Warum Goslar beim Objektschutz eigene Antworten braucht
Goslar ist mit gut 47.000 Einwohnern die größte Stadt im Harz und Sitz der Kreisverwaltung. Das Stadtgebiet umfasst knapp 164 Quadratkilometer und reicht von der Ebene bei Vienenburg bis auf die Hochfläche des Oberharzes. Entsprechend unterschiedlich sind die Gebäude, um die es beim Objektschutz geht: Baudenkmale in der Altstadt, Wohnsiedlungen der Nachkriegszeit, Hallen und Bürogebäude im Gewerbegebiet, Ferienhäuser und Hotels im Kurort Hahnenklee.
Jede dieser Gruppen hat ihr eigenes Muster. In der Altstadt sind Werte oft unauffällig untergebracht, technisch schwach gesichert und schwer zugänglich für Einsatzfahrzeuge. In den Wohnquartieren geht es um Keller, Müllplätze und Gemeinschaftsräume, in denen Schäden lange unbemerkt bleiben. Im Gewerbe zählen Wochenenden und Betriebsferien, wenn die Hallen leer stehen.
Objekte, bei denen sich die Frage nach Schutz stellt
Die folgenden Beispiele zeigen, wo in Goslar typischerweise Objektschutz angefragt wird. Sie benennen Lagen, keine Auftraggeber:
- Das Gelände des KaiserPfalzQuartiers zwischen Wallstraße und Kaiserpfalz: rund 29.300 Quadratmeter, auf denen die frühere Grenzschutzkaserne abgerissen wurde und die nun auf einen neuen Investor warten.
- Wohnanlagen in Jürgenohl, dem größten Stadtteil der Kernstadt, der seit 1949 auf dem Rollfeld des ehemaligen Fliegerhorsts entstanden ist und heute Fördergebiet der Städtebauförderung ist.
- Die Siedlung Fliegerhorst, auf der ein Teil des früheren Militärgeländes seit 2016 zu Wohn- und Gewerbeflächen entwickelt wird.
- Geschäfte, Praxen und Gastronomie in den Fachwerkhäusern rund um den Marktplatz, deren Hinterhöfe und Lieferzugänge nachts unbeobachtet sind.
- Büro- und Lagergebäude im Gewerbegebiet Baßgeige, das seit 1961 im Nordwesten der Kernstadt gewachsen ist.
- Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen in Hahnenklee-Bockswiese außerhalb der Saison.
Leerstand und Brachen am Altstadtrand
Eine Fläche wie die am Wall ist ein besonderer Fall. Wenn ein Projekt in die nächste Planungsrunde geht, kann ein Grundstück monatelang ohne Nutzung bleiben. Bauzäune werden geöffnet, Container aufgebrochen, Reste werden abgelagert. Hinzu kommt die Lage im Welterbebereich unterhalb der Pfalz: Was dort passiert, sehen Besucher sofort.
Für solche Grundstücke empfehlen wir unregelmäßige Kontrollgänge zu wechselnden Uhrzeiten, kombiniert mit einer kurzen Fotodokumentation von Zaun, Toren und Beleuchtung. Schäden melden wir am selben Morgen an Eigentümer oder Verwaltung, damit Reparaturen nicht liegenbleiben. Ähnlich gehen wir bei leergezogenen Ladenlokalen vor, die die Stadt über ihr Leerstandsmanagement neu vermitteln will.
Formen der Sicherung und wie wir sie verbinden
Welche Form passt, entscheidet sich nach einer Begehung. In Goslar kombinieren wir meist mehrere Bausteine:
- Schließdienst am Abend und Öffnung am Morgen, inklusive Scharfschalten der Alarmanlage und Prüfung der Fenster im Erdgeschoss.
- Kontrollgänge mit festgelegten Prüfpunkten, bei Wohnanlagen auch durch Keller, Tiefgarage und Fahrradräume.
- Feste Besetzung bei hohem Wert, laufender Räumung oder nach einem Vorfall.
- Empfangs- und Pfortendienst, wenn tagsüber Publikum oder Lieferanten ins Haus kommen.
Jeder Einsatz wird mit Uhrzeit, Befund und gegebenenfalls Foto dokumentiert. So sehen Sie auch nach Wochen nach, wann jemand vor Ort war und was er festgestellt hat.
Organisation und Personal
Goslar gehört zu unserer Kernregion Nord. Die Einsätze planen wir aus unserem Personalstamm, ein eigenes Büro in Goslar haben wir nicht. Für jedes Objekt gibt es einen festen Ansprechpartner, der die Einweisung der Kräfte übernimmt und Änderungen mit Ihnen abstimmt. Objekte in benachbarten Städten wie Salzgitter oder Wolfenbüttel lassen sich in dieselbe Planung aufnehmen.
Alle Kräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, für Aufgaben mit Zutrittsverantwortung oder Intervention setzen wir Personal mit Sachkundeprüfung ein. Unsere Abläufe sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Was wir in Goslar insgesamt anbieten, zeigt die Seite Sicherheitsdienst Goslar.
Was Objektschutz in Goslar kostet
Als Richtwert gelten 23 bis 50 € netto je Stunde. Wo der Preis innerhalb dieser Spanne liegt, hängt vor allem davon ab, ob eine Kraft dauerhaft vor Ort ist oder das Objekt nur angefahren wird, wie viele Nacht- und Feiertagsstunden anfallen und ob Sachkunde verlangt ist. Ein Schließdienst für ein einzelnes Haus in der Altstadt ist anders zu kalkulieren als eine Nachtbesetzung auf einer Brachfläche.
Grundlegendes zur Leistung finden Sie unter Objektschutz. Ein verbindliches Angebot schreiben wir nach der Begehung.


