Eine Stadt, die ihre Fabriken weiter nutzt
Guben war im 19. und frühen 20. Jahrhundert eine Stadt der Tuchmacher und Hutfabrikanten. Der Werbespruch „Gubener Hüte – weltbekannt durch ihre Güte“ erinnert noch daran. Viele der Fabrikgebäude stehen bis heute und sind als Baudenkmal eingetragen. Die bekannteste ist die frühere Hutfabrik C. G. Wilke an der Gasstraße, in der bis zum Jahr 2000 Hüte entstanden. Heute sitzen dort Teile der Verwaltung, die Musikschule, die Stadtbibliothek und das Stadt- und Industriemuseum.
Für den Objektschutz bedeutet diese Mischung, dass in einem einzigen Gebäudekomplex unterschiedliche Nutzer mit unterschiedlichen Zeiten arbeiten. Bibliothek, Musikschule und Museum haben eigene Zeiten, und bei Konzerten oder Märkten in der Alten Färberei wird es abends später. Wer dort verschließt, braucht einen klaren Plan, wer zuletzt geht.
Gebäude in Guben, an denen Objektschutz gebraucht wird
Diese Orte sind reale Gebäude und Einrichtungen in Guben, bei denen typischerweise Aufgaben im Objektschutz anfallen. Sie sind keine Kunden von uns.
- Die Hutfabrik C. G. Wilke an der Gasstraße mit der Alten Färberei und ihren drei Schornsteinen.
- Das Plastinarium in der früheren Berlin-Gubener Hutfabrik an der Uferstraße, eine Ausstellung und Werkstatt für Plastinate.
- Das Ludwig-A.-Meyer-Haus an der Uferstraße, Sitz des Deutsch-Slawischen Kulturzentrums.
- Das Oldtimer-Museum mit rund 80 Ausstellungsstücken im Möbelhaus Hoffmann in Deulowitz.
- Das Amtsgericht an der Alten Poststraße und das frühere Lichtspieltheater „Friedensgrenze“ an der Karl-Marx-Straße.
- Die Sprucker Mühle, für die die Stadt nach Interessenten für eine neue Nutzung sucht.
Ausstellungen, Sammlungen und Schließzeiten
Museen und Ausstellungshäuser haben eigene Anforderungen. Im Plastinarium etwa werden anatomische Präparate gezeigt und hergestellt, im Oldtimer-Museum stehen Fahrzeuge, die sich nicht ersetzen lassen. Während der Öffnungszeiten sorgt eine Aufsicht dafür, dass Absperrungen eingehalten werden und niemand Exponate anfasst. Nach Schließung prüfen wir, ob alle Besucher das Haus verlassen haben, verschließen Türen und Fenster und schalten die Alarmanlage scharf, sofern Sie uns dafür berechtigen.
Die Stadt hat mehrfach Schließzeiten des Stadt- und Industriemuseums angekündigt. Gerade in solchen Phasen, wenn Räume umgebaut oder Sammlungen verpackt werden, ist ein Gebäude anfälliger als im normalen Betrieb. Eine zeitweise Bewachung oder zusätzliche Kontrollgänge schließen diese Lücke.
Leerstand und Umnutzung
Nicht jedes alte Gebäude in Guben hat schon eine neue Aufgabe. Leere Fabrikhallen, eine stillgelegte Mühle oder ein Ladenlokal zwischen zwei Mietern ziehen Neugierige an, manchmal auch Metalldiebe. Schäden an Dach und Fenstern bleiben unentdeckt, bis Wasser eingedrungen ist. Mit regelmäßigen Kontrollgängen sehen wir offene Zugänge, Feuchtigkeit oder Spuren von Aufenthalt früh und melden sie Ihnen mit Foto.
Fließen Mittel aus dem Stadtumbau in ein Gebäude, wechselt der Zustand oft von leer zu Baustelle. Dann stimmen wir die Bewachung mit dem Bauablauf ab, damit Material und Technik ab dem ersten Liefertag geschützt sind.
- Verschlussrunden am Abend und Öffnung am Morgen
- Aufsicht in Ausstellungen und bei Sonderöffnungen
- Kontrollgänge durch leerstehende Gebäude mit Fotobericht
- Empfang und Zutrittskontrolle in Verwaltungsgebäuden
Planung, Personal und Erreichbarkeit
Guben liegt in unserer Kernregion Nord. Vor Ort haben wir kein eigenes Büro; die Planung läuft über die Zweigniederlassung Berlin. Für einen Objektschutz setzen wir möglichst immer dieselben Kräfte ein, damit Schließfolgen und Ansprechpartner bekannt sind. Unser Personal hat die Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert.
Schlüssel übernehmen wir gegen Quittung und geben sie nur im Einsatz aus. Rund um die Uhr erreichen Sie uns unter +49 4321 78 33 590. Mehr zur Leistung finden Sie unter Objektschutz, unser Angebot für die ganze Stadt auf der Seite Sicherheitsdienst Guben.
Kosten für Objektschutz in Guben
Wir rechnen mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde. Für ein Museum mit Aufsicht zu den Öffnungszeiten ergibt sich ein anderer Rahmen als für eine nächtliche Verschlussrunde oder die Bewachung eines leeren Fabrikbaus über mehrere Monate. Entscheidend sind Uhrzeit, Häufigkeit und ob eine Kraft dauerhaft vor Ort ist oder das Gebäude im Rahmen einer Runde mitkontrolliert wird.
Ein Angebot erhalten Sie nach einer kurzen Begehung. Darin stehen Zeiten, Aufgaben und Berichtsform, sodass Sie Varianten vergleichen können.


