Mehr Produktion, als das Stadtbild vermuten lässt
Trier gilt als Dienstleistungs-, Hochschul- und Einkaufsstadt. Ein Blick in den Wirtschaftsbericht der Stadt zeigt aber ein anderes Gewicht: 2023 entfielen 28 Prozent des Umsatzes der Trierer Unternehmen auf das verarbeitende Gewerbe, mehr als auf jeden anderen Wirtschaftsabschnitt. 26 Niederlassungen beschäftigen jeweils mehr als 249 Menschen. Prägend ist unter anderem die Tabakindustrie mit JT International und Heintz van Landewyck.
Für den Werkschutz bedeutet das: Neben Kliniken und Verwaltungen gibt es eine Reihe von Werken, Lagern und Umschlagplätzen, an denen Zufahrt, Ladung und Fremdfirmen geregelt werden müssen, oft im Schichtbetrieb und mit Lieferverkehr aus mehreren Ländern.
Industrie- und Gewerbeflächen in Trier
Die Wirtschaftsförderung der Stadt führt über zwanzig Industrie- und Gewerbegebiete. Diese nennen wir, um die Aufgaben einzuordnen, nicht als Auftraggeber:
- Hafen Trier zwischen Ehrang und Pfalzel: Containerterminal mit 420 Meter Kai und zwei Kranen bis 50 Tonnen, angrenzend etwa 40 Betriebe auf ungefähr 130 Hektar Industriefläche
- Industrie- und Gewerbegebiet Euren-Zewen-Monaise im Südwesten an der Strecke nach Luxemburg
- Trier-Nord I und II sowie die Flächen an der Metternichstraße und der Kürenzer Straße
- Güterverkehrszentrum, Biewerer Straße und Industriestraße im Norden der Stadt
- Pi-Park und ParQ54 im Westen und Südwesten, dazu der Wissenschaftspark auf dem Petrisberg
Werkschutz am Hafen: Wasser, Schiene und Lkw
Der Hafen wurde 1965 eröffnet und schlägt seit 1998 auch Container um. 2024 wurden dort rund 548.000 Tonnen per Schiff und rund 677.000 Tonnen per Bahn umgeschlagen, darunter Mengen eines Walzwerks der Badischen Stahlwerke; neben Containern gehen Mineralöl, Erze und Metallschrott über die Kaimauer. Wer hier Flächen nutzt, hat drei Zugänge zu sichern: die Straße mit Lkw-Verkehr, den Gleisanschluss und die Wasserseite. Am Tor gleichen unsere Kräfte Fahrer, Kennzeichen und Ladepapiere mit Ihrer Avisierung ab, weisen Wartezonen zu und kontrollieren ausfahrende Fahrzeuge so weit, wie Sie es beauftragen.
Abseits des Tors gehen sie Lagerplätze, Containerreihen und Zäune ab. Schrott und Buntmetall ziehen Diebe an, beim Umschlag von Mineralöl zählen Aufmerksamkeit für Leckagen und das Durchsetzen von Rauchverboten. Jede Abweichung landet mit Uhrzeit im Torbuch, wichtige Meldungen gehen sofort an die Person, die Sie benennen.
Werkstore im Westen: Pendler, Speditionen, Schichtwechsel
Im Südwesten der Stadt laufen Berufsverkehr und Lieferverkehr Richtung Luxemburg zusammen. Allein aus Trier pendelten 2024 rund 8.880 Beschäftigte ins Großherzogtum. An Werkstoren in Euren, Zewen oder Monaise treffen sich deshalb Speditionen aus Deutschland, Luxemburg, Frankreich und Belgien. Mehrsprachige Ansprache, klare Beschilderung der Rampen und ein zuverlässiges Besucher- und Fremdfirmenbuch machen den Unterschied.
Beim Schichtwechsel prüfen wir Werksausweise, achten darauf, dass Fremdfirmen ihre Unterweisung nachgewiesen haben, und geben Tagesausweise nur nach Freigabe aus. Nachts verlagert sich die Arbeit auf Rundgänge an Hallen, Rolltoren und Freilagern. Meldet Ihre Einbruchmeldeanlage einen Alarm an die Notruf- und Serviceleitstelle Ihres Errichters, können die Kräfte vor Ort nach Ihrer Alarmanweisung handeln.
Organisation aus Norddeutschland, Einsatz in Trier
Unser Hauptsitz liegt in Neumünster, weitere Niederlassungen in Berlin und Bremen. In Rheinland-Pfalz haben wir kein Büro. Deshalb rechnen wir vor jedem Angebot nach, ob Postenzahl, Schichtmodell und Laufzeit mit unserem Personal und der Anfahrt verlässlich zu besetzen sind. Wenn nicht, sagen wir das, bevor ein Tor unbesetzt bleibt.
Im Auftrag erhalten Sie einen festen Ansprechpartner, eine schriftliche Dienstanweisung je Posten und ein lückenloses Torbuch. Zutrittsentscheidungen treffen Kräfte mit Sachkundeprüfung nach § 34a GewO. Wir sind nach ISO 9001 zertifiziert, arbeiten nach DIN 77200 und sind rund um die Uhr unter +49 4321 78 33 590 erreichbar. Für Betriebe weiter nördlich lohnt ein Blick auf Wittlich.
Kosten für Werkschutz in Trier
Der Richtwert liegt bei 23 bis 50 € netto je Stunde. Werkschutz läuft meist dauerhaft mit festem Schichtplan, und diese Verlässlichkeit drückt den Preis eher in den unteren bis mittleren Teil der Spanne. Nach oben gehen ihn Nachtschichten, Sonn- und Feiertage, Sachkunde an jedem Posten, Fremdsprachen an der Lkw-Pforte und Zusatzaufgaben wie Ladungs- oder Taschenkontrolle.
Ruht der Betrieb am Wochenende, kann eine besetzte Pforte unter der Woche mit Streifengängen am Samstag und Sonntag günstiger sein als ein Dauerposten. Einen landesweiten Überblick gibt Werkschutz in Rheinland-Pfalz, alle Leistungen in der Stadt bündelt Sicherheitsdienst Trier.


