Begriff und Abgrenzung
Ein Interventionsdienst fährt auf eine Meldung hin zum Objekt, klärt die Lage und leitet die vereinbarten Schritte ein. Auslöser ist meist eine Einbruchmeldeanlage, eine Videoanalyse, eine technische Störmeldung oder der Anruf eines Mieters. Die Meldung läuft in der Regel über eine Notruf- und Serviceleitstelle, die den Interventionsdienst beauftragt.
Vom Revierdienst unterscheidet er sich durch den Anlass: Der Revierdienst kommt planmäßig zu festgelegten oder zufälligen Zeiten, der Interventionsdienst kommt, weil etwas passiert ist. In der Praxis werden beide oft von denselben Fahrzeugen erbracht, was kurze Wege möglich macht.
Ablauf eines Einsatzes
- Alarmeingang: Die Leitstelle bewertet die Meldung, prüft gegebenenfalls Kamerabilder und alarmiert die Interventionskraft.
- Anfahrt: Die Kraft fährt das Objekt an, die Eingriffszeit läuft.
- Außenkontrolle: Zuerst wird von außen geprüft: Einbruchspuren, offene Fenster, Personen, Fahrzeuge.
- Innenkontrolle: Nur wenn es die Lage erlaubt und Schlüssel vorhanden sind; bei Hinweisen auf Täter im Gebäude wird die Polizei hinzugezogen.
- Maßnahmen: Anlage zurücksetzen, Tür sichern, Notdienst rufen, Ansprechpartner informieren, bei Bedarf bis zur Sicherung vor Ort bleiben.
- Bericht: Feststellungen mit Uhrzeiten und Fotos an den Auftraggeber.
Was im Vertrag stehen sollte
| Punkt | Worauf es ankommt |
|---|---|
| Eingriffszeit | Wie definiert, ab wann gemessen, je Tageszeit realistisch? |
| Schlüssel | Wo verwahrt, wer hat Zugriff, wie wird die Ausgabe dokumentiert? |
| Interventionsplan | Ansprechpartner, Telefonkette, Besonderheiten des Objekts, Zufahrt. |
| Befugnisse | Was darf die Kraft selbst veranlassen, etwa einen Glaser oder Schlüsseldienst? |
| Nachsicherung | Wer bleibt, bis eine eingeschlagene Scheibe gesichert ist, und wie wird das abgerechnet? |
| Bericht | Inhalt, Form, Frist der Übermittlung. |
Ein häufiger Schwachpunkt ist der Interventionsplan. Steht dort eine Telefonnummer, unter der nachts niemand erreichbar ist, endet jeder Einsatz mit einer Mailbox-Nachricht. Prüfen Sie die Kette mindestens einmal im Jahr.
Praxis in Norddeutschland
Zwischen Neumünster, Kiel und Hamburg liegen viele Gewerbegebiete an Autobahnen, die nachts schnell erreichbar sind. In Berlin bestimmt eher der Stadtverkehr die Fahrzeit. Wer mehrere Standorte hat, sollte darauf achten, dass der Dienstleister für jeden einzelnen eine realistische Zeit nennt und nicht nur einen Durchschnitt.
Ebenso wichtig ist der Umgang mit Fehlalarmen. Wiederholte Auslösungen ohne Ursache kosten Einsätze und stumpfen ab. Ein guter Interventionsdienst meldet Auffälligkeiten an den Errichter und trägt so dazu bei, die Ursache zu beheben.
Staffsec bietet den Revier- und Interventionsdienst mit digitalen Einsatzberichten an, in denen Alarmeingang, Ankunft und Feststellungen mit Zeitstempel und Fotos dokumentiert sind.

