Industrie zwischen Welterbe und Autobahn
Wer an Regensburg denkt, sieht zuerst Dom, Steinerne Brücke und die mittelalterlichen Gassen. Wirtschaftlich trägt die Stadt aber das verarbeitende Gewerbe: Automobilbau, Maschinenbau, Elektrotechnik und Mikroelektronik. Die großen Werke liegen nicht in der Altstadt, sondern im Süden an der A 3, an der Wernerwerkstraße und an den beiden Donauhäfen. Für den Werkschutz bedeutet das Gelände mit vielen Toren, mit Bahn- oder Hafenanschluss und mit Lieferverkehr, der nach Minuten getaktet ist.
Hinzu kommt eine Besonderheit, die Regensburg von vielen anderen Industriestädten unterscheidet: Neben der klassischen Montage gibt es Fertigung unter Reinraumbedingungen. Dort entscheidet nicht der Wert einer Palette, sondern die Frage, ob eine Person einen Bereich überhaupt betreten darf.
Welche Betriebe das Bild bestimmen
Die folgenden Standorte sind öffentlich beschrieben. Sie stehen hier als Beispiele für die Art der Industrie in der Stadt, nicht als Auftraggeber:
- das BMW-Werk im Süden der Stadt auf rund 140 Hektar, in dem 2025 etwa 1.400 Fahrzeuge am Tag gebaut wurden, X1 und X2 samt Elektroversionen auf einer gemeinsamen Linie
- der Infineon-Standort an der Wernerwerkstraße, hervorgegangen aus dem früheren Siemens-Bauelementewerk, mit Halbleiterfertigung
- der Osthafen bei Kreuzhof, gebaut in zwei Abschnitten 1960/61 und 1970 bis 1972, betrieben von bayernhafen
- der Westhafen, 1910 als Luitpoldhafen eröffnet, wo seit Ende 2006 Ladung zwischen Bahn und Straße umgeschlagen wird
- der BioPark, in dem sich Unternehmen der Biotechnologie angesiedelt haben
Im August 2026 hat das Fahrzeugwerk in einer dreiwöchigen Produktionspause mehrere hundert Umbauten umgesetzt, unter anderem eine neue Vormontage, in der Hochvoltbatterie und Karosserie verbunden werden. An solchen Umbauphasen arbeiten viele Partnerfirmen gleichzeitig auf einem Gelände, das sonst nur Stammpersonal kennt.
Am Tor: Takt, Fremdfirmen und Zonen
In einem Werk mit Montage im Minutentakt ist die Pforte Teil der Logistik. Die Werkschutzkraft gleicht Kennzeichen und Zeitfenster mit dem Avis ab, weist Lkw auf die richtige Spur und sorgt dafür, dass ein verspäteter Fahrer nicht die nächste Anlieferung blockiert. Besucher werden mit der Anmeldung verglichen, Ausweise ausgegeben und Gastgeber benachrichtigt.
Bei Revisionen und Umbauten treten Partnerfirmen in großer Zahl auf. Die Kraft prüft Auftrag, Sicherheitsunterweisung und Arbeitserlaubnis, vergibt Schlüssel nur nach Liste und hält fest, wer wann gekommen und gegangen ist. In Reinraum- und Technikbereichen gilt die Zonenregel des Betreibers ohne Ausnahme: Wer keine Berechtigung hat, wird nicht durchgelassen, auch nicht in Begleitung eines freundlichen Kollegen. Techniker werden bis zur Übergabe an die zuständige Person begleitet.
Hafenflächen und Nachtstunden
An den Kais im Ost- und Westhafen kommen Lagerhallen, Freiflächen und Gleise zusammen. Hier geht es darum, Plomben und Ladepapiere abzugleichen, abgestellte Container und Wechselbrücken im Blick zu behalten und Zufahrten zu kontrollieren, die nachts nicht geschlossen werden können. Wo Kaikante und Gleis an das Betriebsgelände grenzen, legen wir mit Ihnen schriftlich fest, wo unsere Zuständigkeit endet.
Nach Schichtende verlagert sich die Aufgabe ins Gelände. Die Kraft geht zu wechselnden Zeiten über Höfe, Rampen und Lagerflächen, prüft Hallentore, Notausgänge und Zaunfelder und achtet auf Rauch, Geruch oder auslaufende Flüssigkeiten. Meldet die Haustechnik eine Störung, schaut sie nach und verständigt Ihre Rufbereitschaft in der vereinbarten Reihenfolge. Jede Feststellung landet mit Uhrzeit im Schichtbericht.
So stellen wir einen Werkschutz in Regensburg auf
Unser Hauptsitz ist Neumünster, Niederlassungen haben wir in Berlin und Bremen. In Bayern unterhalten wir keine Geschäftsstelle, deshalb behandeln wir jeden Werkschutz in Regensburg als eigenes Projekt. Zugesagt wird erst, wenn Stammbesetzung, Vertretung für Urlaub und Krankheit und die Einarbeitung vor dem Start geklärt sind. Passt das für Ihr Werk nicht, erfahren Sie es von uns vor dem Angebot und nicht nach dem ersten Monat.
An Toren, an denen über Zutritt entschieden wird, setzen wir Kräfte mit Sachkundeprüfung nach § 34a GewO ein. Vor dem ersten Dienst gehen sie mit Ihrer Ansprechperson das Gelände ab, lernen Sammelplätze, Gefahrstofflager und Meldewege kennen und erhalten eine schriftliche Dienstanweisung. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert und rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar.
Womit Sie beim Preis rechnen können
Für Werkschutz nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde als Orientierung. Entscheidend ist die Laufzeit: Eine dauerhaft besetzte Pforte mit festem Team kalkulieren wir anders als eine Verstärkung für drei Wochen Werksumbau. Außerdem zählen die Zahl der Tore, der Anteil an Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden und Zusatzaufgaben wie Plombenkontrolle oder Begleitung in Reinraumbereichen.
Was wir sonst in der Stadt anbieten, steht auf der Seite Sicherheitsdienst Regensburg. Den Überblick für den Freistaat finden Sie unter Werkschutz in Bayern, für Betriebe weiter donauabwärts die Seite Sicherheitsdienst Straubing.


