Viel Fläche, verteilte Objekte
Mit 139,7 Quadratkilometern hat Kaiserslautern mehr Stadtgebiet als jede andere Stadt in Rheinland-Pfalz. Ein großer Teil davon ist Wald. Neben der Kernstadt mit Vierteln wie Betzenberg, Lämmchesberg und Innenstadt Ost gehören Ortsbezirke wie Einsiedlerhof, Siegelbach, Erfenbach, Morlautern, Erlenbach, Mölschbach, Dansenberg und Hohenecken dazu, seit 2008 auch Erzhütten mit dem Wiesenthalerhof.
Für einen Revierdienst heißt das: Objekte liegen oft mehrere Kilometer auseinander, manche am Waldrand, manche an einer Ausfallstraße. Eine dauerhafte Bewachung lohnt sich an vielen dieser Orte nicht, eine regelmäßige Kontrolle zu wechselnden Zeiten dagegen schon.
Gebiete, die sich zu einer Runde verbinden lassen
Diese Gebiete und Achsen nennen wir als Beispiele für mögliche Runden. Sie bedeuten nicht, dass wir dort Objekte betreuen:
- Industriegebiet Nord mit dicht belegten Grundstücken und Hallen, die nachts leer stehen
- Hertelsbrunnenring und das neue Gewerbegebiet Nord-Ost zwischen Baalborner Weg, A 6 und A 63
- Einsiedlerhof mit Betrieben neben dem Rangierbahnhof im Westen der Stadt
- Innenstadt mit Läden in Fackelstraße und Mühlstraße sowie Parkflächen rund um das Einkaufszentrum
- Siegelbach und Erfenbach entlang der B 270, Hohenecken im Süden an derselben Bundesstraße
Wie eine Runde aufgebaut ist
Am Anfang steht eine Begehung jedes Objekts: Welche Türen und Tore gehören zur Kontrolle, wo liegen Schalter für Licht, welche Fenster sind schon einmal aufgehebelt worden? Daraus entsteht für jedes Objekt eine kurze Prüfliste, die die Streifenkraft bei jedem Halt abarbeitet.
Die Reihenfolge der Objekte und die Uhrzeiten wechseln. Wer ein Gelände beobachtet, soll aus einem Abend nicht auf den nächsten schließen können. Jeder Halt wird mit Uhrzeit und Befund im Bericht vermerkt, auffällige Funde zusätzlich mit Foto. Den Bericht bekommen Sie in der vereinbarten Form, etwa morgens per Mail.
Gerade an Objekten am Stadtrand lohnt ein Blick über den Zaun hinaus: Liegt Unrat vor dem Tor, steht ein fremdes Fahrzeug länger auf dem Parkplatz, ist eine Laterne ausgefallen? Solche Beobachtungen schreiben wir ebenfalls auf, weil sie oft früher auf ein Problem hinweisen als ein aufgebrochenes Schloss. Ändert sich bei Ihnen etwas, etwa neue Öffnungszeiten oder ein zusätzliches Lager, passen wir die Prüfliste an.
Schließen, Öffnen und Alarm
Zum Revierdienst gehört oft der Schließdienst: Ein Gebäude wird abends verschlossen, nachdem die letzte Schicht gegangen ist, und morgens vor Arbeitsbeginn geöffnet. Wir prüfen dabei, ob niemand mehr im Haus ist, ob Fenster zu sind und ob die Alarmanlage scharf geschaltet wurde.
Für Alarme gilt: Ist Ihre Einbruchmeldeanlage auf eine Notruf- und Serviceleitstelle aufgeschaltet, kann diese uns verständigen. Eine Kraft fährt dann zum Objekt, sieht nach und handelt nach Ihrer Alarmanweisung, verständigt also bei Bedarf Polizei, Feuerwehr oder Ihren Bereitschaftsdienst. Feste Anfahrtszeiten sagen wir nicht zu, weil sie von der Runde und vom Verkehr abhängen.
Vorhabenbezogen geplant
Wir haben unseren Hauptsitz in Neumünster und Häuser in Berlin und Bremen, ein Büro in Rheinland-Pfalz gibt es nicht. Ein Revierdienst in Kaiserslautern trägt sich nur, wenn mehrere Kontrollen oder Objekte zusammenkommen und wir die Runde mit eigenem Personal dauerhaft besetzen können. Ob das gelingt, klären wir vor dem Angebot.
Steht die Runde, bekommen Sie einen festen Ansprechpartner und eine schriftliche Absprache, was bei jedem Halt geprüft wird. Die Streifenkräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO. Wir sind nach ISO 9001 zertifiziert, arbeiten nach DIN 77200 und sind rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar.
Weitere Leistungen in der Stadt finden Sie unter Sicherheitsdienst Kaiserslautern, Angaben für die Südwestpfalz unter Zweibrücken.
Was eine Runde kostet
Auch für den Revierdienst gilt der Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde, umgelegt auf die Zeit, die eine Kontrolle mit Anfahrt tatsächlich braucht. Je mehr Objekte auf einer Runde liegen, desto weniger Fahrzeit entfällt auf das einzelne. Nachtkontrollen am Wochenende, viele Halte je Nacht und lange Prüflisten wirken nach oben.
Wer nur über Feiertage oder Betriebsferien Kontrollen braucht, bekommt einen Vorschlag für genau diesen Zeitraum. Wie Revierdienste in anderen Teilen des Landes geplant werden, beschreibt Revierdienst in Rheinland-Pfalz.


