Eine Stadt mit vielen offenen Türen
Göttingen hat gut 130.000 Einwohner und ist das Oberzentrum im Süden Niedersachsens. Die Stadt gehört zum Landkreis Göttingen, ist aber seit 1964 den kreisfreien Städten gleichgestellt und Sitz der Kreisverwaltung. Rund ein Fünftel der Bevölkerung studiert, entsprechend lebendig sind Innenstadt, Bibliotheken und Cafés bis in den späten Abend.
Für den Objektschutz bedeutet das: Viele Gebäude sind über weite Teile des Tages öffentlich zugänglich. Wer Besucher empfängt, Akten verwahrt oder Bargeld bewegt, muss Offenheit und Kontrolle verbinden. Nach Dienstschluss kehrt sich das um. Dann geht es um verschlossene Zugänge, gesicherte Innenhöfe und Rundgänge durch Bereiche, in denen niemand mehr arbeitet.
Welche Gebäude in Göttingen typisch sind
Die Aufgaben unterscheiden sich stark nach Nutzung. Für die folgenden Gebäudearten in der Stadt fragen Verwaltungen und Eigentümer regelmäßig Bewachung an:
- Justiz und Behörden: Amtsgericht, Landgericht, Verwaltungsgericht und Arbeitsgericht, dazu Finanzamt, Zollamt und eine Filiale der Deutschen Bundesbank
- Geldinstitute wie die Sparkasse Göttingen und die Volksbank Kassel Göttingen mit Kundenhallen und Selbstbedienungsbereichen
- Geschäftshäuser und Läden entlang der Fußgängerzone Weender Straße
- das Alte Rathaus am Marktplatz und weitere Bauten des Altstadt-Ensembles, das 819 Gebäude umfasst
- Bürogebäude von Unternehmen der Labor- und Messtechnik, etwa auf dem Sartorius Campus
- Wohnanlagen von Wohnungsunternehmen wie der Wohnungsgenossenschaft Göttingen mit Tiefgaragen, Müllräumen und Kellern
Ein Gericht braucht Einlasskontrolle und Hausrecht im Sitzungsbetrieb, eine Bank eine geregelte Öffnung und Schließung, ein Wohnquartier eher Präsenz in den Abendstunden. Diese Unterschiede bestimmen, welche Kräfte wir einsetzen und wie wir die Dienstanweisung schreiben.
So sieht der Dienst am Objekt aus
Am Morgen öffnet die Kraft das Gebäude nach festgelegter Reihenfolge, prüft Notausgänge und Brandschutztüren und meldet Auffälligkeiten aus der Nacht. Am Empfang werden Besucher angemeldet, Ausweise ausgegeben und Taschen nach Ihrer Hausordnung kontrolliert. Wer sich nicht an die Regeln hält, wird angesprochen und notfalls des Hauses verwiesen, bei Gefahr wird die Polizei gerufen.
Am Abend folgt die Verschlussrunde. Fenster, Türen, Tore und Tiefgaragen werden geprüft, Licht und Geräte nach Absprache abgeschaltet, Räume ohne Berechtigung geschlossen. Nachts gehen wir in wechselnden Zeiten durch Treppenhäuser, Archive und Technikräume. Jede Feststellung landet mit Uhrzeit im Bericht an Ihre Hausverwaltung.
Für Gebäude, die nur zeitweise besetzt sein müssen, kombinieren wir feste Präsenz zu Stoßzeiten mit Rundgängen in der übrigen Zeit. So bleibt der Aufwand überschaubar, ohne dass Lücken entstehen.
Leerstand, Umbau und Denkmalbestand
Ein eigenes Feld ist der Schutz von Gebäuden, die gerade nicht genutzt werden. Das Otfried-Müller-Haus an der Hospitalstraße etwa wird seit Februar 2026 umfassend saniert und soll Ende 2027 fertig sein. Solche Häuser stehen über Monate offen für Baufirmen und leer für alle anderen. Leerstand lockt Vandalismus, Metalldiebstahl und unerlaubte Übernachtungen an.
Wir übernehmen dort Kontrollgänge innen und außen, prüfen Siegel und Verschlüsse, melden Wassereinbruch oder beschädigte Fenster und halten den Zustand mit Fotos fest. In der denkmalgeschützten Altstadt achten wir zusätzlich darauf, dass Fassaden, Fachwerk und historische Türen nicht beschädigt werden.
Planung, Qualifikation und Nachweise
Niedersachsen gehört zu unserer Kernregion Nord. Ein Büro in Göttingen unterhalten wir nicht, die Einsätze steuern wir aus der Niederlassung Bremen und dem Hauptsitz in Neumünster mit Personal aus dem eigenen Stamm. Vor dem Start besichtigen wir das Gebäude mit Ihnen und halten Zugänge, Schlüsselwege und Meldeketten in einer Dienstanweisung fest. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite für den Sicherheitsdienst in Göttingen.
Alle Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, für Empfang mit Hausrecht und Bewachung von Bereichen mit Publikumsverkehr setzen wir bevorzugt Kräfte mit Sachkundeprüfung ein. Das Unternehmen ist nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Mehr zur Leistung lesen Sie unter Objektschutz und auf der Übersicht für Niedersachsen.
Mit welchen Kosten Sie rechnen können
Als Richtwert für Objektschutz in Göttingen nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde. Am unteren Ende liegen einfache Präsenzdienste zu üblichen Tageszeiten, nach oben gehen Nachtstunden, Wochenenden und Feiertage sowie Aufgaben mit Sachkundeprüfung und Hausrecht im Publikumsverkehr.
Ob ein dauerhafter Empfang, eine reine Verschlussrunde oder eine Mischung aus beidem sinnvoll ist, klären wir nach der Besichtigung. Im Angebot sehen Sie Stunden, Zuschläge und Leistungsumfang getrennt aufgeführt.


