Vom Papiermühlenort zur Industriestadt
Ravensburg war über Jahrhunderte eine Stadt der Papiermacher, die letzte von sechs Papiermühlen schloss 1876. Nach 1850 kamen Maschinenbau und Textilherstellung hinzu, 1856 gründete das Zürcher Unternehmen Escher Wyss hier eine Tochter, die heute als Andritz Hydro Turbinen für Wasserkraftwerke baut. In den folgenden Jahrzehnten wuchsen Lebensmittelbetriebe, Verpackungshersteller und Zulieferer, später kam die Pharmaindustrie dazu.
Diese Mischung prägt den Werkschutz in der Stadt. Ein Pharmabetrieb braucht strenge Zutrittsregeln und lückenlose Besucherführung, ein Turbinenbauer dagegen Kontrolle an der Rampe, wenn tonnenschwere Bauteile verladen werden. Ein Lebensmittelwerk wiederum achtet auf Hygienezonen und darauf, dass niemand ohne Unterweisung in die Produktion gelangt.
Betriebe und Gewerbegebiete im Überblick
Die Liste zeigt die industrielle Struktur der Stadt anhand öffentlich bekannter Unternehmen. Wir arbeiten nicht für diese Firmen:
- Vetter Pharma mit aseptischer Abfüllung an der Schützenstraße, Verpackung und Montage an den Mooswiesen im Gewerbegebiet Mariatal, Sichtprüfung und Logistik an der Helmut-Vetter-Straße sowie der 2020 bezogenen Zentrale im Kammerbrühl
- Andritz Hydro am Escher-Wyss-Weg mit Bau von Kaplan-, Francis- und Rohrturbinen, Pumpturbinen und Absperrarmaturen
- Die Ravensburger Gruppe mit Spiele- und Buchverlag an der Robert-Bosch-Straße
- OMIRA als Molkerei und Tekrum als Gebäckhersteller, beide heute Teil größerer Lebensmittelgruppen
- Maschinenbau und Zulieferer wie die Maschinenfabrik Arnold, Paccor (Verpackungen) und Hawera Probst
- Die Gewerbegebiete Hochberg, Erlen an der B 33 und Karrer zwischen Oberzell und Untereschach mit mittelständischen Betrieben
Pforte und Besucherführung in sensiblen Bereichen
An der Pforte eines Pharma- oder Lebensmittelwerks kontrollieren unsere Kräfte Werksausweise, melden Gäste beim Gastgeber an und lassen sie abholen. Externe Techniker bekommen einen befristeten Ausweis, den wir am Ende des Tages zurücknehmen und in der Liste austragen. Wo Ihre Hausordnung Fotoverbote, Schutzkleidung oder das Abgeben von Mobiltelefonen vorsieht, weisen wir darauf hin und achten auf die Einhaltung.
Lieferverkehr fertigen wir nach Ihrer Avisierung ab. Fahrer melden sich an, Kennzeichen und Spedition werden notiert, erst nach Rückmeldung des Wareneingangs öffnen wir die Schranke. Leere Lkw verlassen das Gelände über eine kurze Sichtkontrolle der Ladefläche, wenn Sie das wünschen.
Schwere Teile, lange Wochenenden
Im Turbinen- und Maschinenbau verlassen große Laufräder, Gehäuse und Ventile das Werk häufig als Schwertransport. Wir begleiten die Verladung, sperren Wege auf dem Gelände ab, halten Unbeteiligte fern und gleichen Frachtpapiere mit dem Ladegut ab. Die Ausfahrt erfolgt erst, wenn Ihr Versand das Okay gibt.
Ruht die Produktion am Wochenende oder über die Feiertage, gehen wir das Gelände in Runden ab. Wir prüfen Zäune, Rolltore und Fenster, sehen nach Druckluft, Kühlung und Beleuchtung und melden Störungen an Ihre Rufbereitschaft. Bei Betrieben mit Reinräumen betreten wir nur die Bereiche, die Sie uns freigeben, und bleiben sonst an der Hülle.
Planung ohne Niederlassung im Land
Unsere Einsatzplanung sitzt in Neumünster, Berlin und Bremen. In Baden-Württemberg übernehmen wir Werkschutz deshalb nur, wenn sich eine feste Mannschaft mit Vertretung für den gesamten Zeitraum aufstellen lässt. Das klären wir vor jedem Angebot, damit Sie nicht nach drei Monaten neu suchen müssen.
Neue Kräfte werden vor der ersten Schicht am Standort eingewiesen, Abläufe stehen in einer gemeinsam abgestimmten Dienstanweisung. Für Zutrittsentscheidungen setzen wir Personal mit Sachkundeprüfung nach § 34a GewO ein. Wir sind nach ISO 9001 zertifiziert und arbeiten nach DIN 77200, telefonisch erreichen Sie uns Tag und Nacht unter +49 4321 78 33 590.
Werke mit einem zweiten Standort, etwa in Ulm, können wir über einen gemeinsamen Ansprechpartner betreuen.
Kosten für Werkschutz
Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Eine dauerhaft besetzte Pforte im Tagdienst landet meist im unteren Teil, weil sich Planung und Einarbeitung über viele Monate verteilen. Nachtschichten, Feiertage und Posten mit Sachkunde liegen höher. Sind am Wochenende nur wenige Kontrollen nötig, sparen Runden gegenüber einer Dauerbesetzung spürbar.
Weitere Hinweise zum Land stehen unter Werkschutz in Baden-Württemberg, einen Überblick zur Stadt bietet Sicherheitsdienst Ravensburg.


