Industriestandort mit langer Tradition an der Iller
Kempten hat sich aus Weberei und Baumwollverarbeitung an der Iller zu einem Standort für Maschinenbau, Molkereiwirtschaft und Logistik entwickelt. Die Stadt zählte 2014 über 36.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und täglich mehr als 21.000 Einpendler. Viele davon arbeiten in Werken, die im Schichtbetrieb laufen, Besucher aus aller Welt empfangen und Lieferungen rund um die Uhr annehmen.
Werkschutz sorgt dafür, dass in einem solchen Betrieb nur hereinkommt, wer hinein soll, und dass Werte, Wissen und Anlagen auch außerhalb der Schicht geschützt sind. Dazu gehören Pfortendienst, Ausweis- und Besucherverwaltung, Fahrzeugkontrolle, Rundgänge und die erste Reaktion auf Alarme oder Störungen.
Werke und Gewerbegebiete mit Werkschutzbedarf
In Kempten sitzen Unternehmen sehr unterschiedlicher Branchen. Öffentlich beschrieben sind unter anderem:
- Liebherr-Verzahntechnik an der Kaufbeurer Straße, Hersteller von Verzahnmaschinen und Automationssystemen
- die Kemptener Maschinenfabrik, ein Tochterunternehmen von Fendt
- Ott Hydromet, ein 1873 gegründetes Unternehmen
- 3M Technical Ceramics, hervorgegangen aus ESK Ceramics
- die Käserei Edelweiss an der Oberstdorfer Straße
- die Firmenzentrale von Dachser und die Spedition Franz Lebert
- das Briefzentrum der Deutschen Post
- die Gewerbegebiete Ursulasried, Bühl-Ost und Stiftsbleiche
Jeder dieser Betriebe hat eigene Abläufe. Ein Werkschutzkonzept beginnt deshalb mit der Frage, was geschützt werden muss: Maschinen und Prototypen, Rezepturen und Hygienezonen, Sendungen mit kurzer Standzeit oder Daten in Entwicklungsabteilungen.
Maschinenbau: Know-how und Besucherverkehr
Im Maschinenbau kommen täglich Kunden zur Abnahme, Monteure von Zulieferern und Servicetechniker in die Hallen. Gleichzeitig stehen dort Maschinen in der Endmontage, deren Konstruktion nicht in fremde Hände gehören soll. Am Tor bedeutet das: Besucher anmelden, Ausweise ausgeben, Begleitung organisieren und Fotoverbote durchsetzen, ohne Kunden zu verärgern. Bei Fremdfirmen prüfen wir, ob Auftrag und Unterweisung vorliegen, bevor jemand mit Werkzeug auf das Gelände fährt.
Nachts und am Wochenende gehen unsere Kräfte Hallen, Lager und Außenflächen ab, kontrollieren Tore, Zäune und Technikräume und melden Auffälligkeiten an die zuständige Stelle im Werk. Zu den Rundgängen gehört auch der Blick auf Druckluft, Wasser und Heizung, damit ein Defekt nicht erst am Montagmorgen auffällt.
Lebensmittel und Logistik: Tempo an der Rampe
In einer Käserei gelten strenge Hygieneregeln, die auch für das Sicherheitspersonal verbindlich sind. Wer den Produktionsbereich betritt, braucht Schutzkleidung und eine Einweisung, und viele Kontrollen finden deshalb an der Schleuse statt, nicht in der Halle. Wir richten unsere Abläufe nach Ihrem Hygienekonzept.
Speditionen und Paketzentren arbeiten mit vielen Lkw in engen Zeitfenstern. Hier übernimmt der Werkschutz die Einfahrtskontrolle, gleicht Kennzeichen und Frachtpapiere ab, weist Fahrzeuge an die richtige Rampe und achtet darauf, dass Wechselbrücken und Auflieger nicht unbeaufsichtigt geöffnet werden. Wichtig ist eine ruhige, klare Kommunikation mit Fahrern aus vielen Ländern.
Wie wir Werkschutz in Kempten aufbauen
Für Betriebe in Kempten arbeiten wir vorhabenbezogen. Wir haben keine Niederlassung in Bayern, unser Hauptsitz ist Neumünster. Bevor wir zusagen, prüfen wir, ob sich die Posten dauerhaft mit qualifizierten Kräften und einer Reserve für Urlaub und Krankheit besetzen lassen. Ein Werkschutz, der nach drei Monaten Lücken zeigt, hilft Ihnen nicht.
Mit Ihrer Werksleitung erarbeiten wir eine Dienstanweisung für jeden Posten: Öffnungszeiten der Tore, Besucherregeln, Umgang mit Fremdfirmen, Meldewege bei Alarm. Unsere Kräfte haben mindestens eine Unterrichtung nach § 34a GewO, für Zutrittsentscheidungen setzen wir Kräfte mit Sachkundeprüfung ein. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Weitere Leistungen in der Stadt finden Sie unter Sicherheitsdienst Kempten.
Kosten des Werkschutzes
Werkschutz läuft meist als Dauerauftrag über viele Monate mit festen Schichten. Als Richtwert nennen wir 23 bis 50 € netto je Stunde. Den Ausschlag geben die Zahl der Posten, der Anteil an Nacht- und Wochenendstunden, Zusatzaufgaben wie Empfang oder Warenkontrolle und die geforderte Qualifikation am Tor. Wer Pfortendienst am Tag und Rundgänge in der Nacht kombiniert, liegt anders als ein reiner Nachtposten.
Wie wir Werkschutz in anderen Teilen des Freistaats angehen, lesen Sie auf Werkschutz Bayern. Für Betriebe im Ostallgäu verweisen wir auf Sicherheitsdienst Kaufbeuren.


