Industrie in Tallage: was Werkschutz in Stuttgart prägt
Stuttgart ist keine Stadt mit einem einzigen großen Industriegebiet am Rand. Die Betriebe sitzen im engen Neckartal, an Bahnlinien und in Bezirken, die zugleich dicht bewohnt sind. In Feuerbach hat Robert Bosch 1910 sein Unternehmen angesiedelt; das Stammwerk liegt bis heute dort, umgeben von Firmen wie Coperion, AkzoNobel Coatings, dem Thieme-Verlag und Kessler & Söhne. In Untertürkheim begann 1903 der Motorenbau, seit 2006 ist dort auch wieder die Konzernzentrale von Mercedes-Benz. Zuffenhausen ist als Sitz von Porsche bekannt.
Diese Namen beschreiben das Umfeld, nicht unsere Auftraggeber. Für Werkschutz zählt, was daraus folgt: Rund um die großen Standorte arbeiten Zulieferer, Werkzeugbauer, Prüflabore und Logistiker, deren Tore auf schmale Straßen in Wohnnähe führen. Lkw stauen sich schnell, Fremdfirmen wechseln häufig, und zwischen Werkhalle und Nachbarhaus liegen oft nur wenige Meter. Für solche Betriebe übernehmen wir Pforte, Zufahrtssteuerung und Rundgänge.
Betriebslagen, in denen Werkschutz anfällt
Die folgenden Lagen sind öffentlich beschrieben. Wir nennen sie, um typische Situationen zu zeigen, nicht als eigene Einsätze:
- Hafen Stuttgart im Bezirk Hedelfingen: drei Becken mit 31 Hektar Wasserfläche, rund 50 Unternehmen und etwa 2.500 Arbeitsplätze, dazu Bahnumschlag
- Feuerbach mit dem Gewerbegebiet und der Industriebahn an der Wernerstraße
- Weilimdorf mit seinem Industriegebiet an A 81 und B 295
- Untertürkheim und Wangen entlang der B 10 am Neckar
- Der Großmarkt im Langwiesenweg in Wangen mit 225 Anbietern auf 197.000 Quadratmetern
- Kraftwerk Münster und Hauptklärwerk Mühlhausen als Anlagen der Ver- und Entsorgung
Hafen und Großmarkt: Betrieb, wenn die Stadt schläft
Am Neckarhafen wird sowohl auf dem Wasser als auch auf der Schiene umgeschlagen. Im Jahr 2011 lief rund zwei Drittel des Umschlags über die Bahn, dazu kamen fast 50.000 Container. Für Firmen auf dem Gelände heißt das: Gleisanschlüsse, offene Lagerplätze und Hallen mit Wechselbrücken, die auch nachts erreichbar sein müssen. Werkschutz prüft hier Ladepapiere gegen Kennzeichen, achtet auf Zäune entlang der Hafenbahn und hält fest, wer außerhalb der Betriebszeiten aufs Gelände fährt.
Beim Großmarkt beginnt die Einfahrt schon ab 2:30 Uhr. Wer in der Nachbarschaft Kühllager oder Umschlagflächen betreibt, hat damit eine Hauptverkehrszeit mitten in der Nacht. Eine Torbesetzung, die um 22 Uhr endet, schützt dann ausgerechnet die Stunden mit den meisten Bewegungen nicht. Wir legen Schichten so, dass Anlieferspitzen abgedeckt sind.
Aufgaben am Tor und auf dem Gelände
Was der Werkschutz in Ihrem Betrieb konkret erledigt, steht in einer schriftlichen Dienstanweisung, die wir vor dem Start mit Ihnen abstimmen. Häufig gehören dazu:
- Ausweis- und Besucherverwaltung am Haupttor, Ausgabe von Tagesausweisen an Fremdfirmen
- Abfertigung von Lkw nach Zeitfenstern, Zuweisung von Rampen, Abgleich mit Lieferschein
- Kontrollgänge über Hof, Dachzugänge, Lager und Technikräume mit Uhrzeit im Bericht
- Schlüsselausgabe nach Ihrer Liste und Verschluss von Hallen nach Schichtende
- Erstmaßnahmen bei Störungen und Benachrichtigung Ihrer Bereitschaft nach Meldekette
Für Werksferien, Inventuren oder Umbauten lässt sich der Umfang zeitweise erhöhen, etwa mit zusätzlichen Streifen über Weihnachten und den Jahreswechsel.
Vorhabenbezogen: wie wir einen Stuttgarter Auftrag planen
Unser Hauptsitz liegt in Neumünster, weitere Standorte haben wir in Berlin und Bremen. Ein Büro in Baden-Württemberg unterhalten wir nicht. Deshalb prüfen wir jeden Stuttgarter Werkschutzauftrag einzeln: Lässt sich die Besetzung über die ganze Laufzeit stellen, auch bei Krankheit und Urlaub? Wie lange dauert die Anreise, wo übernachten Kräfte bei Blockeinsätzen? Erst wenn das trägt, sagen wir zu.
Sie bekommen eine feste Ansprechperson, die Einweisung findet vor Ort statt, und Schichtnachweise liegen der Rechnung bei. Unsere Kräfte verfügen je nach Aufgabe über die Unterrichtung oder die Sachkundeprüfung nach § 34a GewO; wir sind nach ISO 9001 zertifiziert und arbeiten nach DIN 77200. Mehr zur Leistung allgemein lesen Sie auf der Seite Werkschutz, landesweite Hinweise unter Werkschutz in Baden-Württemberg.
Kosten für Werkschutz in Stuttgart
Als Richtwert nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde. Beim Werkschutz bestimmt vor allem die Dauer den Preis: Eine Pforte, die rund um die Uhr an allen Tagen besetzt ist, plant sich anders als eine reine Nachtstreife oder eine Vertretung über die Werksferien. Dazu kommen Nacht-, Sonn- und Feiertagsanteile sowie die Frage, ob am Tor Sachkunde nötig ist.
Für einen Dauerauftrag erhalten Sie ein Angebot mit getrennt ausgewiesenen Zuschlägen. Andere Leistungen in der Stadt finden Sie unter Sicherheitsdienst Stuttgart; für Betriebe nördlich der Stadtgrenze kann auch die Seite Ludwigsburg passen.


