Was Gebäude in Einbeck verletzlich macht
Einbeck zählt knapp 29.500 Einwohner, verteilt auf die Kernstadt und 46 Ortsteile, und ist mit gut 230 Quadratkilometern die flächengrößte Stadt Südniedersachsens. Das bedeutet viel Gebäudebestand auf weiter Fläche: Fachwerkhäuser in der Innenstadt, Gewerbehallen am Stadtrand, Bahnhofsgebäude, Gemeindehäuser und Vereinsheime in den Dörfern. Ein Teil davon wird nur zeitweise genutzt oder steht ganz leer, und die Stadt unterhält sogar ein eigenes Leerstandsmanagement innerhalb der Wirtschaftsförderung.
Leere oder nur tagsüber belegte Häuser ziehen ungebetene Besucher an. Ein aufgehebeltes Kellerfenster, eine beschädigte Regenrinne oder eine offene Hoftür bleibt oft tagelang unbemerkt, wenn niemand regelmäßig hinsieht. Objektschutz heißt in Einbeck deshalb zuerst: hingehen, nachsehen, dokumentieren und melden.
Typische Objekte zwischen Marktplatz und Ortsteilen
Wo in Einbeck Objektschutz gefragt sein kann, zeigt ein Blick auf die Gebäude, die abends und am Wochenende leer stehen oder besonders wertvolle Inhalte haben:
- das Alte Rathaus an der Südwestseite des Marktplatzes mit gotischem Gewölbekeller, heute für Standesamt, Vorträge und Vereinsbüros genutzt
- das Neue Rathaus, in das die Stadtverwaltung 1997 umgezogen ist
- das Stadtmuseum in einem Fachwerkhaus von 1548, mit dem RadHaus zur Fahrradgeschichte und dem Stadtarchiv im Hinterhof
- der PS.Speicher am Tiedexer Tor mit über 300 historischen Motorrädern und Autos auf einem rund 25.000 Quadratmeter großen Gelände
- das Empfangsgebäude des Bahnhofs Kreiensen, erbaut 1887 bis 1889 und seit der Versteigerung 2016 weitgehend ungenutzt
- Wohn- und Geschäftshäuser im Sanierungsgebiet Neustadt-Möncheplatz, die während einer Modernisierung zeitweise leer sind
Jedes dieser Objekte hat andere Schwachstellen: Bei Museen geht es um Exponate und Nebeneingänge, bei leeren Häusern um Kellerzugänge und Fenster im Erdgeschoss, bei Verwaltungsgebäuden um Akten, Technikräume und das Verhalten nach Sitzungen am Abend.
So sieht ein Kontrollgang bei Ihrem Objekt aus
Bevor die erste Runde läuft, gehen wir das Gebäude mit Ihnen ab. Wir legen fest, welche Türen, Tore und Fenster geprüft werden, wo Zähler und Hauptschalter sitzen, wer im Störungsfall angerufen wird und ob die Kraft das Gebäude betreten oder nur von außen kontrollieren soll. Diese Punkte stehen anschließend in einer kurzen Dienstanweisung, die jede eingesetzte Kraft kennt.
Bei der Kontrolle selbst rüttelt die Kraft an Türen, sieht nach Spuren an Schlössern und Rahmen, prüft Licht, Heizung und Wasser nach Ihrer Vorgabe und achtet auf Feuchtigkeit oder Sturmschäden. Wird ein Schaden entdeckt, sichert sie ihn so weit wie möglich, informiert Sie oder Ihre Hausverwaltung und hält die Feststellung mit Uhrzeit und Foto im Bericht fest.
Für Gebäude mit Publikumsverkehr bieten wir auch Präsenzdienst an: eine Kraft am Eingang während einer Ausstellung, eines Empfangs oder einer Ratssitzung, die anschließend die Räume abschließt und kontrolliert, ob niemand zurückgeblieben ist.
Fachwerk, Keller und Denkmalschutz
Schon das Alte Rathaus ruht auf einem gotischen Keller mit 15 Gewölbejochen, und auch unter Bürgerhäusern der Altstadt liegen Keller, die von Hof oder Straße aus zugänglich und von außen kaum einsehbar sind. Gerade in der Tiedexer Straße und rund um den Marktplatz lohnt es sich, die Kellerzugänge in die Kontrolle aufzunehmen.
An denkmalgeschützten Gebäuden dürfen Sie selten einfach Gitter oder Kameras anbringen. Regelmäßige Kontrollen durch Personal sind dann ein Weg, das Risiko zu senken, ohne in die Bausubstanz einzugreifen. Rauchen, offenes Licht oder Heizlüfter in leerstehenden Holzbauten melden wir sofort.
Organisation aus der Kernregion Nord
Niedersachsen gehört zu unserer Kernregion Nord. In Einbeck selbst unterhalten wir kein Büro; die Einsätze planen wir aus der Niederlassung Bremen und dem Hauptsitz in Neumünster mit Personal aus dem eigenen Stamm. Für Ihr Objekt benennen wir einen festen Ansprechpartner und möglichst gleichbleibende Kräfte, die Ihr Gebäude kennen.
Unsere Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, für Aufgaben mit mehr Verantwortung setzen wir Kräfte mit Sachkundeprüfung ein. Das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Einen Überblick über die Leistung bietet die Seite Objektschutz, über das Land Objektschutz Niedersachsen, und alle Dienste in der Stadt stehen beim Sicherheitsdienst Einbeck. Für Objekte weiter südlich lohnt der Blick nach Göttingen.
Was Objektschutz in Einbeck kostet
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine Kontrolle im Rahmen einer Runde mit mehreren Objekten lässt sich je Anfahrt abrechnen und kommt deutlich günstiger als eine Kraft, die die ganze Nacht vor Ort bleibt. Liegt Ihr Gebäude in einem entfernten Ortsteil, fließt die Anfahrt in die Kalkulation ein.
Höher fällt der Aufwand aus, wenn das Objekt dauerhaft besetzt sein soll, wenn Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden überwiegen oder wenn zusätzlich Empfang und Einlass gefragt sind. Im Angebot sehen Sie alle Positionen einzeln.


