Eine Stadt, die das Feuer kennt
Annaberg wurde 1496 planmäßig angelegt und wuchs mit dem Silberbergbau schnell. Ebenso schnell kamen die Brände: 1604 zerstörte ein großer Stadtbrand das Rathaus, im selben Jahr brannte das Franziskanerkloster ab. 1664 ging der Nachfolgebau des Rathauses in Flammen auf, 1731 traf ein weiterer Stadtbrand große Teile der Stadt.
Auch der Frohnauer Hammer im gleichnamigen Ortsteil brannte am 6. Februar 1692 bis auf die Grundmauern nieder und wurde sofort wieder aufgebaut. Heute ist er Schmiedemuseum mit drei wassergetriebenen Hämmern, das Hammerherrenhaus aus der Zeit danach ist ein Fachwerkbau.
Bauten, in denen Vorsicht geboten ist
Die spätgotische St. Annenkirche wurde 1525 vollendet und ist das Wahrzeichen der Stadt. Die Bergkirche St. Marien entstand zwischen 1502 und 1511 als Kirche der Bergleute, St. Katharinen in Buchholz wurde um 1500 begonnen und erst Ende des 19. Jahrhunderts mit dem Turm vollendet. Dazu kommen die Hospitalkirche St. Trinitatis, Museen wie das Erzgebirgsmuseum und das Adam-Ries-Museum sowie das Eduard-von-Winterstein-Theater, das 1893 eröffnet wurde.
In all diesen Gebäuden werden Dächer instand gesetzt, Rinnen gelötet, Heizungen und Leitungen erneuert. Hohe Dachwerke aus Holz, Staub in Zwischendecken und schwer erreichbare Hohlräume machen Glutnester gefährlich, weil sie lange unbemerkt bleiben können.
Industrie und Hallen
Heißarbeiten fallen auch in der Industrie an. Die Handtmann Leichtmetallgießerei an der Sehmatalstraße, Papier- und Kartonagenbetriebe und Metallbauer im Gewerbegebiet Bleiche/Geyersdorf lassen Anlagen umbauen, Rohrleitungen schweißen und Hallen erweitern. Bei Papier und Karton liegt brennbares Material in großen Mengen nahe an der Arbeitsstelle.
In Versammlungsstätten wie der Silberlandhalle und der Festhalle kann eine Brandwache nötig werden, wenn bei einer Veranstaltung mit offenem Feuer gearbeitet wird oder die Brandmeldeanlage für Bauarbeiten außer Betrieb ist.
Was unsere Brandwache übernimmt
Vor Beginn wird unsere Kraft vor Ort eingewiesen: Lage der Löschmittel, Fluchtwege, Meldewege, Vorgaben aus dem Erlaubnisschein. Danach gilt:
- Arbeitsbereich und angrenzende Räume vor dem ersten Funken auf brennbare Stoffe prüfen
- Während der Arbeiten beobachten, Funkenflug verfolgen, Löschmittel griffbereit halten
- Entstehungsbrände bekämpfen und sofort die Feuerwehr alarmieren, wenn nötig
- Nach Ende der Arbeiten die Nachkontrolle über die festgelegte Zeit, auch in Decken und Dachräumen
- Übergabe mit Uhrzeit im Bericht
Wir übernehmen Brandwachen in Sachsen vorhabenbezogen und ohne eigenes Büro im Land; Anfahrt und Besetzung klären wir vor der Zusage. Unser Personal ist nach § 34a GewO unterrichtet, wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr unter Brandwachen, Brandwache in Sachsen und Sicherheitsdienst Annaberg-Buchholz.
Abstimmung mit allen Beteiligten
Bei Arbeiten an Denkmalen im Welterbe Montanregion Erzgebirge sind oft viele Stellen beteiligt: Kirchgemeinde oder Eigentümer, Architekt, Denkmalpflege, ausführende Firma und Versicherer. Jeder hat eigene Vorgaben, etwa zu Zugängen, Schutzabdeckungen über Altären und Orgeln oder zur Dauer der Nachkontrolle.
Unser Einsatzleiter sammelt diese Vorgaben vor dem ersten Tag und fasst sie in einer kurzen Anweisung für die Brandwache zusammen. Muss die Brandwache in einem Kirchendachwerk stehen, klären wir vorab, wie sie im Notfall schnell nach unten gelangt und wie die Feuerwehr den Bereich erreicht. In Industriehallen stimmen wir uns mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit ab und tragen die vorgeschriebene Schutzausrüstung. Wird über mehrere Wochen gearbeitet, bleibt möglichst dieselbe Kraft eingesetzt, damit die Abläufe sitzen.
Für planbare Arbeiten reicht es, wenn Sie uns Gebäude, Zeitraum und den vorgesehenen Erlaubnisschein nennen. Ändern sich Termine kurzfristig, etwa weil Regen oder Frost eine Dacharbeit verschieben, passen wir die Besetzung an. Am Ende eines Einsatzes übergeben wir den Bereich an Ihre Bauleitung oder den Verantwortlichen im Haus, mit Uhrzeit und Unterschrift im Bericht.
Preis einer Brandwache
Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Bestimmend sind die Länge der Heißarbeiten, die Dauer der Nachkontrolle und die Uhrzeit: Arbeiten am Abend, in der Nacht oder am Wochenende, wie sie in laufenden Betrieben oft nötig sind, liegen im oberen Bereich. Für kurze Einsätze gilt eine Mindestdauer, für Sanierungen über mehrere Wochen planen wir einen festen Rahmen.


