Industrie in Neu-Ulm seit mehr als hundert Jahren
Industrie siedelte sich in Neu-Ulm ab den 1920er-Jahren an, ein Industriegebiet mit eigenem Gleisanschluss war schon ab 1907 im Südosten entstanden. Heute nennt die Stadt Nutzfahrzeuge, Maschinen- und Metallbau sowie Logistik als prägende Felder, ergänzt um Informationstechnik, Gesundheitswirtschaft und Pharma. Viele Betriebe arbeiten in Schichten, nehmen rund um den Tag Ware an und haben Kunden und Monteure aus dem Ausland im Haus.
Werkschutz regelt, wer ein Werk betritt und wer es mit welchem Material verlässt. Dazu gehören Pfortendienst, Besucher- und Fremdfirmenverwaltung, Fahrzeug- und Ladungskontrolle, Rundgänge außerhalb der Schicht und die erste Reaktion, wenn ein Alarm auflöst oder eine Anlage stört.
Betriebe, bei denen Werkschutz eine Rolle spielt
Öffentlich beschrieben sind in Neu-Ulm unter anderem diese Unternehmen und Standorte:
- das Werk von Daimler Buses, in dem Reisebusse der Marke Setra lackiert, montiert und fertiggestellt werden, mit rund 3.650 Beschäftigten
- ein Nutzfahrzeugzentrum für Lkw und Transporter an der Emmi-Noether-Straße nahe der Europastraße
- Speditionen und Logistiker wie Honold, TNT, Fruchthof und Allgaier
- die Lebkuchenfabrik Max Weiss und der Feinkosthersteller Settele
- REINZ, ein Hersteller von Dichtungen vor allem für die Autoindustrie
- Welte-Wenu mit Gelenkwellen sowie Fluid- und Rohrbiegetechnik
- Zimmer MedizinSysteme mit Therapieliegen und Trainingsgeräten
Das Spektrum reicht damit vom großen Montagewerk mit mehreren Toren bis zum mittelständischen Betrieb, bei dem eine einzige Pforte abends besetzt sein soll. Entsprechend unterschiedlich fällt der Postenplan aus.
Fahrzeugbau: Abnahme, Auslieferung und fremde Monteure
In einem Werk, das Busse fertigstellt, kommen täglich Kunden zur Abnahme, Fahrer zur Überführung und Techniker von Zulieferern. Jedes fertige Fahrzeug ist ein hoher Wert, der auf dem Hof steht, bis es abgeholt wird. Am Tor bedeutet das: Abholer anhand der Unterlagen prüfen, Besucher anmelden und begleiten lassen, Fremdfirmen erst nach Nachweis von Auftrag und Unterweisung auf das Gelände lassen.
Nach Schichtende gehen unsere Kräfte Hallen, Abstellflächen und Zäune ab. Sie achten auf offene Tore, auf Fahrzeuge, die nicht auf der Liste stehen, und auf technische Störungen. Lackierbereiche und Lager mit Lösemitteln bekommen dabei besondere Aufmerksamkeit, denn ein Schaden dort hält die ganze Fertigung auf.
Logistik und Lebensmittel: Rampe und Hygiene
Neu-Ulm liegt am Treffpunkt der Bundesstraßen 10, 28 und 30, die A 7 verläuft östlich der Stadt. Speditionen nutzen diese Lage für Umschlag in kurzen Takten. Werkschutz an einem solchen Standort heißt: Einfahrt regeln, Kennzeichen und Frachtpapiere abgleichen, Lkw an die richtige Rampe schicken und abgestellte Wechselbrücken im Blick behalten. Wichtig ist eine ruhige, klare Ansprache von Fahrern aus vielen Ländern.
In der Lebensmittelherstellung gelten zusätzlich Hygieneregeln. Wer in die Produktion will, braucht Schutzkleidung und eine Einweisung, und die Kontrolle findet an der Schleuse statt. Bei Saisonware wie Lebkuchen steigt der Lieferverkehr im Herbst deutlich an. Wir richten Besetzung und Abläufe an Ihrem Hygienekonzept und an Ihrem Jahreskalender aus.
Werkschutz vorhabenbezogen aufbauen
Eine Niederlassung in Bayern haben wir nicht, unser Hauptsitz liegt in Neumünster. Für Werke in Neu-Ulm klären wir deshalb vorab, ob sich alle Posten über die gesamte Laufzeit mit geeigneten Kräften besetzen lassen und wer bei Ausfällen einspringt. Lässt sich das nicht sicher planen, sagen wir es Ihnen offen.
Gemeinsam mit Werksleitung und Arbeitssicherheit schreiben wir für jeden Posten eine Dienstanweisung: Torzeiten, Besucherregeln, Umgang mit Fremdfirmen, Meldewege. Für Zutrittsentscheidungen setzen wir Kräfte mit Sachkundeprüfung nach § 34a GewO ein. Wir sind nach ISO 9001 und DIN 77200 zertifiziert. Weitere Leistungen in der Stadt finden Sie unter Sicherheitsdienst Neu-Ulm.
Kosten für Werkschutz in Neu-Ulm
Werkschutz ist meist ein Dauerauftrag mit festen Schichten über viele Monate. Unser Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Ausschlaggebend sind die Zahl der gleichzeitig besetzten Tore, der Nacht- und Wochenendanteil, zusätzliche Aufgaben wie Empfang oder Warenkontrolle und die geforderte Qualifikation. Ein Werk mit Tagpforte und nächtlichem Rundgang wird anders kalkuliert als ein reiner Nachtposten.
Wie wir Werkschutz im übrigen Freistaat angehen, lesen Sie auf Werkschutz Bayern. Für Industriebetriebe im Raum Augsburg finden Sie Informationen unter Sicherheitsdienst Augsburg.


