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Aufzugmanagementden Engpass planbar machen

Sie wissen danach, was zum Aufzugmanagement gehört, wie eine Belegungsplanung funktioniert und was bei der Befreiung eingeschlossener Personen gilt.

Glossar · 2 Min. LesezeitVon Manuel Rutsch · Stand 6. Oktober 2026

Warum der Aufzug zum Nadelöhr wird

Auf einer Hochbaustelle wollen morgens alle gleichzeitig nach oben: der Trockenbauer mit Ständerwerk, der Elektriker mit Kabeltrommeln, der Fliesenleger mit Paletten. Der Bauaufzug oder der vorzeitig in Betrieb genommene Gebäudeaufzug wird so zum Engpass, der über den Takt aller Gewerke entscheidet. Ohne Steuerung entstehen Wartezeiten, Streit um Fahrten, Überladung und Schäden an Kabinen.

Aufzugmanagement ordnet diesen Engpass. Es gehört zur Baulogistik und wird häufig mit Zutrittskontrolle und Anlieferungssteuerung kombiniert.

Bausteine des Aufzugmanagements

  • Belegungsplanung: Gewerke buchen Zeitfenster für Materialfahrten, Personenfahrten laufen in festen Takten dazwischen.
  • Bedienung und Einweisung: Wer den Aufzug fährt, ist eingewiesen. Bei Bauaufzügen steuert häufig ein fester Aufzugführer.
  • Lastkontrolle: Material wird vor der Fahrt auf zulässiges Gewicht und sichere Ladung geprüft.
  • Schutz der Anlage: Kabinenschutz bei Gebäudeaufzügen, Sauberhalten der Schachttüren, Meldung von Schäden.
  • Dokumentation: Störungen, Ausfallzeiten, Prüffristen und durchgeführte Einweisungen.

Befreiung eingeschlossener Personen

Bleibt ein Personenaufzug stecken, muss die Befreiung schnell und sicher erfolgen. Betreiber müssen dafür einen Notruf vorhalten, der eine ständig besetzte Stelle erreicht, und eine Befreiung organisieren. Die Befreiung selbst dürfen nur dafür eingewiesene Personen vornehmen, denn ein unsachgemäßes Öffnen der Türen kann gefährlich sein. Grundlage ist die Betriebssicherheitsverordnung mit den zugehörigen technischen Regeln.

Ein Sicherheitsdienst, der ohnehin rund um die Uhr vor Ort oder in kurzer Zeit erreichbar ist, kann diese Aufgabe übernehmen — vorausgesetzt, die Kräfte sind vom Aufzugsbetreiber oder einem Fachbetrieb für die konkrete Anlage eingewiesen. Gelingt die Befreiung nicht sicher, wird der Aufzugsnotdienst oder die Feuerwehr gerufen.

Ein Beispiel aus Hamburg

Bei einem Bürohausneubau mit mehreren Obergeschossen werden zwei Bauaufzüge genutzt. Die Gewerke melden ihren Bedarf bis zum Vortag, der Plan hängt morgens an der Zufahrt aus. Eine Kraft steuert die Fahrten, kontrolliert die Ladung und protokolliert Störungen. Nach Feierabend werden die Aufzüge gesichert, damit niemand unbefugt nach oben fährt. Staffsec übernimmt solche Aufgaben im Rahmen der Leistung Schlüssel- und Aufzugmanagement.

Häufige Fragen

Fragen zum Begriff kurz beantwortet

Darf jeder Bauarbeiter einen Bauaufzug bedienen?+

Nein. Bedienen dürfen ihn nur Personen, die in die konkrete Anlage eingewiesen und dazu beauftragt sind. Viele Baustellen setzen deshalb feste Aufzugführer ein, um Fehlbedienungen und Überladung zu vermeiden.

Wer ist für die Prüfung des Aufzugs verantwortlich?+

Der Betreiber, also auf der Baustelle meist der Aufzugvermieter oder der Generalunternehmer. Das Aufzugmanagement achtet darauf, dass Prüffristen nicht übersehen werden, und dokumentiert Störungen für den Betreiber.

Lohnt sich Aufzugmanagement auch bei kleinen Baustellen?+

Bei einem einzelnen Aufzug und wenigen Gewerken reicht oft eine einfache Absprache. Sobald mehrere Gewerke gleichzeitig Material bewegen oder Personen in größerer Zahl befördert werden, spart eine feste Steuerung Zeit und Ärger.

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