Von der Strickwarenstadt zum Maschinenbaustandort
Nürtingen nannte man früher die Stadt der Strickwaren, und über ein gutes Jahrhundert, von 1872 bis 1975, wurde hier auch Zement gebrannt. Heute ist der Maschinenbau die wichtigste Branche. Die Gebr. Heller Maschinenfabrik, 1894 als kleine Werkstatt gegründet, entwickelt und baut an der Gebrüder-Heller-Straße CNC-Werkzeugmaschinen und Fertigungssysteme für die Metallzerspanung; seit Januar 2026 gehört das Unternehmen zu DN Solutions. Metabo, 1924 als Schnizler GmbH gegründet und bekannt für Winkelschleifer und Akkuwerkzeuge, hat seinen Hauptsitz in der Stadt und fertigt dort noch einen Teil seiner Geräte.
Auch der Güterverkehr auf der Schiene gehört zum Werksgeschehen. Die Tälesbahn, seit 1900 zwischen Nürtingen und Neuffen in Betrieb, dient heute dem Güterverkehr zum Stahlstandort von Knauf Interfer. Für 2025 werden in Nürtingen gut 19.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze gezählt, und es pendeln mehr Menschen ein als aus. Für den Werkschutz heißt das: viele Schichtwechsel, viel Lieferverkehr und Hallen mit hohen Werten auf engem Raum.
Werkslagen und Gewerbeflächen
Werkschutz wird in Nürtingen vor allem dort gebraucht, wo produziert, gelagert oder geprüft wird. Wir nennen die Lagen als Orte, an denen solche Aufgaben anfallen, nicht als Referenzen:
- Gebrüder-Heller-Straße mit Montage, Prüfständen und Auslieferung großer Maschinen
- Metabo-Hauptsitz mit Verwaltung, Entwicklung und Fertigung, ein Parkplatz des Unternehmens liegt an der Berliner Straße in Roßdorf
- Großer Forst: über 25 Hektar Bauland des Gewerbezweckverbands Wirtschaftsraum Nürtingen für produzierende Unternehmen, erster Abschnitt rund 15 Hektar, direkt am Zubringer B 313
- Bachhalde: Gewerbegebiet für Dienstleister, ausdrücklich auch mit Werkstatt- und Laborflächen
- Gleisanschluss der Tälesbahn mit Stahlanlieferung
Im Gewerbezweckverband arbeiten neun Gemeinden zusammen: Beuren, Frickenhausen, Großbettlingen, Kohlberg, Neuffen, Nürtingen, Oberboihingen, Unterensingen und Wolfschlugen. Betriebe in diesen Orten fragen wir mit derselben Vorprüfung an wie Werke in der Stadt selbst.
Aufgaben an Tor und auf dem Gelände
Am Tor geht es um Ordnung im Durchgang. Beschäftigte mit Ausweis passieren ohne Halt, Besucher und Monteure werden angemeldet, über Sicherheitsregeln belehrt und abgeholt. Lkw werden gegen den Avis geprüft, einer Rampe zugewiesen und beim Verlassen erneut erfasst. Im Maschinenbau kommen Sondertransporte hinzu: Eine fertige Werkzeugmaschine verlässt das Werk nicht in einem Kleintransporter, sondern mit Kran, Tieflader und Begleitpapieren.
Nach Schichtende verschiebt sich der Schwerpunkt auf Rundgänge. Unsere Kräfte prüfen Tore, Notausgänge und Rolltore, schauen in Freilager und auf Containerplätze und achten auf Leckagen, ungewöhnliche Geräusche oder Licht in Bereichen, die dunkel sein sollten. Was sie dabei melden und an wen, steht in der Dienstanweisung. Störungen gehen an Ihre Bereitschaft oder an die Leitstelle Ihres Anlagenerrichters, je nach Meldekette.
Konstruktionswissen schützen
Wer Werkzeugmaschinen baut, hat mehr zu verlieren als Material. In Entwicklungsbereichen liegen Zeichnungen und Prototypen, auf Prüfständen laufen Maschinen, die Kunden noch nicht gesehen haben. Bei Eigentümerwechseln und Umstrukturierungen kommen häufig Berater, Prüfer und Gäste ins Haus, die nicht alle Bereiche betreten sollen.
Unsere Aufgabe ist dabei nicht, zu entscheiden, wer was sehen darf, sondern Ihre Regeln am Tor und im Haus konsequent umzusetzen: Besucherlisten abgleichen, Begleitpflicht durchsetzen, Fotoverbote ansprechen, Abweichungen melden. Gerade während Werksferien im Sommer und zwischen den Jahren, wenn Wartungsfirmen die Hallen für sich haben, zahlt sich eine klare Zutrittsregel aus.
Planung, Personal und Nachweise
Unser Hauptsitz ist in Neumünster, dazu kommen Berlin und Bremen. Für ein Werk in Nürtingen klären wir deshalb vorab: Können wir den Dienst mit einem festen Stamm besetzen, wer vertritt bei Urlaub und Krankheit, und wie sind die Kräfte untergebracht und unterwegs. Erst dann sagen wir zu.
Pfortenkräfte haben mindestens die Unterrichtung nach § 34a GewO, für Aufgaben mit Zutrittsentscheidungen setzen wir Personal mit Sachkundeprüfung ein. Vor dem ersten Dienst gibt es eine Einweisung am Objekt, mit Werksordnung, Brandschutz- und Notfallplan. Wir sind nach ISO 9001 zertifiziert und richten den Dienst nach DIN 77200 aus. Grundsätzliches erläutern wir unter Werkschutz, den Überblick für das Land unter Werkschutz in Baden-Württemberg.
Kosten eines Werkschutzes
Richtwert für den Werkschutz sind 23 bis 50 € netto je Stunde. Grundlage ist meist ein Dauerauftrag mit fester Pfortenbesetzung, oft rund um die Uhr oder an allen Werktagen. Wo der Preis in der Spanne liegt, hängt am Anteil von Nacht-, Sonntags- und Feiertagsstunden, an der geforderten Qualifikation und daran, wie viele Rundgänge neben der Pforte anfallen.
Verstärkungen für Werksferien, Inventur oder große Auslieferungen weisen wir getrennt aus. Andere Leistungen für Nürtingen finden Sie unter Sicherheitsdienst Nürtingen, Angaben für Nachbarstädte etwa unter Reutlingen.


