Industrieland im Süden: wofür Werkschutz in Bayern gebraucht wird
Die bayerische Industrie ist breit aufgestellt. Fahrzeugbau prägt Ingolstadt, Dingolfing und Regensburg, im Südosten des Landes hat sich rund um Burghausen und Burgkirchen an der Alz das Bayerische Chemiedreieck entwickelt, und in Franken sitzen Zulieferer und Maschinenbauer, die Wälzlager, Antriebe und Elektrotechnik fertigen. Dazu kommen Raffinerien an der Donau, Luftfahrtstandorte in Schwaben und eine Vielzahl mittelständischer Betriebe in den Landkreisen.
Werkschutz regelt in solchen Betrieben den Übergang zwischen Straße und Werksgelände. Am Tor wird geprüft, wer mit welchem Fahrzeug in welchen Bereich darf, Besucher erhalten Ausweise, Fremdfirmen werden registriert und eingewiesen, Lieferungen gelangen an die richtige Rampe. Auf dem Gelände folgen Streifengänge durch Hallen, Lager und Freiflächen, die Kontrolle von Notausgängen und Feuerlöscheinrichtungen sowie die Meldung von Störungen an Leitwarte oder Schichtführung.
Werke und Industrieparks, an denen Werkschutz eine Rolle spielt
Die genannten Standorte stehen beispielhaft für die bayerische Industrielandschaft. Sie sind keine Kunden oder Referenzen von uns. Viele große Werke verfügen über eine eigene Werkschutzorganisation; externe Unterstützung wird dann oft bei Revisionen, Werkserweiterungen, Mieterflächen in Industrieparks oder für Zulieferer im Umfeld gesucht.
- BMW Group Werk Dingolfing in Niederbayern mit mehr als 18.500 Beschäftigten
- BMW Group Werk Regensburg im Süden der Stadt mit Hauptwerk, Batteriewerk und dem Standort Wackersdorf
- Audi in Ingolstadt, Hauptsitz des Herstellers und Produktionsstandort
- Chemiepark Gendorf in Burgkirchen an der Alz mit Unternehmen wie Clariant, Dyneon und Vinnolit
- Werk der Wacker Chemie in Burghausen, zusammen mit OMV, Borealis und Siltronic Teil des Bayerischen Chemiedreiecks
- Raffinerie von Bayernoil mit den Standorten Vohburg und Neustadt an der Donau, verbunden über Pipelines
- Industriepark Gersthofen bei Augsburg mit Spezialchemie auf rund 35 Hektar
- Airbus Helicopters in Donauwörth mit Entwicklung und Endfertigung
- Wälzlager- und Antriebsindustrie in Schweinfurt mit SKF, Schaeffler und ZF sowie Schaeffler, Adidas und Puma in Herzogenaurach
Ob ein Werk in Ingolstadt, ein Zulieferer in Schweinfurt oder ein Chemiebetrieb im Chemiedreieck: Die Grundaufgaben sind ähnlich, die Regeln vor Ort aber sehr verschieden. In Chemie- und Raffineriebetrieben gelten strenge Vorgaben für Zündquellen, Mobiltelefone und Fotografie, in Fahrzeugwerken stehen Prototypenschutz und Lieferlogistik im Vordergrund.
Donauachse, Chemiedreieck, Franken: was die Region für den Dienst bedeutet
Entlang der Donau zwischen Ingolstadt, Regensburg und Straubing liegen große Werke an gut ausgebauten Achsen. Schichtwechsel in Fahrzeugwerken bringen zu festen Zeiten starken Verkehr auf die Zufahrten, was wir bei der Ablösung unserer Kräfte berücksichtigen. Das Chemiedreieck im Südosten liegt dagegen ländlich, die Werke verteilen sich auf mehrere Orte an Alz und Inn, Unterkünfte für auswärtige Teams sind begrenzt.
In Unter- und Mittelfranken prägen Mittelstädte wie Schweinfurt, Herzogenaurach oder Erlangen das Bild. Werke liegen dort oft nah am Wohngebiet, Tore haben viel Fußgänger- und Radverkehr, und Nachtruhe ist ein Thema. In Schwaben kommen Luftfahrt und Chemie hinzu. Für jede dieser Lagen klären wir vor einer Zusage, wie das Personal anreist, wo es wohnt und wer im Krankheitsfall einspringt.
Werkschutz aus dem Norden: so planen wir ein Vorhaben in Bayern
Unser Hauptsitz liegt in Neumünster, weitere Standorte haben wir in Berlin und Bremen. Bayern bedienen wir vorhabenbezogen, also Auftrag für Auftrag und nur dann, wenn Besetzung und Logistik feststehen. Zu Beginn sprechen wir über Werksplan, Torzeiten, Besucher- und Lieferaufkommen, Ausweissystem, Schranken und Kameras sowie über die Werksordnung und besondere Gefahrenbereiche.
Daraus entstehen Schichtmodell, Stärke des Teams und eine Dienstanweisung, die Ihre Regeln abbildet. Die Einsatzkräfte lernen Gelände, Alarmwege und Ansprechpartner vor dem ersten Dienst kennen. Jede Schicht wird dokumentiert, Abweichungen wie unberechtigte Zutrittsversuche, offene Tore oder technische Störungen melden wir an die von Ihnen benannte Stelle. Für Sie bleibt ein fester Ansprechpartner zuständig; unsere Zentrale ist unter +49 4321 78 33 590 jederzeit erreichbar.
Qualifikation und Regeln am Werkstor
Im Werkschutz setzen wir Personal ein, das mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO nachweist; für Torführung, Streife mit Entscheidungsbefugnis oder Leitstellentätigkeit bevorzugen wir Kräfte mit Sachkundeprüfung. Unsere Organisation ist nach ISO 9001 zertifiziert, die Sicherungsdienstleistung nach DIN 77200.
Werksspezifische Pflichten wie Sicherheitsunterweisungen, Gefahrstoffregeln, Schutzausrüstung oder Fotografierverbote werden Teil der Dienstanweisung und vor dem Einsatz unterwiesen. Kontrollen von Fahrzeugen und Taschen erfolgen nur im Rahmen dessen, was Ihre Werksordnung vorsieht und was Mitarbeitende und Besucher akzeptiert haben.
- Zutrittskontrolle für Mitarbeitende, Besucher und Fremdfirmen
- Fahrzeug- und Lieferverkehr am Tor, Wiegung und Rampenzuweisung nach Vorgabe
- Streifengänge mit dokumentierten Kontrollpunkten
- Schlüssel- und Ausweisverwaltung, Erstreaktion auf Alarme
Kostenrahmen für Werkschutz in Bayern
Für die erste Einordnung nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde als Richtwert. Der tatsächliche Satz ergibt sich aus Schichtmodell, Anteil an Nacht- und Wochenendstunden, verlangter Qualifikation, Laufzeit und den Aufgaben, die über die reine Torkontrolle hinausgehen. Bei einem Vorhaben im Freistaat fließen zudem Anreise und Unterkunft des Teams in die Kalkulation ein.
Durchgehender Dienst rund um die Uhr an mehreren Toren wird anders kalkuliert als eine Nachtstreife an einem einzelnen Werk. Deshalb erstellen wir ein Angebot erst, wenn wir das Werk und den Ablauf kennen. Hintergründe zur Leistung lesen Sie auf unserer Seite zum Werkschutz.


