Industrie auf der Filderebene
Rund 30 Prozent der Arbeitsplätze in Filderstadt entfallen auf das produzierende Gewerbe, ein großer Teil davon bei mittelständischen Zulieferern der Automobilindustrie. Zu den größten Arbeitgebern zählen der Etikettenhersteller Herma, das Klimatechnikunternehmen Modine und der TÜV Süd, der in Filderstadt seinen zweitgrößten Standort hat. Anders als in vielen Industriestädten liegen die Betriebe nicht in einem einzigen großen Gebiet, sondern in mehreren Gewerbeflächen am Rand der fünf Stadtteile.
Für den Werkschutz bedeutet das kurze, klar abgegrenzte Werksgelände mit wenigen Toren, aber oft dichtem Lkw-Verkehr. Die Anbindung über B 27, B 312 und die A 8 an der nördlichen Stadtgrenze macht die Gebiete für Logistik attraktiv – und sorgt dafür, dass an den Rampen fast rund um die Uhr Fahrzeuge stehen.
Wo Werkschutz in Filderstadt gefragt ist
Aus öffentlichen Quellen lassen sich die wichtigsten Industrie- und Gewerbeflächen gut beschreiben. Typische Einsatzorte für Werkschutz sind:
- Gewerbegebiet Affelter in Bonlanden: Hauptsitz und Hauptproduktion von Herma an der Heinrich-Hermann-Straße mit Haftmaterial, Etiketten und Etikettiermaschinen; 2025 beschäftigte das Unternehmen 1.107 Menschen. In der Nachbarschaft liegen Modine an der Arthur-B.-Modine-Straße, Octanorm und das Hochregallager von Hugo Boss.
- Gewerbegebiet Bernhausen-West: Standort des TÜV Süd, für den ein Neubau nebenan geplant ist, dazu Büro- und Gewerbebauten verschiedener Branchen.
- Industriegebiet Sielmingen an Industriestraße und Mercedesstraße: kleinere und mittlere Betriebe, deren Lieferverkehr während der S-Bahn-Bauarbeiten über eine verlängerte Mercedesstraße umgeleitet wurde.
- Luftfrachtzentrum auf Bernhäuser Gemarkung: mehr als 70 Logistikunternehmen auf rund 150.000 Quadratmetern im Süden des Flughafengeländes.
Für Betriebe im Frachtumfeld gilt eine wichtige Abgrenzung: Kontrollen nach dem Luftsicherheitsgesetz führen wir nicht durch. Unsere Aufgabe beginnt dort, wo es um Firmengelände, Lagerhallen und Zufahrten außerhalb des Sicherheitsbereichs geht.
Aufgaben an Tor, Rampe und im Werk
Werkschutz ist mehr als ein besetztes Pförtnerhaus. In Betrieben wie denen im Affelter wechseln Schichten, Fremdfirmen kommen für Wartung und Umbau, Lkw holen Ware ab und liefern Rohstoffe an. Jede dieser Bewegungen soll nachvollziehbar sein, ohne den Betrieb aufzuhalten. Wir übernehmen dafür:
- Pforte mit Anmeldung von Besuchern, Ausgabe von Ausweisen und Einweisung in Sicherheitsregeln
- Erfassung von Fremdfirmen mit Zeitpunkt, Einsatzbereich und Ansprechpartner im Werk
- Abfertigung von Lkw nach Ihren Vorgaben, Kontrolle von Begleitpapieren und Plomben
- Streifengänge über das Gelände, durch Lager und an Außenflächen, besonders an Wochenenden und Feiertagen
- Aufnahme von Störungen, Wasserschäden oder offenen Türen mit Meldung an die von Ihnen benannten Personen
Welche Aufgaben tatsächlich anfallen, legen wir mit Ihrer Werkleitung oder dem Sicherheitsbeauftragten in einer Dienstanweisung fest. Sie entscheiden, was kontrolliert wird und wo die Grenze liegt.
Werkschutz bei Umbau und Erweiterung
Industriebetriebe in Filderstadt bauen laufend um. Herma hat in Bonlanden 2007 ein neues Beschichtungsgebäude, 2019 ein neues Werk für Etikettiermaschinen und 2020 ein Haftmaterialwerk in Betrieb genommen. Beim TÜV Süd läuft das Bebauungsplanverfahren für einen neuen Campus. In solchen Phasen arbeiten mehr fremde Firmen auf dem Gelände als sonst, und Bauzäune verändern die gewohnten Wege.
Wir können dann zusätzliche Posten an Baustellenzufahrten stellen, Arbeitserlaubnisse kontrollieren oder nach Feierabend prüfen, ob Baustellenbereiche sauber vom Werk getrennt sind. Mehr zur Bewachung von Bauflächen lesen Sie bei der Baustellenbewachung in Filderstadt.
Ohne Niederlassung im Südwesten – wie wir das lösen
Staffsec hat seinen Hauptsitz in Neumünster und Niederlassungen in Berlin und Bremen. In Baden-Württemberg haben wir kein Büro. Einen Werkschutzauftrag in Filderstadt nehmen wir deshalb erst an, wenn die Besetzung für das gesamte Schichtmodell steht, einschließlich Vertretung bei Urlaub und Krankheit. Gerade bei Daueraufträgen prüfen wir das gründlich, bevor wir zusagen.
Unser Personal hat die Unterrichtung oder Sachkundeprüfung nach § 34a GewO, je nachdem, was der Posten verlangt. Wir arbeiten nach DIN 77200 und einem nach ISO 9001 zertifizierten Qualitätsmanagement. Grundsätzliches zum Leistungsumfang steht auf der Seite Werkschutz, Hinweise zum Land unter Werkschutz in Baden-Württemberg.
Kosten für einen Werkschutz
Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Beim Werkschutz bestimmen vor allem die Zahl der besetzten Tore, das Schichtmodell und der Anteil an Nacht-, Sonn- und Feiertagsstunden den Preis. Ein Dauerauftrag mit gleichbleibender Besetzung lässt sich günstiger planen als einzelne Sonderdienste während eines Werksurlaubs.
Wir stellen die Kosten je Posten und Zeitraum dar, sodass Sie etwa eine Wochenendstreife getrennt von der Tagespforte betrachten können.


