenn Dachdecker mit dem Brenner Bahnen verschweißen, Klempner Rinnen löten oder Elektriker Leitungen in alten Mauern trennen, steht unsere Kraft daneben, hat Löschmittel griffbereit, beobachtet Hohlräume und Bauteile und bleibt nach Ende der Arbeiten so lange, wie Ihr Erlaubnisschein es verlangt.
Die Papiermühle ist ein zweigeschossiger Fachwerkbau, unter dem Schieferdach liegt ein doppelter Trockenboden mit hölzernen Lüftungslamellen. Schon 1624 brannte die Mühle einmal ab und wurde neu errichtet. Heute stehen dort Pappenmaschine, Holländer, Kollergang und ein oberschlächtiges Wasserrad auf engem Raum. Bei Restaurierungen oder Arbeiten an der Haustechnik zählt hier jede Minute nach dem letzten Schweißpunkt. Eine Wärmebildkamera setzen wir für die Nachkontrolle ein, wenn Sie eine bereitstellen.
Ähnlich liegt der Fall bei weiteren alten Häusern der Stadt: dem Hotel Roß, das 1537 erbaut und 1943 umgebaut wurde, der Austel-Villa von 1885/86 mit ihrer Sammlung und der Knochenstampfe in Dorfchemnitz, die gerade saniert wird. Werden dort Leitungen erneuert, Dächer ausgebessert oder Stahlträger eingezogen, sprechen wir vorab mit Bauleitung und Eigentümer ab, welche Bereiche wir nach Feierabend noch einmal ansehen, und bleiben bis zum Ende der vereinbarten Nachwache auf der Baustelle.
Werke mit Pappe, Lack und Chemie
Im Pressspanwerk werden Zellstoff und Pappe zu Isoliertafeln verarbeitet, dazu kommen Faserverbundteile. In der Galvanik stehen beheizte Bäder, Absaugungen und Chemikalienlager. Bei Instandhaltungsarbeiten mit Schweißgerät oder Trennscheibe, oft am Wochenende, wenn die Produktion ruht, übernehmen wir die Brandwache nach Vorgabe Ihres Brandschutzbeauftragten.
Wir lassen uns vor Ort einweisen: Wo stehen Löscher und Wandhydranten, wo ist der nächste Druckknopfmelder, wen rufen wir an, wenn etwas glimmt? Nach der Schicht dokumentieren wir Beginn, Ende und Kontrollen der Nachwache.
Auf einem Werksgelände von mehr als 73.000 Quadratmetern können mehrere Arbeitsstellen gleichzeitig offen sein. Dann teilen wir die Wache so auf, dass jede Stelle während der Arbeiten besetzt ist und nach Ende der Arbeiten in festen Abständen kontrolliert wird.
Vorhabenbezogen geplant
Staffsec sitzt in Neumünster und Berlin; in Sachsen haben wir kein eigenes Büro. Brandwachen in Zwönitz übernehmen wir vorhabenbezogen. Am besten melden Sie die Arbeiten an, sobald der Termin feststeht. Wir prüfen Dauer, Schichten und Anfahrt und benennen Ihnen die eingesetzten Kräfte. Für Rückfragen sind wir rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar.
Die Kräfte haben Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO und werden vor Ort eingewiesen, wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr: Brandwachen, Brandwache in Sachsen und Sicherheitsdienst Zwönitz.
Kosten einer Brandwache
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Bei der Brandwache hängt der Betrag stark davon ab, ob die Arbeiten tagsüber laufen oder nachts und am Wochenende, wie lang die Nachwache nach dem letzten Funken dauern muss und ob mehrere Arbeitsstellen gleichzeitig zu überwachen sind. Kurzeinsätze für einzelne Heißarbeiten planen wir mit Mindestdauer.
Sie erhalten vorab ein Angebot je Einsatztag oder je Bauabschnitt.


