Ein Ortsteil mit drei Gesichtern
Staaken ist mit rund 47.300 Einwohnern auf knapp elf Quadratkilometern der westlichste Ortsteil des Bezirks Spandau. Wer hier ein Objekt schützen will, muss zuerst klären, in welchem Teil es steht. Nördlich der Heerstraße entstand ab 1962 die Großsiedlung mit der Obstallee-Siedlung und der Rudolf-Wissell-Siedlung; fünf Punkthochhäuser mit je 22 Geschossen überragen dort seit den Siebzigerjahren alles andere. Südlich davon und um den alten Dorfkern am Nennhauser Damm wohnen die Menschen in Reihen- und Einfamilienhäusern, darunter in der Gartenstadt, die zwischen 1914 und 1917 entstand und seit 1986 unter Denkmalschutz steht.
Der dritte Teil ist gewerblich. Auf dem Gelände des früheren Flugplatzes, wo einst Luftschiffe gebaut wurden, stehen heute Lager, Werkstätten und Produktionshallen entlang des Brunsbütteler Damms und der Straße Am Zeppelinpark. Für den Objektschutz bedeutet das: Ein Wohnblock mit hundert Klingeln, ein denkmalgeschütztes Reihenhaus und eine Lagerhalle mit Freifläche verlangen völlig andere Rundgänge, Uhrzeiten und Meldewege.
Wohnanlagen nördlich der Heerstraße
In der Großsiedlung liegen rund 8.000 Wohnungen, knapp die Hälfte aller Staakener lebt dort. Die Bestände verteilen sich auf mehrere Eigentümer: Die Gewobag hält etwa 1.850 Wohnungen, weitere Tausende gehören Fonds und Verwaltungsgesellschaften, rund 1.000 Wohnungen kleineren Eigentümern. Für jede dieser Verwaltungen stellen sich ähnliche Fragen, die sich mit einer festen Runde gut beantworten lassen:
- Sind Haus- und Nebeneingänge nach 22 Uhr geschlossen, und funktioniert die Beleuchtung in Fluren und auf Wegen?
- Sind Kellergänge, Fahrradräume und Müllstandplätze frei von abgestelltem Sperrgut und offenen Türen?
- Gibt es in Tiefgaragen beschädigte Tore, aufgebrochene Boxen oder Fahrzeuge ohne Berechtigung?
- Stehen Wohnungen nach einem Auszug leer, und sind Türen und Fenster dort unversehrt?
- Halten sich in Aufzugsvorräumen oder Dachzugängen Personen auf, die nicht ins Haus gehören?
Wir gehen solche Runden zu verabredeten Zeiten, sprechen dabei Bewohner freundlich an, wenn es nötig ist, und schreiben jeden Befund in einen Bericht, den Ihre Verwaltung am nächsten Morgen in der Hand hat. Am Staaken Center mit seinen Geschäften und Lieferzonen lässt sich das um Kontrollen von Ladezonen und Nebenausgängen nach Ladenschluss ergänzen.
Gartenstadt und alter Ortskern: leiser Schutz
Die Gartenstadt Staaken wird bis heute von einer Genossenschaft verwaltet, die 793 Wohneinheiten aus der Bauzeit betreut. Rund um Marktplatz, Kirchplatz und die Straße Zwischen den Giebeln stehen Häuser, an denen weder Fassaden noch Fenster beliebig verändert werden dürfen. Wenn hier ein Haus während einer Sanierung leer steht, ist auffällige Technik selten erwünscht. Besser passen unauffällige Kontrollgänge am Abend, ein Blick auf Baugerüste und Kellerzugänge und eine kurze Rückmeldung an die Genossenschaft.
Ähnlich liegt der Fall im alten Dorf: Rund um die Dorfkirche Alt-Staaken aus dem 15. Jahrhundert und die früheren Schulbauten an der Schulstraße stehen Gemeinde- und Vereinsräume, die oft nur zu bestimmten Zeiten genutzt werden. Wir schließen dort nach Veranstaltungen ab, prüfen, ob alle Fenster zu sind, und melden Auffälligkeiten an die Verantwortlichen.
Hallen und Freiflächen am früheren Flugfeld
Das Gewerbegebiet am alten Flugplatz wurde über den ausgebauten Brunsbütteler Damm und die Querspange Am Zeppelinpark an die Heerstraße angebunden. Zwischen genutzten Betriebsflächen liegen dort auch brachliegende Grundstücke und naturnahe Ränder, die nach Feierabend niemand einsieht. Für Mieter und Eigentümer von Hallen übernehmen wir Schließkontrollen von Toren und Rolltoren, Rundgänge entlang des Zauns und die Kontrolle abgestellter Fahrzeuge und Materialien.
Wer zusätzlich Streife auf der Brandenburger Seite in Falkensee oder im übrigen Bezirk Spandau braucht, bekommt einen gemeinsamen Plan statt zweier Verträge.
Organisation, Qualifikation und Erreichbarkeit
Die Einsätze in Staaken plant unsere Zweigniederlassung Berlin an der Aroser Allee 81 in Reinickendorf; im Ortsteil selbst unterhalten wir kein Büro. Für jedes Objekt bilden wir eine kleine, feste Gruppe, die Gebäude, Ansprechpartner und Hausordnung kennt. Unsere Kräfte haben die Unterrichtung oder die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, je nachdem, was Ihre Aufgabe verlangt, und unsere Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert.
Rund um die Uhr erreichen Sie uns unter +49 4321 78 33 590. Allgemeine Informationen zur Leistung stehen unter Objektschutz, die Lage in der ganzen Stadt unter Objektschutz in Berlin und der Überblick über den Ortsteil unter Sicherheitsdienst Berlin-Staaken.
Womit Sie beim Preis rechnen können
Als Orientierung gilt für den Objektschutz in Staaken eine Spanne von 23 bis 50 € netto je Stunde. Kurze Kontrollgänge in einer Wohnanlage, die sich gut mit anderen Objekten in derselben Siedlung verbinden lassen, liegen eher am unteren Rand. Eine durchgehende Bewachung leerstehender Gebäude, Einsätze in den Nachtstunden oder an Sonn- und Feiertagen und Aufgaben mit Sachkundeprüfung verschieben den Preis nach oben. Nach einem gemeinsamen Rundgang erhalten Sie eine Aufstellung, in der jeder Posten einzeln steht.


