Industriestadt im Kreis Stormarn
Wer an Bad Oldesloe denkt, denkt oft an Kurpark und Altstadt. Wirtschaftlich ist die Stadt aber vor allem ein Industriestandort: Hako hat hier seinen Hauptsitz und steht für Reinigungsmaschinen, Minimax führt von hier aus sein Geschäft mit Brandschutzanlagen, Herose fertigt Armaturen für die Tieftemperaturtechnik. Aspen Pharmacare betreibt ein Werk für Arzneimittel, die Lindal Group produziert Ventile und Sprühköpfe für Spraydosen, Feige ist auf Abfülltechnik spezialisiert, und die Brennerei August Ernst hat ebenfalls hier ihren Stammsitz.
So unterschiedlich die Betriebe sind, so verschieden ist der Werkschutz. Ein Pharmawerk braucht saubere Zonentrennung und einen lückenlosen Nachweis, wer wann welchen Bereich betreten hat. Ein Maschinenbauer achtet auf Prototypen, Werkzeuge und Kupfer im Lager. Ein Logistiker will vor allem, dass Lkw zügig und vollständig abgefertigt werden.
Die Gewerbegebiete und ihre Anforderungen
Die Stadt weist fünf Industrie- und Gewerbegebiete aus. Aus ihrem Profil lassen sich typische Aufgaben für einen Werkschutz ableiten:
- Industriestraße im Südosten: eines der ältesten Gebiete, mit Maschinen- und Anlagenbau, pharmazeutischer Produktion, Entsorgung und Autohäusern.
- Lily-Braun-Straße im Südosten: das größte Gebiet mit rund 40 Unternehmen aus Produktion, Handel und Handwerk, nahe der B 208.
- Teichkoppel: Erweiterung von Südost mit knapp 42 Hektar Gesamtfläche, auf der neue Betriebe entstehen.
- Rögen im Westen: rund 30 Unternehmen aus Produktion, Dienstleistung und Logistik, mit Industriegleis und Nähe zur A 21 und B 75.
- Am Sandkamp im Westen: 6,7 Hektar mit Handwerk, Produktion und Dienstleistung, ebenfalls mit Gleisanschluss.
Wo ein Industriegleis endet, kommen neben Lkw auch Waggons auf das Gelände. Das verlangt Absprachen darüber, wer Rangierbereiche betreten darf und wie die Übergabe dokumentiert wird.
Was am Werkstor und auf dem Gelände passiert
Unsere Kräfte an der Pforte prüfen Ausweise gegen die freigegebenen Listen, melden Besucher an, geben Fremdfirmen nach Unterweisung einen Tagesausweis und halten fest, wer das Gelände wieder verlassen hat. Bei Lkw gleichen sie Kennzeichen, Frachtpapiere und gegebenenfalls Plomben ab und weisen die richtige Rampe zu.
Nach Schichtende beginnen die Streifen. Geprüft werden Rolltore, Zäune, Außenlager, Gefahrstoffbereiche, Kompressoren und Kühlanlagen. Fällt etwas auf – eine offene Tür, eine Störmeldung an einer Anlage, ein fremdes Fahrzeug auf dem Parkplatz –, informieren wir sofort die benannte Bereitschaft und tragen den Vorgang ins Wachbuch ein.
- Zutrittskontrolle und Besucherbegleitung in Sperrzonen
- Fremdfirmenmanagement mit Unterweisungsnachweis
- Lkw- und Ladungskontrolle, Rampenzuweisung
- Streifengänge mit elektronischem Kontrollpunktsystem
- Erstmaßnahmen bei Brand- oder Störmeldungen bis zum Eintreffen der Feuerwehr
Organisation aus der Kernregion Nord
Bad Oldesloe liegt in unserer Kernregion. Geplant wird aus dem Hauptsitz Neumünster; Ablösungen erreichen das Gebiet Rögen über die A 21 und die B 75, den Südosten über die A 1 und die B 208. Für ein Werk mit Schichtbetrieb bilden wir einen festen Stamm, der Ihre Werksordnung kennt. Urlaub und Krankheit decken eingewiesene Ersatzkräfte ab.
Vor dem Start erarbeiten wir mit Ihrer Werkleitung die Dienstanweisung: Torzeiten, Sperrbereiche, Notrufkette, Sammelplätze, Hygiene- oder Reinraumregeln. Betriebe mit weiteren Standorten im Umland, etwa in Reinbek oder Bad Segeberg, können wir in einer gemeinsamen Planung führen.
Qualifikation und Berichtswesen
Für den Werkschutz setzen wir Kräfte mit Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO ein, je nach Aufgabe. Brandschutzhelfer- und Ersthelferausbildung stimmen wir auf die Vorgaben Ihres Werks ab. Unsere Zertifizierung nach ISO 9001 und DIN 77200 legen wir mit dem Angebot vor.
Ein- und Ausfahrten, Besucher, Streifen und Störungen werden digital erfasst. Die Werkleitung bekommt morgens eine kurze Übersicht und monatlich eine Auswertung, etwa welche Tore wie oft geöffnet wurden. Den allgemeinen Leistungsumfang beschreibt unsere Seite Werkschutz.
Kosten eines dauerhaften Werkschutzes
Werkschutz ist in der Regel ein Dauerauftrag über viele Monate. Für die Planung können Sie mit einem Richtwert von 23 bis 50 € netto je Stunde rechnen. Wo Ihr Werk in dieser Spanne liegt, entscheiden die Zahl der besetzten Tore, der Nacht- und Wochenendanteil, die verlangte Qualifikation und Zusatzaufgaben wie Telefonzentrale oder Anlagenüberwachung.
Eine Pforte rund um die Uhr ist ein anderes Modell als eine reine Nachtstreife mit Schlüsseldienst. Nach der Begehung schlagen wir eine Besetzung vor, die zu Ihrem Schichtplan passt. Werke im übrigen Land zeigt die Übersicht Werkschutz in Schleswig-Holstein.


