Ein alter Industriestandort, der weiter produziert
Augsburg war im 18. und 19. Jahrhundert eine Stadt der Textilfabriken und des Maschinenbaus. Rudolf Diesel entwickelte hier zwischen 1893 und 1897 seinen Motor. Von den Spinnereien sind vor allem Gebäude geblieben, der Maschinenbau dagegen läuft weiter: Großmotoren, Roboter, Druckmaschinen und Papier entstehen bis heute innerhalb der Stadtgrenzen. Viele dieser Betriebe liegen nicht auf der grünen Wiese, sondern am Rand der Altstadt, zwischen Kanälen, Bahnlinien und Wohnhäusern.
Für den Werkschutz hat das praktische Folgen. Das Werksgelände grenzt oft unmittelbar an öffentliche Wege, Zufahrten müssen sich den Platz mit Radverkehr und Anwohnern teilen, und hinter dem Zaun stehen Anlagen von hohem Wert. Wer am Tor steht, muss deshalb zwei Dinge gleichzeitig im Blick haben: den geregelten Werksverkehr und das, was von außen an den Zaun herankommt.
Werke, die das Augsburger Profil bestimmen
Die folgende Auswahl stützt sich auf öffentlich zugängliche Angaben. Sie beschreibt, welche Art von Industrie es in Augsburg gibt; ein Auftrag mit einem dieser Unternehmen ist damit nicht verbunden:
- Everllence, bis Juni 2025 unter dem Namen MAN Energy Solutions, mit Sitz an der Stadtbachstraße; in Augsburg werden dort mittelschnelllaufende Viertaktmotoren gefertigt
- Kuka in Lechhausen, Hersteller von Industrierobotern und automatisierten Fertigungsanlagen
- die Papierfabrik von UPM, gegründet 1849, die nach ihrer Umwelterklärung 2024 gestrichene Rollendruckpapiere herstellt und Prozessdampf in einem eigenen Erdgas-Heizkraftwerk erzeugt
- Manroland Goss am Altstadtrand, Hersteller von Druckmaschinen
- der Technopark im Hochfeld mit dem Standort von Siemens sowie Betriebe der Bauchemie und Elektronik im Universitätsviertel
Pforte, Fremdfirmen und Ladung
Die Pforte eines Augsburger Werks ist meist Anlaufstelle für sehr unterschiedliche Menschen: Beschäftigte im Schichtwechsel, Besucher mit Termin, Monteure von Fremdfirmen und Fahrer, die die Stadt nicht kennen. Am Schalter prüft die Kraft, ob ein Gast angemeldet ist, händigt einen Besucherausweis aus und meldet ihn bei der zuständigen Abteilung. Bei Fremdfirmen prüft sie, ob Unterweisung und Arbeitsfreigabe vorliegen, gibt Schlüssel und Transponder nach Liste heraus und vermerkt Ankunft und Abfahrt.
Bei Lkw gehören Kennzeichen, Lieferschein und gegebenenfalls Plombennummer zur Kontrolle. Wer zum falschen Tor gefahren ist, wird umgeleitet, bevor er die Zufahrt blockiert. Gerade an Standorten mit engen Zufahrten in der Innenstadt verhindert eine klare Torregelung, dass sich Lkw auf der Straße stauen. Welche Waren besonders zu beobachten sind, etwa fertige Motorenteile, Robotersteuerungen oder Papierrollen, legen wir mit Ihnen in der Dienstanweisung fest.
Wenn die Hallen leer werden
Nach Schichtende verschiebt sich die Arbeit vom Tor aufs Gelände. Eine Streife läuft in unregelmäßigem Takt Werkhöfe, Laderampen, Freilager und Stellplätze ab, kontrolliert Hallentore, Zaunfelder und Fluchttüren und achtet auf Geruch, Rauch, austretende Flüssigkeiten und unbekannte Fahrzeuge. Jede Abweichung landet mit Uhrzeit im Bericht; was eilt, geht nach der vereinbarten Reihenfolge sofort an Ihren Bereitschaftsdienst.
Betriebe mit Kesselhaus, Druckluftanlagen oder Kühlung verbinden den Rundgang oft mit einer Sichtkontrolle der Technikräume. Meldet Ihre Gebäudeleittechnik eine Störung, geht die Kraft hin, schaut nach und ruft die zuständige Person an. Was sie selbst tun darf und was nicht, steht vorher schriftlich fest.
Wie wir einen Werkschutz in Augsburg übernehmen
Unser Hauptsitz ist Neumünster, dazu kommen Niederlassungen in Berlin und Bremen. Augsburg liegt außerhalb dieser Kernregion im Norden, und in Bayern haben wir kein eigenes Büro. Bevor wir für ein Augsburger Werk zusagen, steht fest, wer dauerhaft am Tor steht, wer bei Ausfällen einspringt und wann die Einarbeitung stattfindet. Lässt sich das für Ihr Werk nicht verlässlich darstellen, sagen wir es, bevor Sie ein Angebot in der Hand haben.
Für Zutrittsentscheidungen am Werkstor sehen wir Personal mit bestandener Sachkundeprüfung nach § 34a GewO vor. Jede Kraft lernt das Gelände bei einer gemeinsamen Begehung kennen, einschließlich Sammelplätzen, Gefahrstofflagern und Meldekette, und arbeitet nach einer schriftlichen Dienstanweisung. Grundlage unserer Arbeit sind die Zertifizierungen nach DIN 77200 und ISO 9001; telefonisch erreichen Sie uns Tag und Nacht unter +49 4321 78 33 590.
Preisrahmen für den Werkschutz
Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Beim Werkschutz entscheidet vor allem die Laufzeit: Ein Dauerauftrag mit ständig besetzter Pforte über viele Monate wird anders berechnet als die Verstärkung für eine einzige Revisionswoche. Hinzu kommen Nachtanteil, Sonn- und Feiertage, die Zahl der zu besetzenden Tore und Zusatzaufgaben wie Wiegen, Plombenkontrolle oder Schlüsselausgabe.
Alle Leistungen für die Stadt finden Sie auf Sicherheitsdienst Augsburg, den Überblick für das ganze Land unter Werkschutz in Bayern. Für Betriebe östlich des Lechs ist auch Sicherheitsdienst Friedberg eine passende Seite.


